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KOINNO Prämierung
Lösung

Innovativer, heller REVILO-BELAG

VINCI Construction Shared Services GmbH
Kurzvorstellung der Lösungsanbieterinnen und Lösungsanbieter (max. 500 Wörter)

Die EUROVIA Verkehrsbau GmbH ist ein Unternehmen von VINCI Construction, der Bausparte der weltweit tätigen VINCI Gruppe. Mit rund 4.000 Mitarbeitenden zählt EUROVIA zu den größten Bauunternehmen Deutschlands. Der Hauptsitz ist Berlin.

Das Kerngeschäft von EUROVIA umfasst die gesamte Wertschöpfungskette des Infrastrukturbaus: die Rohstoffgewinnung, die Materialproduktion, den Bau der Straßen- und Brückeninfrastruktur und das anschließende Recycling. Daneben engagiert sich das Unternehmen stark im Bereich der Forschung und Entwicklung, mit dem Ziel, eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Straßenbaubranche zu übernehmen.

Die Abteilung Forschung und Technik verfügt über jahrelange Erfahrung in der Leitung und Begleitung sowohl interner als auch externer F&E-Projekte. Ein großer Fokus der derzeitigen Arbeiten liegt auf dem Themenbereich der Nachhaltigkeit, was u.a. den Beitrag von EUROVIA zur Erzielung klimaangepasster und lebenswerter Städte umfasst. Hierbei steht die Entwicklung neuer Materialien und ganzheitlicher Lösungsansätze im Vordergrund.

Kurzbeschreibung der Lösung (max. 1500 Wörter)

Deutschland ist eine stark urbanisierte Gesellschaft, in der fast 78 % der Menschen in Städten oder Ballungsräumen leben. Diese Entwicklung bringt jedoch Herausforderungen mit sich, besonders angesichts der globalen Erwärmung. Seit 1980 erwärmt sich Europa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, was Europa zum am schnellsten erwärmenden Kontinent der Erde macht. Die steigenden Temperaturen in den Städten werden dazu führen, dass viele Menschen dort nicht mehr komfortabel leben können werden. Daher müssen unsere derzeitigen Städte zu resilienten Räumen umgestalten werden.

Der Ansatz von EUROVIA besteht darin, urbane Erholungsinseln in Städten zu schaffen. Hierzu werden Flächen entsiegelt, Grünflächen angelegt sowie ein effektives Wassermanagement auf verschiedenen Ebenen gefördert. Unsere Lösung REVILO aktiviert dazu vier Säulen, die die Kernkompetenzen der Firma betreffen: Belag, Boden, Wasser und Vegetation.

Die Regenwasserbewirtschaftung spielt eine entscheidende Rolle in Bezug auf die Klimaresilienz einer Stadt. Durch ein naturnahes Regenwassermanagement und die Implementierung von wasserdurchlässigen Oberflächen können städtische Überhitzungen reduziert und gleichzeitig das Risiko von Überschwemmungen verringert werden. Die Versickerung von Regenwasser vor Ort erlaubt eine Entkopplung vom Abwassernetz und führt daher zur Kosteneinsparung für die Abwasserbehandlung. Darüber hinaus trägt es dazu bei, das Grundwasser wieder aufzufüllen, was das Wachstum und die Gesundheit der Vegetation fördert.

Die Integration von Bäumen und Pflanzen in städtischen Gebieten hilft nicht nur, die Luftqualität zu verbessern, sondern auch die Umgebungstemperaturen zu senken. Grünflächen wirken aufgrund der Evapotranspiration als natürliche Klimaanlagen und schaffen ein kühleres Mikroklima. Hierzu werden geeignete nährreiche Böden benötigt, die sowohl das Wachstum der Vegetation begünstigen als auch die Versickerung und Speicherung von Wasser erlauben. Aber auch im Bereich der versiegelten Flächen wird durch die Verwendung spezieller Materialien und Bauweisen, die die Hitzeabsorption reduzieren und die Verdunstung fördern, passiv und aktiv zur Abkühlung der städtischen Umgebung beigetragen.

