Kinderwarnwesten aus ausgedienter Arbeitskleidung: Upcycling für mehr Kreislaufwirtschaft
Beschreibung
Die Stadtreinigung Hamburg (SRH) ist die kommunale Abfall- und Ressourcenwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg. Neben der Sicherstellung von Stadtsauberkeit und einer verlässlichen Abfallentsorgung engagiert sich die SRH aktiv für Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und nachhaltigen Konsum. Mit ihren Recyclinghöfen, den Gebrauchtwarenkaufhäusern sowie vielfältigen Maßnahmen zur Umweltbildung fördert sie die Wiederverwendung von Ressourcen und stärkt das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln.
Nachhaltigkeit ist zudem fest in den Unternehmensprozessen verankert und spielt auch bei Beschaffungsentscheidungen eine wichtige Rolle. Jährlich verantwortet die SRH unter anderem die Reinigung von rund 11.200 Kilometern Fahrbahnen und Gehwegen, sammelt etwa eine Million Tonnen Abfall ein und erreicht mit ihrem Lernort Energieberg Georgswerder viele tausende Besucherinnen und Besucher. Damit zählt sie zu den zentralen Akteurinnen der kommunalen Kreislaufwirtschaft in Deutschland.
Die Stadtreinigung Hamburg verfolgt das Ziel, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung aktiv in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Im Rahmen dieses Ansatzes soll geprüft werden, wie ausgediente Arbeitskleidung der SRH einer hochwertigen Wiederverwendung zugeführt werden kann.
Bei der SRH fallen regelmäßig größere Mengen gebrauchter Arbeitskleidung an, die aufgrund von Verschleiß, Größenwechseln oder anderer betrieblicher Anforderungen nicht mehr im ursprünglichen Einsatz genutzt werden können. Gleichzeitig besteht innerhalb der SRH ein kontinuierlicher Bedarf an Kinderwarnwesten, die bei verschiedenen Umweltbildungs- und Informationsveranstaltungen in Kitas und Schulen, Veranstaltungen wie „Hamburg räumt auf“, Aktionen der Waste Watcher und weiteren öffentlichen Veranstaltungen der SRH ausgegeben und eingesetzt werden.
Der jährliche Bedarf liegt aktuell bei rund 2.000 Kinderwarnwesten.
Die SRH sucht innovative Unternehmen, soziale Betriebe, Startups, Hochschulen oder andere geeignete Partner, die Lösungen für ein Upcycling von ausgedienter Arbeitskleidung zu Kinderwarnwesten entwickeln und umsetzen können.
Dabei sollen Prozessschritte Bestandteil der Lösung sein:
Übernahme gebrauchter und bereits gereinigter Arbeitskleidung
Sortierung und Aufbereitung der Materialien
Entfernung nicht benötigter Bestandteile (z. B. Knöpfe, Klettverschlüsse oder andere Anbauteile)
Entwicklung eines geeigneten Designs für Kinderwarnwesten
Herstellung und Lieferung der fertigen Produkte
Die SRH ist ausdrücklich offen für unterschiedliche technische, handwerkliche, soziale oder industrielle Lösungsansätze. Ziel der Challenge ist es, innovative Ansätze kennenzulernen und potenzielle Umsetzungspartner für ein nachhaltiges Upcycling-Projekt zu identifizieren.
Die SRH bittet interessierte Unternehmen und Organisationen insbesondere um die Beantwortung der folgenden Fragen:
Wie kann aus ausgedienter Arbeitskleidung ein hochwertiges und attraktives Produkt in Form von Kinderwarnwesten hergestellt werden?
Welche Materialien und Bestandteile der Arbeitskleidung können sinnvoll wiederverwendet werden?
Welche Prozessschritte sind für eine wirtschaftliche Umsetzung erforderlich?
Welche Mengen an Ausgangsmaterial werden benötigt und welche Ausbeute bzw. Stückzahlen an Kinderwarnwesten sind unter realistischen Bedingungen erzielbar?
Welche Anforderungen an Produktqualität, Produktsicherheit und gegebenenfalls Sichtbarkeit bzw. Warnwirkung sind zu berücksichtigen?
Welche ökologischen Einsparungen können gegenüber einer Neubeschaffung erzielt werden?
Welche Erkenntnisse können Sie zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vergleichbarer Upcycling- oder Wiederverwendungsprojekte liefern? Sofern möglich, beschreiben Sie bitte typische Kostenfaktoren, Kostenbandbreiten und mögliche Skaleneffekte.
Welche Erfahrungen oder Referenzen bestehen bereits im Bereich Textil-Upcycling oder Kreislaufwirtschaft?
Können soziale Mehrwerte, beispielsweise durch die Einbindung von Inklusions- oder Sozialbetrieben, geschaffen werden?
Mit dieser Challenge möchte die SRH innovative und praxistaugliche Lösungsansätze kennenlernen, die einen konkreten Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.
Gesucht werden Konzepte, die möglichst:
einen hohen Anteil der vorhandenen Arbeitskleidung wiederverwenden,
Ressourcenverbrauch und Abfallmengen reduzieren,
einen nachvollziehbaren ökologischen Mehrwert schaffen,
eine gleichbleibende Produktqualität gewährleisten,
wirtschaftlich umsetzbar und skalierbar sind,
soziale Aspekte berücksichtigen,
sowie das Potenzial für eine langfristige Zusammenarbeit bieten.
Sie verfügen über Erfahrungen im Textil-Upcycling, in der Kreislaufwirtschaft, der nachhaltigen Produktentwicklung oder in innovativen Fertigungskonzepten? Dann freuen wir uns auf Ihre Ideen.
Gemeinsam möchten wir aus ausgedienter Arbeitskleidung ein sichtbares Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft schaffen. Gesucht werden kreative, wirtschaftliche und umsetzbare Lösungen, die aus vorhandenen Ressourcen ein neues Produkt mit ökologischem und gesellschaftlichem Mehrwert entstehen lassen.
Bringen Sie Ihre Ideen, Erfahrungen und Konzepte ein und werden Sie Teil eines innovativen Nachhaltigkeitsprojekts der Stadtreinigung Hamburg!
Nach Ablauf der Einreichungsphase werden die eingegangenen Beiträge durch die Jury der Stadtreinigung Hamburg ausgewertet.
Im Rahmen der Bewertungsphase können Teilnehmende mit besonders relevanten oder vielversprechenden Lösungsansätzen zu vertiefenden Gesprächen, digitalen Austauschrunden oder Präsentationsterminen eingeladen werden, um ihre Ansätze näher vorzustellen.
Mit dieser Challenge möchte die Stadtreinigung Hamburg innovative Lösungsansätze, Umsetzungsmodelle und Marktpotenziale im Bereich Upcycling und Kreislaufwirtschaft kennenlernen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dabei helfen, die Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Skalierbarkeit möglicher Lösungsansätze besser zu bewerten und Impulse für die weitere Projektentwicklung zu gewinnen.
Alle Teilnehmenden werden transparent über den weiteren Verlauf der Challenge informiert!
Noch nicht veröffentlicht
Aufruf zum Einreichen von Lösungsvorschlägen
31.08.2026 - 11.10.2026
1 Monat 12 Tage verbleibend
Prüfung der Lösungen
12.10.2026 - 25.10.2026
Bewertung der Lösungen durch die Fachjury
26.10.2026 - 22.11.2026
Bekanntgabe des Gewinners
Ab 23.11.2026


