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Challenge

Interaktive, digitale Anwendung für Dialog und Präsentation

Martin Elsen

Beschreibung

Die HafenCity Hamburg GmbH (HCH) ist eine hundertprozentige Tochter der Freien und Hansestadt Hamburg und verantwortet als Entwicklungsgesellschaft die Planung, Umsetzung und Steuerung der HafenCity – einem der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte Europas. Darüber hinaus entwickelt und begleitet die HCH die Stadtentwicklungsgebiete Grasbrook, Billebogen und Science City Hamburg Bahrenfeld.

Im Auftrag der Stadt gestaltet sie innovative Konzepte für nachhaltige, zukunftsorientierte Quartiere und übernimmt deren Planung, Steuerung und Umsetzung. Dabei steht die Vermittlung komplexer Stadtentwicklungsprozesse gegenüber Politik, Fachöffentlichkeit, Wirtschaft und interessierter Öffentlichkeit im besonderen Fokus.

Im Rahmen dieses Vorhabens wird eine interaktive, digitale Anwendung gesucht, die die Kommunikation und den Dialog in unterschiedlichen Gesprächssituationen unterstützt und verbessert.

Ausgangspunkt ist der bestehende „Digitale Tisch“, ein physisch genutztes System, das derzeit als visuelle und interaktive Grundlage für Gespräche dient – insbesondere auf Messen, in der Investorenkommunikation, bei Veranstaltungen, im Infocenter der HafenCity Hamburg GmbH sowie für interne Abstimmungen. Ziel ist es, dieses Nutzungskonzept technisch und konzeptionell weiterzuentwickeln und zukunftsfähig auszurichten. Das bestehende Möbel bzw. Gehäuse des Digitalen Tisches soll nach Möglichkeit erhalten und weitergenutzt werden, da es bereits in das Gestaltungskonzept des Gemeinschaftsmessestandes der Freien und Hansestadt Hamburg integriert ist. Die technische Umsetzung der Lösung kann jedoch grundsätzlich neu gedacht werden.

Der Digitale Tisch besteht aktuell aus einem großformatigen Touchscreen, der als Tisch in den Raum (z.B. auf dem Messestand) integriert ist (Maße: ca. 173 cm Breite × 110 cm Länge × 91 cm Höhe). Die Nutzung erfolgt im Stehen, wobei mehrere Personen gleichzeitig um den Tisch herum positioniert sind und gemeinsam auf (separate) Inhalte zugreifen. So können gleichzeitig verschiedene Anwendungsfenster auf dem Digitalen Tisch geöffnet sein. Die Interaktion erfolgt direkt über den Touchscreen und ermöglicht eine intuitive, gemeinsame Nutzung im Gespräch.

Dieses Nutzungsszenario – die gemeinschaftliche Interaktion im direkten Austausch vor Ort – soll auch in der zukünftigen Lösung erhalten bleiben.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer Anwendung, die mehrere Personen gleichzeitig bei der gemeinsamen Betrachtung und Diskussion von Inhalten unterstützt. Ziel ist es, Gespräche anschaulicher, verständlicher und strukturierter zu machen, ohne dass die Anwendung selbst in den Vordergrund tritt.

Typische Nutzungssituationen sind:

  • der Einstieg in Gespräche (z. B. auf Veranstaltungen)

  • die gemeinsame Exploration von Inhalten

  • die gezielte Vertiefung einzelner Themen

  • die Unterstützung von Entscheidungsprozessen durch Vergleich von Optionen

  • die interne Vorbereitung von Gesprächen

Die Anwendung soll sich flexibel an unterschiedliche Gesprächsverläufe anpassen lassen. Inhalte müssen in verschiedenen Detaillierungstiefen verfügbar sein und situationsabhängig gewechselt werden können.

Besonderer Fokus liegt auf Interaktion und Bedienbarkeit:

  • eigenständige Pflege des Datenbackends ohne Einbindung externen Dienstleister

  • intuitive Nutzung ohne Schulung

  • kurzfristige Anpassung von Inhalten jederzeit möglich

  • Unterstützung des Gesprächs, keine Dominanz der Anwendung

  • dennoch eigenständige Nutzung und Exploration der Inhalte möglich

  • schnelle und verzögerungsfreie Darstellung von Inhalten

  • (technisch) stabile Nutzung in Gruppensituationen

  • fließende Wechsel zwischen Themen und Detailstufen

Darüber hinaus ist eine klare Strukturierung der Inhalte erforderlich. Diese sollen:

  • verständlich und übersichtlich dargestellt sein

  • kontextabhängig kombiniert werden können

  • Orientierung innerhalb komplexer Zusammenhänge ermöglichen

Fragestellung

Im Rahmen dieser Challenge interessieren uns insbesondere Lösungsansätze zu folgenden Aspekten:

  • Nutzung der Anwendung in realen Gesprächssituationen

  • Unterstützung von Mehrpersonen-Interaktion

  • Gestaltung der Interaktion und Nutzerführung

  • Mehrsprachigkeit (DE und EN)

  • Strukturierung und Darstellung von Inhalten

  • Integration in bestehende Dateninfrastrukturen (insbesondere GIS-basierte Daten)

  • Möglichkeiten der eigenständigen Pflege und Weiterentwicklung

  • Grobe Einschätzung des wirtschaftlichen Rahmens (unverbindlich)

Die detaillierte Ausarbeitung dieser Fragestellungen erfolgt im Rahmen der Einreichung Ihrer Vorschläge entlang der vorgegebenen Struktur des Lösungsformats.

