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Challenge

Digitales Abfallmanagementsystem für die Hamburg Port Authority

Hamburg Port Authority AöR

Beschreibung

Die Hamburg Port Authority (HPA) betreibt seit 2005 ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand und ist überall dort aktiv, wo es um Effizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Hamburger Hafen geht. Den wachsenden Ansprüchen des Hafens begegnet die HPA mit intelligenten und innovativen Lösungen. Die HPA ist verantwortlich für die effiziente, ressourcenschonende und nachhaltige Planung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen im Hafen und ist Ansprechpartner für alle Fragen hinsichtlich der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der wirtschaftlichen Bedingungen im Hafen.

Challenge: Digitales Stoffstrom- und Entsorgungsdokumentationssystem

Die Hamburg Port Authority (HPA) plant die Einführung eines digitalen Systems zur Erfassung von Stoffströmen sowie zur vollständigen Entsorgungsdokumentation über den gesamten Lebenszyklus von Abfällen und Bodenmaterialien im Hafenbetrieb.

Aktuell existiert kein zentrales IT‑System, das die relevanten Prozesse unterstützt. Die Erfassung und Nachweisführung erfolgt teilweise manuell, verteilt und mit erheblichen Medienbrüchen. Dies führt zu hohem administrativem Aufwand, eingeschränkter Transparenz, begrenzten Analyse‑ und Berichtsmöglichkeiten sowie Risiken hinsichtlich Nachweisführung, Datenqualität und Prozesssicherheit.

Der Hafenbetrieb unterliegt besonderen Anforderungen an Verlässlichkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit und Gesetzeskonformität. Dazu zählen insbesondere Vorgaben aus der Ersatzbaustoffverordnung, der Abfallverzeichnis‑Verordnung, der EBV‑Nachweisführung sowie Anforderungen an die Dokumentation und Rückverfolgbarkeit von Stoffströmen.

Die HPA benötigt hierfür ein integriertes System, das operative Prozessschritte abbildet – von der Erfassung eines Stoffstroms über die Dokumentengenerierung nach EBV, die Beauftragung von Entsorgungen und die Verwaltung der Stoffströme bis hin zu Analyse, Reporting und Monitoring.

Zugleich besteht die Notwendigkeit, IT‑Systeme im KRITIS‑Umfeld sicher zu betreiben. Für die HPA bedeutet dies, dass das geplante System Anforderungen der ISO 27001 erfüllen oder darauf aufbauen muss, einschließlich sicherer Schnittstellenkommunikation, nachvollziehbarer Berechtigungs- und Rollenverwaltung, revisionssicherer Versionierung, Logging und Monitoring. Integrationen zu bestehenden Systemen wie u. a. SAP, ZEDAL, SSC und EntraID mit Single Sign‑On sind perspektivisch herzustellen.

Die Use Cases umfassen sowohl die Erfassung von Stoffströmen, georeferenzierte Baustellen, automatisierte Dokumentation nach EBV, Entsorgungsbeauftragungen, OCR‑gestützter Dokumentenupload, Analysefunktionen, KPI‑Dashboards, Monitoring, Kostencontrolling, Versionierung, Rechteverwaltung, Schnittstellenmonitoring und organisatorische Stammdatenpflege.

Die Herausforderung besteht darin, ein modulares, hoch verfügbares, interoperables und IT‑sicheres System zu entwerfen, das alle Rollen – Mitarbeiter, Supervisoren, Administratoren und Berichtsempfänger – gleichermaßen unterstützt.

Fragestellung

Im Rahmen dieser Markterkundung bittet die HPA externe Softwareanbieter um eine fachlich fundierte Einschätzung und Darstellung, wie ein digitales Stoffstrom- und Entsorgungsdokumentationssystem aufbauend auf den beschriebenen Use Cases umgesetzt werden kann.

Die teilnehmenden Unternehmen sollen insbesondere folgende Fragen adressieren:

  • Wie kann ein integriertes System zur Stoffstromerfassung und Entsorgungsdokumentation technisch und organisatorisch realisiert werden?

  • Welche Softwarearchitektur (Cloud / On‑Prem / Hybrid) ist für einen Betrieb im KRITIS‑ähnlichen Umfeld geeignet und warum?

  • Wie lässt sich eine ISO‑27001‑konforme Sicherheitsarchitektur implementieren? Insbesondere hinsichtlich:

o   Rollen- und Rechtemodellen

o   Audit‑Trails und Versionierung

o   Logging und Monitoring

o   Verschlüsselung von Schnittstellen (z. B. zu SAP, ZEDAL, SSC)

o   Dokumenten‑ und Datenhaltung in der EU

  • Wie wird die Integration der im Use Case genannten Schnittstellen technisch umgesetzt?

  • Wie kann das System ein vollständig revisionssicheres Dokumentenmanagement gewährleisten (inkl. OCR‑Extraktion und Validierung)?

  • Wie lassen sich die Analyse- und Reporting‑Funktionen realisieren, inklusive KPIs, Dashboards, Ausreißererkennung und Projektvergleichen?

