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Zur Website das Kompetenzzentrum innovative Beschaffung vom BMFTR
Challenge

Interne Dokumente sicher mit KI erschließen: On-Premises KI-RAG-Plattform für „Chat mit Dokumenten“

KI generiert mit ChatGPT

Beschreibung

Die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) bündelt die über fünf Jahrzehnte am Standort Jülich aufgebaute Kompetenz in der Stilllegung, im Rückbau und in der Entsorgung kerntechnischer Anlagen. Sie entstand 2015 durch die Zusammenführung der Nuklearbereiche des Forschungszentrums Jülich und der AVR GmbH und vereint seither rund 400 Mitarbeitende.


Als Kompetenzzentrum der öffentlichen Hand fokussiert sich die JEN auf Strahlenschutz, Rückbau, Dekontamination und Zwischenlagerung. Kernaufgabe ist die sichere Beseitigung nuklearer Altlasten aus Forschung und Entwicklung in Jülich. Darüber hinaus steht die JEN auch externen Partnern als Ansprechpartnerin für Fragestellungen im nukleartechnischen Umfeld zur Verfügung.

Die JEN möchte interne Wissensbestände künftig deutlich schneller, sicherer und nachvollziehbarer nutzbar machen. Relevante Informationen liegen heute verteilt in mehreren Quellsystemen vor, darunter SharePoint Online, Fileshares, DMS-Systeme, Intranet-/Wiki-Strukturen sowie relationale Datenbanken. Die Recherche ist dadurch zeitaufwendig, stark von Einzelwissen abhängig und in der täglichen Nutzung nur eingeschränkt skalierbar. 

 

Gesucht wird ein Lösungsansatz für einen sicheren „Chat mit Dokumenten“, der in einer geschützten Unternehmensumgebung betrieben werden kann und Antworten mit klarem Quellenbezug liefert. Im Fokus stehen eine zuverlässige Recherche, belastbare Zusammenfassungen und nachvollziehbare, quellenbasierte Auskünfte unter Berücksichtigung vorhandener Rollen- und Berechtigungsstrukturen. 

 

Ziel ist ausdrücklich keine umfassende Einführung in einem einzigen Schritt, sondern eine realistisch einführbare Lösung mit klarer Produkt- und Umsetzungsperspektive. Von besonderem Interesse sind daher standardnahe, modulare Lösungen, die einen pragmatischen Einstieg über einen Pilotbetrieb ermöglichen und anschließend stufenweise ausgebaut werden können.

Von Interesse sind Lösungsansätze, die insbesondere folgende Anforderungen adressieren: 

  • lokaler Betrieb aller Verarbeitungsstufen einer RAG-Lösung 

  • Nutzung ausschließlich lokal betriebener Modelle bzw. lokaler Inferenzkomponenten 

  • rollen- und berechtigungsbasierter Zugriff auf Basis vorhandener, AD-gestützter Strukturen 

  • Anbindung o. g. bestehender Dokumenten- und Datenquellen 

  • semantische und klassische Suche 

  • quellenbasierte, nachvollziehbare Antworten mit Referenzierung relevanter Fundstellen 

  • transparente Reaktion bei fehlender oder unzureichender Quellenlage 

  • Verarbeitung unterschiedlicher Dokumenttypen, insbesondere textbasierter und gescannter PDFs, Office-Dokumente, Tabellen, Bilder und vergleichbarer Unterlagen 

  • Umgang mit Versionen, Dubletten und inkrementellen Aktualisierungsläufen über die Datenquellsysteme 

  • nachvollziehbare Protokollierung, Monitoring sowie Fehler- und Statusinformationen 

  • praktikable Administrierbarkeit für den laufenden Betrieb durch Eigenpersonal 

 

Besonderer Wert wird auf Zukunftsfähigkeit und -Sicherheit gelegt. Gesucht werden daher Lösungen, die möglichst viele der folgenden Eigenschaften unterstützen: 

  • modulare Architektur mit klar abgegrenzten Komponenten 

  • Austausch oder Upgrade einzelner Bestandteile, insbesondere Modelle (z. B. LLM, Embedding), OCR-/Extraktionskomponenten, Vektor- oder Suchkomponenten und Konnektoren 

  • gute Erweiterbarkeit um weitere Datenquellen, Nutzergruppen und Anwendungsfälle 

  • tragfähige Skalierbarkeit für wachsende Datenmengen und Lasten 

  • nachvollziehbare Produkt- und Release-Roadmap 

  • offene, dokumentierte Schnittstellen und exportierbare Konfigurationen 

Fragestellung

Bitte gehen Sie in Ihrer Einreichung insbesondere auf folgende Punkte ein: 

 

1. Lösungsansatz und Reifegrad 

  • Welcher marktverfügbare oder standardnahe Lösungsansatz wird vorgeschlagen? 

