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Challenge

Unter der Oberfläche: Versteckte Informationen zum Münchner Kanalnetz entschlüsseln

Landeshauptstadt München

Beschreibung

Die Münchner Stadtentwässerung (MSE) betreibt 37 000 Kanalschächte und 4000 Sonderbauwerke, die dem Kanalbetrieb zum sicheren Einstieg in das unterirdische Kanalnetz der Stadt München dienen. Dort wird saniert, repariert und gereinigt. Die wichtigsten Eckdaten zu den Kanalschächten sind bekannt: Meistens liegen sie in der Straßenmitte oder bei stark befahrenen Straßen an der Seite, um einen sicheren Einstieg zu ermöglichen. Alle Kanäle werden in festen Zeitintervallen mit Robotern befahren. Die ungefähren Koordinaten und die Schachttiefen sind im Geoinformationssystem (NIS) der MSE festgelegt.

 

Weitere detailliertere Informationen schlummern in 9000 Zeichnungen, die mittlerweile alle gescannt wurden. Im GIS können diese Zeichnungen durch einen Link aufgerufen werden.

 

Die wichtigsten Schächte wurden als immer gleicher Standard-Schacht gebaut und zwar genau 16.057 Mal. Dazu gibt es noch andere Schachttypen, die von häufig bis sehr selten variieren. In den genannten 9000 Zeichnungen sind diese dokumentiert.

 

Im Anhang (auf dieser Seite rechts) können Sie ein Beispiel einer solchen Zeichnung einsehen.

Fragestellung

Wie kann die Münchner Stadtentwässerung die Daten von 9000 eingescannten Papierplänen maschinell auslesen, um den Reifegrad des Digitalen Zwillings des Kanalnetzes zu erhöhen?

 

In den Scans sind wichtige bauliche Informationen enthalten, wie beispielsweise die Wandstärke eines Kanals oder der Durchmesser eines Schachtes. Diese Daten sind für unseren Digitalen Zwilling von entscheidender Bedeutung. Im Kern geht es darum, Daten aus PDFs auszulesen und in die Systeme des Unternehmens zu überführen.

 

Dieser Anwendungsfall ist nicht nur für die Münchner Stadtentwässerung (MSE) relevant, sondern betrifft alle technischen kommunalen Betriebe. Zudem gibt es weltweit viele Entsorgungsbetriebe, die ähnliche Datenmengen in PDF-Form verwalten. Auch zahlreiche Versorgungsunternehmen, wie Stadtwerke (Strom, Wasser, Gas) oder supranationale Pipeline-Betreiber (Gas, Erdöl, Chemie) oder Stromnetze, könnten von dieser Lösung profitieren. Der größte Nutzen entsteht in Unternehmen, die historisch bedingt sehr unterschiedliche Netz-Objekte (Schächte, Schieber, Zugangsbauwerke) verbaut haben.

Gewünschtes Ergebnis

Für diesen Anwendungsfall stellt die MSE ein umfangreiches Testfeld zur Verfügung, das Zugriff auf das GIS und die städtische KI MUCGPT ermöglicht. Sollte die Umsetzung erfolgreich sein, könnten wir die Lösung auch bei anderen städtischen Unternehmen integrieren.

 

Benötigte Informationen:

 

  1. Innendurchmesser der Schächte

  2. Wandstärke des Schachtes

  3. Weitere relevante Besonderheiten, wie Material oder vorhandene Sonderkonstruktionen (z. B. Schieber, Überlaufschwellen, Pumpen) 

 

Durch diese Informationen versprechen wir uns u. a. folgende Vorteile:

 

  1. Die Lage der abgehenden Haus-Anschlussleitungen wird genauer.

  2. Das Rückstauvolumen des Schachtes wird genauer.

  3. Der unterirdische Platz kann besser genutzt werden.

  4. Die Kanaldaten können großflächig analysiert werden.

Bei den Arbeiten mit den Daten zum Kanalnetz ist zu beachten, dass es sich um eine kritische Infrastruktur der Stadt München handelt, die wir besonders schützen müssen!

Aufruf zur Einreichung

Die Challenge wird im Rahmen des jährlichen Innovationswettbewerbs der Landeshauptstadt München ausgeschrieben.

Weitere Informationen zu diesem Wettbewerb finden Sie unter: muenchen.de/innovationswettbewerb

Wir freuen uns auf Ihre innovativen Ideen!

Nutzen der Challenge und weiterer Projektverlauf

Die Bewerbungsfrist für den Innovationswettbewerb 2026 endet am 17.05.2026 um 23:59 Uhr.

Die Finalisten werden eingeladen, ihren Lösungsvorschlag am Montag, dem 6. Juli 2026 in Präsenz vor der Jury zu präsentieren.

Die prämierten Lösungen werden ab Herbst 2026 in einer 3- bis 6-monatigen Co-Creation-Phase in einem realen, städtischen Kontext weiterentwickelt und getestet.

Bitte beachten Sie, dass der weitere Verlauf und der Zeitplan auf unserer Webseite führend sind. Eine eventuelle abweichende Darstellung hier auf dem KOINNOvationsplatz ist dem System bzw. Formular geschuldet und somit nicht bindend.

Zusätzliche Informationen von KOINNO

Die Landeshauptstadt München führt ihren Innovationswettbewerb auf dem offiziellen Stadtportal durch. Auf dem KOINNOvationsplatz erhält die Challenge eine Zweitplatzierung, um ihre Sichtbarkeit zu erweitern. Lösungseinreichungen sind über das Bewerbungsformular der Stadt vorzunehmen.

Dennoch bitten wir alle Teilnehmenden, die über den KOINNOvationsplatz auf die Challenge aufmerksam werden, eine kurze Zusammenfassung ihrer Lösung auch hier auf der Plattform einzureichen.

Ein kurzer 5-Zeiler mit Kontaktdaten sowie ggf. eine vorhandene Unternehmenspräsentation sind völlig ausreichend. So können auch künftig öffentliche Auftraggeber mit ähnlichen Herausforderungen passende Anbieter identifizieren und unkompliziert mit ihnen in Kontakt treten.

Phasen

Noch nicht veröffentlicht

Aufruf zum Einreichen von Lösungsvorschlägen

06.04.2026 - 17.05.2026

1 Monat 12 Tage verbleibend

Prüfung der Lösungen

18.05.2026 - 05.07.2026

Bewertung der Lösungen durch die Fachjury

06.07.2026 - 19.07.2026

Bekanntgabe des Gewinners

Ab 20.07.2026

Diese Challenge ist beendet

Challenge-Geber
Landeshauptstadt München
Kontaktperson
Frieke Meijer-Schepman
Bewertungskriterien
Sehr Wichtig
.
Innovationsgrad
Umsetzbarkeit/Anwendbarkeit/Relevanz
Fachlich-technische Kompetenz
Kategorien
Infrastruktur
Bau
Anhänge
PDF
Teilnahmebedingungen innovationswettbewerb 2026
JPG
MSE Bauwerksplan Einsteigeschacht
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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