Plauschbänke: Ruhe, Begegnung und essbare Nachbarschaft
Die Stadtmanufaktur GmbH mit Sitz in Hamburg ist eine strategische Beratungsgesellschaft für Stadtvermarktung und Stadtentwicklung. Als mittelständisches Unternehmen verbinden wir interdisziplinäres Denken mit praktischer Umsetzungsstärke: Wir entwickeln intelligente Strategien für Städte und Stadträume, bieten tiefgehende Beratung, smartes Prozess- und Projektmanagement sowie Moderation strategischer und politischer Prozesse.
Was uns besonders auszeichnet, ist unsere Leidenschaft für die Zukunft der Stadt: Wir brechen alte Strukturen auf, setzen neue Denkmuster und begleiten Städte und Orte dabei, ihre Potenziale zu entfalten. Dabei greifen wir auf ein Business-Netzwerk mit über 250 hochkarätigen Kontakten und Dialog-Formate zurück, welche Entscheider:innen aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft zusammenbringen.
Unsere langjährige Erfahrung zeigt sich in zahlreichen Projekten der Innenstadt- und Quartiersentwicklung, Stadtmarken- und Standortkonzepten sowie Strategien für Kultur, Tourismus, Veranstaltungen und Handel für Städte und Kommunen der gesamten DACH-Region. Unser Fokus liegt auf der Verbindung von strategischem Denken und operativer Umsetzung – wir sind nicht nur Berater:innen, sondern Partner:innen, die mit Engagement und Netzwerk Städte und Quartiere „in Bewegung bringen“. Dafür legen wir einen besonderen Fokus auf strategische Kommunikation und professionelles Stakeholdermanagement.
Mehr Informationen über uns und unsere Projekte nden Sie auf unserer Website:
Die Plauschbänke schaffen im dicht genutzten Stadtraum Orte der Ruhe, Begegnung und mentalen Entlastung – niedrigschwellig, partizipativ und sichtbar mit der Nachbarschaft verwoben. Grundlage ist die Umnutzung ausgedienter City-Decks (bzw. modularer Stadtmöbel) zu begrünten Mini-Aufenthaltsorten, die Lesen, Entspannen, Urban Gardening und soziale Interaktion verbinden.
Das Besondere ist die synergetische Verbindung dreier Ansätze, die bislang selten zusammen gedacht werden:
Psychische Gesundheit im öffentlichen Raum – durch geschützte, niedrigschwellige Rückzugsorte.
Essbare Nachbarschaft & Mikro-Urban-Gardening – kleine, gepflegte Ernteinseln mit Kräutern und Beeren, die Passant:innen nutzen dürfen.
Co-kreative Patenschaften – lokale Akteur:innen pflegen, entwickeln und „kultivieren“ die Bänke. Dadurch wachsen sie organisch mit der Straße, statt als fertige Infrastruktur „gesetzt“ zu werden.
Diese Kombination macht die Lösung innovativ und hebt sie von klassischen Stadtmöbeln, Pocket Gardens oder Lesebänken ab: Die Plauschbänke sind halb soziale Infrastruktur, halb lebendiger Nachbarschaftsorganismus.
Aktueller Entwicklungsstand:
Das Konzept ist ausgearbeitet, aber noch nicht realisiert. Alle Elemente – City-Decks, Pflanzkübel, Verschattungselemente (Beispiel: Hamburger Sommergärten), Patenschaftsmodelle – sind erprobt und verfügbar, was die Realisierbarkeit hoch macht. Die innovative Leistung liegt nicht im Einzelbaustein, sondern im kuratierten Zusammenspiel und in der prozesshaften Weiterentwicklung durch die Nutzenden.
Umsetzung im Reallabor:
Vorgesehen ist die Installation von zwei bis drei Plauschbänken mit jeweils unterschiedlichem Schwerpunkt:
Ruhebank: stärker verschattet, mit Fokus auf Rückzug.
Begegnungsbank: offene Gestaltung, Gesprächsimpulse, niedrigschwellige Aktivierung.
Lesebank: kleine, wettergeschützte Bücherecke, Kooperation mit Bibliothek oder Schule.
Jeweils eine lokale Schule, ein Verein/Betrieb/Institution sowie eine Anwohner:innen-Gruppe übernehmen Patenschaften. Interventionen – Pflanzenpflege, kleine Aktionen, saisonale Begrünung – werden bewusst kleinteilig gehalten, um die Hemmschwelle zur Beteiligung niedrig zu halten.