Solche Maßnahmen sind unerlässlich, um die Lebensqualität in den urbanen Räumen Deutschlands zu erhalten und den Herausforderungen der globalen Erwärmung zu begegnen. Die REVILO-Lösung ist ein ganzheitliches Konzept für eine resiliente, lebenswerte Stadt, das technische Innovationen mit gestalterischer Qualität verbindet und neue Räume für Begegnung, Bewegung und Nachhaltigkeit schafft.

 

Im Reallabor „100m Zukunft“ der IHK Berlin möchten wir den ersten Hebel, d.h. den Oberflächenbelag, adressieren. Unser neu entwickelter REVILO-Belag basiert auf einem hellen, nicht bituminösen Bindemittel, was seine helle Farbe sowie die permeable Konzeption ermöglicht. Der Belag lässt eine besonders ansprechende Oberflächengestaltung zu und ist für selten befahrene Flächen, wie z.B. Fuß- und Radverkehrswege, Plätze oder sonstige, in gebundener Bauweise gestaltete Flächen geeignet. Hergestellt wird das Mischgut entweder in-situ oder in einer Mischanlage. Sowohl die Mischgutherstellung als auch der Einbau erfolgen kalt, was einerseits Vorteile im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bietet, andererseits auch spätere, ggf. notwendige Reparaturarbeiten erleichtert.

Ein erstes Testfeld wurde bereits auf dem duraBASt-Gelände bei Köln (Testgelände der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen im Autobahnkreuz A3/A4) hergestellt. In diesem Zuge wurde der Einbau des Materials technisch erprobt. Zudem soll im Jahr 2026 mit Hilfe von verbauten Temperatursensoren und Wärmebildkameras das Abkühlungspotential des Produkts im Vergleich zu konventionellen, schwarzen Asphalten quantifiziert werden.

Eine Anwendung im Reallabor „100m Zukunft“ würde einerseits dazu dienen, das Einbauverfahren weiter zu verbessern und v.a. den für den urbanen Bereich häufig relevanten Handeinbau zu erproben.

Andererseits bietet dieses Projekt den Vorteil, die Wirkung des Produktes in einer städtischen Umgebung und somit auch auf deren Bewohner zu beurteilen. Dazu wäre es denkbar, ebenfalls Temperatursensoren im Oberbau zu integrieren, um eine entsprechende wissenschaftliche Begleitung und Auswertung zu ermöglichen. Aber auch gestalterische Bewertungsaspekte sollten berücksichtigt werden. Die Ergebnisse könnten zudem mit den auf dem duraBASt-Gelände erzielten Erkenntnissen verglichen werden.

Wirkung der Lösung (max. 1500 Wörter)

Die vorgeschlagene REVILO-Flächenlösung leistet einen umfassenden Beitrag zur nachhaltigen, inklusiven und zukunftsorientierten Stadtentwicklung. Durch die innovative Materialkonzeption und die ansprechende Gestaltung trägt die Lösung wesentlich zur ökologischen, sozialen und ökonomischen Aufwertung des öffentlichen Raums bei.

Der REVILO-Belag ermöglicht eine hochwertige, barrierefreie Gestaltung von Fuß- und Radwegen. Die helle Oberfläche schafft ein freundliches, einladendes Stadtbild und verbessert die Aufenthaltsqualität deutlich. Die fugenlose Bauweise sorgt für ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild und erhöht den Komfort für alle Nutzergruppen – insbesondere auch für mobilitätseingeschränkte Personen, Kinderwagen oder Rollstuhlfahrende.

Die REVILO-Flächen lassen sich flexibel in bestehende Stadtstrukturen integrieren – sei es in Wohnquartieren, auf Schulhöfen, in Gewerbegebieten oder an Radverkehrsachsen. Die Oberfläche lädt zum Verweilen, Begegnen und Bewegen ein und fördert so die soziale Interaktion im öffentlichen Raum.