  • Welche Bestandteile sind im Standard verfügbar, welche erfordern erweiterte Konfiguration und welche ergänzende Integrationsleistungen? 

  • Wie reif ist die Lösung für den produktiven Einsatz in einer geschützten Unternehmensumgebung? 

 

2. Architektur und On-Premises-Betrieb 

  • Wie wird der lokale Betrieb der wesentlichen Komponenten umgesetzt? 

 

3. Datenquellen und Berechtigungen 

  • Wie werden SharePoint Online, SMB-Fileshares, DMS, Intranet-/Wiki-Inhalte und relationale Datenquellen typischerweise angebunden? 

  • Wie wird die Berücksichtigung von Berechtigungen technisch und organisatorisch umgesetzt? 

  • Welche Voraussetzungen oder Einschränkungen bestehen bei heterogenen Datenquellen? 

 

4. Dokumentenverarbeitung und Antwortqualität 

  • Wie geht die Lösung mit gescannten Dokumenten, OCR, Tabellen, Bildern, Grafiken, Zeichnungen und sehr großen Dokumenten um? 

  • Wie werden Versionen, Dubletten und inkrementelle Aktualisierungen des Datenbestandes behandelt? 

  • Wie werden quellenbasierte Antworten, Referenzen und der transparente Umgang mit unzureichender Quellenlage sichergestellt? 

 

5. Sicherheit, Betrieb und Administrierbarkeit 

  • Wie wird Sicherheit, Betrieb und Governance grundsätzlich adressiert?

Zum Beispiel hinsichtlich: Logging, Auditierbarkeit, Monitoring, Backup Restore, unkontrolliertem Datenabfluss, unerwünschter externer Telemetrie, Prompt Injection, unberechtigter Ausgabe sensibler Inhalte etc.

 

6. Pilotierung und Einführung 

  • Wie kann eine typische Pilotierung aussehen?

Zum Beispiel hinsichtlich: Leistungserfordernissen für eine Pilotphase von 8 bis 12 Wochen, personeller und organisatorischer Mitwirkungsaufwände des Auftraggebers etc.

 

7. Zukunftssicherheit und Wirtschaftlichkeit 

  • Welche Aussagen können zur langfristigen Skalierbarkeit, Weiterentwicklungsfähigkeit und technologischen Offenheit der Lösung getroffen werden?

Zum Beispiel hinsichtlich: Austauschbarkeit von Komponenten, Erweiterbarkeit, Lock-in-Risiken, Support, Roadmap, langfristiger Wirtschaftlichkeit etc.

Gewünschtes Ergebnis

Erbeten wird eine kompakte, strukturierte Rückmeldung mit möglichst folgenden Inhalten: 

  • Kurzvorstellung des Unternehmens und der angebotenen Lösung 

  • Beschreibung des Lösungsansatzes und des Reifegrads 

  • Einordnung der Eignung für den beschriebenen Einsatzfall 

  • Darstellung der im Standard abgedeckten Anforderungen sowie offener Punkte und realistischer Ausbaupfade 

  • Hinweise zu Integrationsaufwand, Pilotvorgehen und Betriebsmodell 

  • grobe Einschätzung zu Infrastruktur- und Sizing-Annahmen 

  • Aussage zu Erfahrungen in vergleichbaren Referenzprojekten oder ähnlich gelagerten Einsatzszenarien 

  • Einschätzung zur langfristigen Weiterentwicklungsfähigkeit und Zukunftssicherheit der Lösung 

 

Eine formale Preisangabe ist in dieser Phase nicht erforderlich. Falls möglich, freuen wir uns ergänzend über eine unverbindliche grobe Einordnung von Kosten für Pilot und späteren Regelbetrieb.

Die Lösung soll perspektivisch für einen Nutzerkreis von ca. 350 Personen ausgelegt sein. Langfristig wird von ca. 30 gleichzeitigen interaktiven Anfragen ausgegangen. Für die Einführung ist zunächst eine Pilotphase von 8 bis 12 Wochen mit einem kleinen Test- und Expertenteam vorgesehen. 