Die Bänke werden so zum sozialen Sensor der Nachbarschaft: Ihre Nutzung, Geschichten und Pflege liefern wertvolle Erkenntnisse über Aufenthaltsqualitäten im Stadtraum, ohne große Infrastrukturmaßnahmen.
Die Plauschbänke stiften dreifache Wirkung im Quartier: ökologisch, sozial und ökonomisch – und aktivieren Stadtgesellschaft ohne hohe Einstiegshürden.
1. Soziale Wirkung
Orte der Entspannung und mentale Gesundheit: Verschattung und Mikrogrün schaffen Stressreduktion im Alltag.
Niedrigschwellige Begegnung: Die Bänke wirken als soziale Ankerpunkte – bewusst ohne Konsumzwang.
Stärkung der Nachbarschaft: Patenschaften fördern Verantwortungsgefühl, Zugehörigkeit und lokale Identität.
Inklusion: Die Nutzung ist barrierefrei, kostenfrei, generationsübergreifend und nicht an Vereinsmitgliedschaft gebunden.
Damit entsteht ein sozialer Treffpunkt, der besonders für isolierte, ältere oder überlastete Menschen einen Mehrwert bietet.
2. Ökologische Wirkung
Mikroklima-Verbesserung: Begrünung und Verschattung reduzieren Hitzeinseln, speichern Feuchtigkeit und verbessern die Luftqualität.
Essbare Pflanzen im öffentlichen Raum: Kräuter und Beeren fördern Biodiversität und stärken naturbezogene Erfahrungen.
Upcycling statt Neubau: Die Nutzung von refurbished City-Decks senkt CO₂-Bilanz und vermeidet Müll.
Die ökologische Wirkung ist kleinräumig, aber skalierbar und im Reallabor ohne große Eingriffe umsetzbar.
3. Ökonomische Wirkung
Attraktivierung der Standortqualität: Aufenthaltsqualität steigert Passantenfrequenz und Verweildauer – relevant für die lokale Wirtschaft.
Geringe Kosten: Holz, Pflanzkübel, modulare Möbel und Patenschaften reduzieren Pflege- und Installationskosten.
Übertragbarkeit: Das Konzept ist schnell replizierbar, passt in nahezu jedes Quartier und kann perspektivisch in ein Sponsoring-Modell überführt werden.
Durch die stärkere Nutzung des öffentlichen Raums entsteht ein positives Umfeld für Gewerbe, Gastronomie und institutionelle Partner.
Integration in den Ort / Interaktion
Die Bänke laden ein zum Sitzen, Plaudern, Ernten, Lesen oder einfach Verweilen. Kleine Interaktionsimpulse – z. B. „Heute darf geerntet werden“, „Frag mich nach meinem Lieblingskraut“, „Lies mich!“ bei Büchern – verstärken das Miteinander. Sie funktionieren sowohl alleinstehend als auch im Ensemble – und können als Mini-Netzwerk innerhalb eines Quartiers wirken.
Vorhandene Ressourcen:
Upcycling-Module (City-Decks) sind kostengünstig anpassbar.
Patenschaften übernehmen die Pflege, wodurch laufende Kosten gering bleiben.
Finanzierungsoptionen:
Quartiersfonds/Nachbarschaftsfonds
Förderprogramme zu Klimaanpassung, urbanen Resilienz oder psychischen Gesundheit
Private Mikro-Sponsorings (Gewerbe, Stiftungen, lokale Betriebe)
Städtebauförderung (im Rahmen von Grün- und Freiflächenprojekten)
Realisierungsrahmen:
1–3 Monate Vorlauf (Koordination Patenschaften, Detailplanung)
Investitionskosten gering bis moderat (pro Bank je nach Ausbau 1.500–4.000 €)
Laufende Kosten minimal dank ehrenamtlicher Pflege
Die Umsetzung ist realistisch, skalierbar und flexibel, auch in kleineren Budgets.
Je nach dortiger Flächenkulisse eignen sich besonders:
halböffentliche Plätze zwischen Wohnen und Gewerbe (soziale Frequenz, gute Sichtbarkeit)
Wege zu Schulen, Bibliotheken, Kulturorten (hoher Identifikationsgrad und Patenschaftspotenzial)
bereits untergenutzte Randflächen (Aktivierungseffekt groß)
bisherige Hitzeinseln (Mikroklima-Wirkung am deutlichsten)
Chancen des Standorts:
Verwandlung städtischer "Restflächen" in Aufenthaltsqualitäten
Testen unterschiedlicher Nutzungsschwerpunkte in einem vergleichbaren Umfeld
Sichtbarkeit des Reallabors im Alltag der Menschen aufgrund zentraler Lage