Durch die permeable Konzeption des Belags wird ein Beitrag zur Flächenentsiegelung geleistet. Dies ermöglicht einen zentralen Beitrag zur Schwammstadt-Strategie, da das anfallende Regenwasser vor Ort versickern kann. Gleichzeitig reduziert die helle Farbgebung die Oberflächentemperatur und wirkt so der urbanen Hitzeentwicklung entgegen.

Die kalte Verarbeitung des Materials reduziert Emissionen und Geruchsbelastungen während der Bauphase – ein Vorteil für Anwohnende und ausführende Unternehmen. Die einfache Reparaturfähigkeit senkt langfristig die Instandhaltungskosten und erhöht die Wirtschaftlichkeit für kommunale Infrastrukturträger. Unternehmen profitieren zudem von einem attraktiveren Standortumfeld, das Kund*innen und Mitarbeitende gleichermaßen anspricht.

Da die tatsächliche Wirkung, z.B. im Hinblick auf die Temperaturreduktion, stark von projektspezifischen Randbedingungen abhängig ist, wäre es wie bereits erwähnt denkbar, im Rahmen des Reallabors Sensorik in die Fläche zu integrieren bzw. einen Vorher-Nachher-Vergleich durchzuführen, um die Wirkung der Maßnahme transparent quantifizieren zu können.

Finanzierungs- und Realisierungsperspektiven

Der innovative REVILO-Belag wurde von EUROVIA entwickelt. Eine erste Materialkonzeption wurde, wie oben bereits erwähnt, auf dem Testgelände der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen eingebaut. Diese Entwicklungen und ersten Umsetzungsschritte wurden bisher ausschließlich durch Eigenmittel finanziert. Es sind zudem Weiterentwicklungen geplant. Derzeit läuft für das Gesamtkonzept REVILO die Beantragung der BMF-Forschungszulage zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung.

Für zukünftige REVILO-Realprojekte stehen derzeit verschiedene Förderprogramme zur Verfügung, beispielsweise für Kommunen, die eine klimaresiliente Umgestaltung urbaner Räume unterstützen. Diese Programme fördern damit auch die Verbreitung innovativer Lösungen wie der REVILO-Produkte und schaffen damit eine solide Grundlage für die Weiterführung der Maßnahmen über das Reallabor hinaus. Ein Beispiel hierfür ist die potenzielle Nutzung der Lösung in Berlin, die durch das Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) 2 gefördert werden.

Optional: Auswahl möglicher Flächen für die Umsetzung

Der helle REVILO-Belag kann prinzipiell auf allen nur gelegentlich durch motorisierte Fahrzeuge befahrenen Flächen eingesetzt werden. Da das Material eine ansprechende Flächengestaltung ermöglicht, empfehlen wir beispielsweise die Flächen im Bereich des Haupteingangs der IHK (Fassade West, A2) zu nutzen. Es wären auch andere Flächen denkbar. Die Auswahl der am besten geeignete Fläche sollte nach einer Ortsbegehung und ggf. Sichtung der Planunterlagen in Zusammenarbeit mit der IHK und ggf. dem städtischen Tiefbauamt erfolgen.

Das derzeit vorhandene Pflaster soll im Sinne der Kreislaufwirtschaft möglichst wieder- bzw. weiterverwendet werden. Wir planen derzeit, das Material im EUROVIA-Recyclingplatz in Schönerlinde aufzubrechen und den Aufbruch als Recycling-Baustoff zu nutzen. Hier spielt vor allem unser Konzept OGEO eine wichtige Rolle, bei dem hochwertige Gesteinsprodukte aus Naturstein in Kombination mit Recycling-Gestein erzeugt werden.

Challenge
Urbane Gesundheit
Lösungsgeber
EUROVIA Verkehrsbau GmbH
Anhänge
PDF
25 präsentation revilo
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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