 

Der relevante Datenraum umfasst langfristig ca. 50 TB mit rund 1.000.000 Dokumenten sowie weiteren Inhalten wie Bildern, Grafiken, Zeichnungen und vergleichbaren Dateien. Primärsprache ist Deutsch. Es ist mit hohen Versionierungs- und Dublettenanteilen sowie mit sehr großen Dokumenten von bis zu ca. 900 Seiten zu rechnen. 

 

Wesentliche Startquellen sind insbesondere: 

  • SharePoint Online/OneDrive einschließlich Berechtigungsberücksichtigung 

  • Fileshares (SMB) mit AD-Berechtigungen 

  • DMS-Systeme (nscale, windream) 

  • bestehendes Intranet/Wiki bzw. CMS-gestütztes Intranet 

  • relationale Datenbanken, z. B. MS SQL Server 

 

Die Lösung soll On-Premises betrieben werden. Ein Internetzugang kann technisch vorhanden sein, Unternehmensdaten dürfen jedoch nicht unkontrolliert an Dritte abfließen. Für eine erste Ausbaustufe ist ein Single-/Multi-Node-Betrieb mit Backup ausreichend; eine Hochverfügbarkeitsarchitektur wird zunächst nicht vorausgesetzt.

Aufruf zur Einreichung
  • Die Einreichung soll in deutscher Sprache erfolgen.

  • Lösungsvorschläge sind über den KOINNOvationsplatz einzureichen.

  • Für die erste Stufe ist eine kompakte, strukturierte Darstellung ausdrücklich ausreichend

  • Eine bestehende Unternehmenspräsentation, Referenzübersicht oder Architekturübersicht kann ergänzend beigefügt werden. 

 

Auch modulare Ansätze, Teillösungen oder Partnerkonstellationen sind willkommen, sofern klar beschrieben wird, welcher Leistungsumfang abgedeckt wird und wie ein belastbarer Pilot bzw. ein späterer Ausbau aussehen kann.

Bitte lassen Sie sich von der Breite der Anforderungen nicht abschrecken: Ziel der Challenge ist es, ein erstes Bild verfügbarer Lösungswege und Umsetzungsszenarien zu gewinnen. 

 

Soweit sensible Informationen nicht öffentlich dargestellt werden sollen, können vertrauliche Zusatzangaben im geschützten Bereich der Einreichung übermittelt werden. 

Nutzen der Challenge und weiterer Projektverlauf

Diese Challenge dient der Markterkundung und der Vorbereitung einer möglichen späteren Beschaffung. Sie stellt keine Ausschreibung, keine Aufforderung zur Angebotsabgabe und keine Beauftragung dar. 

 

Nach Ablauf der Einreichungsfrist erfolgt zunächst eine Vorauswahl anhand der veröffentlichten Bewertungskriterien. In einem zweiten Schritt werden ausgewählte Finalist*innen eingeladen, ihren Lösungsansatz einer fachkundigen Jury aus fachlich geeigneten Bewertungs- und Entscheidungsträgern vorzustellen. Die Jury prämiert die überzeugendsten Einreichungen und gibt eine Empfehlung für das weitere Vorgehen ab. 

 

Die Rückmeldungen aus der Challenge sollen dazu dienen, Anforderungen, Pilotzuschnitt, Betriebsmodell, Sizing, Zuschnitt einer späteren Vergabe sowie die weitere Umsetzungsstrategie zu schärfen. Ziel ist eine möglichst zeitnahe Einführung einer geeigneten Lösung im Unternehmen. Sofern im Anschluss ein Vergabeverfahren eingeleitet wird, werden die Teilnehmenden hierüber gleichermaßen und rechtzeitig informiert. 

Phasen

Noch nicht veröffentlicht

Aufruf zum Einreichen von Lösungsvorschlägen

05.05.2026 - 15.06.2026

1 Monat 11 Tage verbleibend

Prüfung der Lösungen

16.06.2026 - 29.06.2026

Bewertung der Lösungen durch die Fachjury

30.06.2026 - 13.07.2026

Bekanntgabe des Gewinners

Ab 14.07.2026

Diese Challenge ist beendet

Challenge-Geber
JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH
Kontaktperson
Herr Graupe, Herr Daniels
Bewertungskriterien
Sehr Wichtig
.
Innovationsgrad
Umsetzbarkeit/Anwendbarkeit/Relevanz
Fachlich-technische Kompetenz
Langfristige Wirtschaftlichkeit (Lebenszyklusbetrachtung)
Nutzerfreundlichkeit
Kategorien
IT-Infrastruktur & Telekommunikation
E-Government
New Work & Arbeitsorganisation
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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