  • Welche Ansätze gibt es zur technischen Demonstration der Lösung (Mock‑ups, Prototypen, Produktdemos)?

  • Wie hoch ist die voraussichtliche Komplexität und wie kann ein Kostenrahmen grob geschätzt werden?

  • Wie kann die Lösung skalieren, um künftige regulatorische, technische oder prozessuale Erweiterungen abzubilden?

Gewünschtes Ergebnis

Folgende Aspekte sind für uns besonders interessant und relevant. Die nachfolgend beschriebenen Anforderungen verstehen sich als Idealbild und dienen Ihnen zur Orientierung. Eine möglichst umfassende Bearbeitung ist wünschenswert, jedoch ist eine vollständige Angebotsausarbeitung natürlich nicht erforderlich.

 

  • Konkrete, auf die Use Cases bezogene Lösungsansätze, insbesondere für Prozessabbildung, Datenmodelle, Schnittstellen und Rechteverwaltung.

  • Eine Darstellung der technischen Architektur, die im KRITIS‑nahen Umfeld betrieben werden kann und ISO‑27001‑konform ausgestaltet ist.

  • Ein hohes technologisches Reifegradniveau (bestehendes Produkt, konfigurierbar, modular ausbaubar).

  • Interoperabilität mit bestehenden HPA‑Systemen (SAP, SSC, EntraID) und externen Systemen (ZEDAL).

  • Ein rollenbasiertes Zugriffskonzept mit granularer Berechtigungssteuerung.

  • Sichere, verschlüsselte und robuste API‑Kommunikation.

  • Revisionssichere Datenhaltung, Versionierung und nachvollziehbare Änderungshistorien.

  • Unterstützung von OCR‑gestützter Dokumentenverarbeitung.

  • Hohe Verfügbarkeit, mindestens im Bereich üblicher fachkritischer Systeme.

  • Eine praxisorientierte Lösungsdemonstration (z. B. Demo‑System, Screenshots, Architekturdiagramme).

  • Eine erste, realistische Kostenschätzung, die als Basis für die Vergabevorbereitung genutzt werden kann.

Aufruf zur Einreichung

Die Hamburg Port Authority lädt Softwareanbieter ein, ihre innovativen Ideen, technologischen Lösungsansätze und fachlich fundierten Einschätzungen einzureichen. Die Challenge richtet sich an alle Unternehmen, die praxiserprobte oder technologisch ausgereifte Softwarelösungen für Stoffstromerfassung, Entsorgungsdokumentation, Reporting oder Schnittstellenintegration anbieten.

Ziel der Markterkundung ist es, einen Überblick über verfügbare technische Lösungen, Reifegrade, Integrationsmöglichkeiten sowie Kostenrahmen zu erhalten. Ihre Beiträge helfen der HPA dabei, ein zukünftiges Ausschreibungsverfahren optimal vorzubereiten.

Wir freuen uns über alle Einsendungen, die einen klaren Mehrwert für den Hafenbetrieb schaffen und zeigen, wie moderne, sichere und effiziente Stoffstromprozesse digital unterstützt werden können.

Nutzen der Challenge und weiterer Projektverlauf

Der Prozess nach Einreichung gliedert sich in folgende Schritte:

 

1.       Fachliche und technische Auswertung aller schriftlichen Einreichungen durch die HPA.

2.       Einladung ausgewählter Unternehmen zu:

a.       Präsentationen

b.       Systemdemonstrationen

c.        Klärungsworkshops

3.       Optional: Vertiefungsrunden, z. B. zu Schnittstellen, Architektur, Datenmodellen oder Sicherheitsanforderungen.

4.       Erste grobe Kostenschätzung der Anbieter zur Einschätzung des Projektrahmens.

5.       Auf Basis der Ergebnisse erfolgt die Erstellung eines vergaberechtskonformen Ausschreibungsdokuments.

6.       Einheitliche Kommunikation gegenüber allen Teilnehmenden. Alle Teilnehmenden werden transparent über den weiteren Verlauf/die Ausschreibungsveröffentlichung informiert.

 

Die Markterkundung selbst ist nicht Bestandteil eines Vergabeverfahrens, bildet jedoch die Grundlage für dessen spätere Ausgestaltung.

Phasen

Noch nicht veröffentlicht

Aufruf zum Einreichen von Lösungsvorschlägen

15.04.2026 - 26.05.2026

1 Monat 11 Tage verbleibend

Prüfung der Lösungen

27.05.2026 - 23.06.2026

Bewertung der Lösungen durch die Fachjury

24.06.2026 - 21.07.2026

Bekanntgabe des Gewinners

Ab 22.07.2026

Diese Challenge ist beendet

Challenge-Geber
Hamburg Port Authority AöR
Kontaktperson
Felix Klingohr
Bewertungskriterien
Sehr Wichtig
.
Innovationsgrad
Wichtig
.
Fachlich-technische Kompetenz
Langfristige Wirtschaftlichkeit (Lebenszyklusbetrachtung)
Kategorien
Infrastruktur
E-Government
Anhänge
PDF
Leistungsbeschreibung
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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