Interessierten Unternehmen stellen wir zum besseren Verständnis auf Anfrage gerne ergänzende Fotographien des aktuell genutzten „Digitalen Tisches“ zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich hierfür an frank@hafencity.com.

Gewünschtes Ergebnis

Mit dieser Challenge verfolgen wir das Ziel, einen Überblick über geeignete und umsetzbare Lösungsansätze für eine interaktive, digitale Anwendung in dialogischen Nutzungssituationen zu gewinnen.

Von Interesse sind insbesondere Ansätze, die bereits umgesetzt wurden, sich in Entwicklung befinden oder deren Realisierbarkeit nachvollziehbar dargestellt werden kann. Reine theoretische Konzepte ohne Bezug zu konkreten Anwendungen stehen hingegen nicht im Fokus dieser Markterkundung.

Gesucht werden praxisnahe Lösungen für interaktive, digitale Anwendungen, die in realen Gesprächssituationen mit mehreren Beteiligten eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt stehen eine intuitive Interaktion sowie eine flexible und verständliche Darstellung von Inhalten, die eine gemeinsame, dialogorientierte Nutzung und Exploration ermöglichen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Integration in bestehende Datenstrukturen sowie die Möglichkeit, Inhalte durch die Auftraggeberin eigenständig zu pflegen, zu aktualisieren und weiterzuentwickeln.

Ziel ist es, unterschiedliche Lösungsansätze kennenzulernen und eine fundierte Grundlage für eine mögliche spätere Ausschreibung zu schaffen.

Es wird keine konkrete technologische Lösung vorgegeben. Gesucht werden umsetzungsnahe Ansätze, die zeigen, wie eine solche Anwendung konzipiert und realisiert werden kann.

Aufruf zur Einreichung

Wir laden Unternehmen, Startups, Agenturen und Forschungseinrichtungen herzlich ein, sich mit ihren Lösungen und Erfahrungen an dieser Challenge zu beteiligen.

Besonders angesprochen sind Anbieter mit Erfahrung in den Bereichen interaktive Anwendungen, UX-/Interaktionsdesign, Visualisierung komplexer Inhalte sowie softwarebasierte Lösungen für Mehrpersonen-Umgebungen. Auch interdisziplinäre Ansätze, die Technologie, Gestaltung und Nutzungskontext miteinander verbinden, sind ausdrücklich willkommen.

Die Challenge bietet die Möglichkeit, einen konkreten Anwendungsfall aus dem öffentlichen Sektor kennenzulernen, eigene Lösungsansätze praxisnah einzubringen und zugleich Einblicke in zukünftige Anforderungen zu gewinnen sowie sich frühzeitig für mögliche Folgevorhaben zu positionieren.

Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen und auf vielfältige, umsetzungsnahe Beiträge, die neue Perspektiven eröffnen und konkrete Lösungsansätze für die Weiterentwicklung des Digitalen Tisches aufzeigen.

Nutzen der Challenge und weiterer Projektverlauf

Die vorliegende Challenge dient der strukturierten Markterkundung im Vorfeld eines möglichen anschließenden Vergabeverfahrens und der Identifikation geeigneter technischer und konzeptioneller Lösungsansätze für das zugrunde liegende Vorhaben.

Die eingehenden Beiträge werden nach Abschluss der Einreichungsphase inhaltlich ausgewertet. Ziel ist es, ein besseres Verständnis über bestehende Lösungen, technische Ansätze und mögliche Umsetzungsvarianten zu gewinnen.

Sofern sich geeignete und relevante Ansätze ergeben, ist vorgesehen, die gewonnenen Erkenntnisse in die Vorbereitung eines anschließenden Vergabeverfahrens einfließen zu lassen. Eine konkrete Beauftragung im Rahmen dieser Challenge erfolgt nicht.

Je nach Qualität und Relevanz der Einreichungen behalten wir uns vor, im Rahmen der Bewertungsphase, ausgewählte Anbieter zu einem vertiefenden Austausch oder zu einer Präsentation ihrer Ansätze einzuladen.

Über entsprechende Einladungen sowie den weiteren Verlauf des Verfahrens werden alle Teilnehmenden einheitlich informiert.

Phasen

Noch nicht veröffentlicht

Aufruf zum Einreichen von Lösungsvorschlägen

13.07.2026 - 23.08.2026

1 Monat 10 Tage verbleibend

Prüfung der Lösungen

24.08.2026 - 30.08.2026

Bewertung der Lösungen durch die Fachjury

31.08.2026 - 13.09.2026

Bekanntgabe des Gewinners

Ab 14.09.2026

Diese Challenge ist beendet

Challenge-Geber
HafenCity Hamburg GmbH
Kontaktperson
Alexander Frank
Bewertungskriterien
Sehr Wichtig
.
Innovationsgrad
Umsetzbarkeit/Anwendbarkeit/Relevanz
Nutzerfreundlichkeit
Wichtig
.
Langfristige Wirtschaftlichkeit (Lebenszyklusbetrachtung)
Kategorien
Marketing & Public Relations
Bau & Immobilien
IT-Infrastruktur & Telekommunikation
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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