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Lösung

Meet & Green

eckedesign GmbH
Kurzvorstellung der Lösungsanbieterinnen und Lösungsanbieter (max. 500 Wörter)

eckedesign wurde 1988 von Albrecht Ecke und Beate Ecke in Berlin-Charlottenburg gegründet. 2019 wurde als Reaktion auf sich erweiternde Tätigkeitsbereiche aus der GbR die eckedesign GmbH. Geschäftsführender Gesellschafter ist Albrecht Ecke.


eckedesign arbeiten in einem interdisziplinären Team von Grafik- und Informationsgestalter:innen, Produktdesigner:innen, Planer:innen, Texter:innen und Projektmanager:innen. Klare Konzepte, funktionales und zugleich ausdrucksstarkes Design sind die Markenzeichen. 

Unsere Stärke liegt in der Vernetzung der verschiedenen Designbereiche. Zu unseren Kunden zählen Kommunen, Museen, die Industrie, der Mittelstand aber auch Ministerien und Bundeseinrichtungen oder der Senat und die Bezirke. Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen die hohe Qualität unserer Arbeit.

 

Unsere Arbeiten beschäftigen sich häufig mit dem öffentlichen Stadtraum. Wir planen und gestalten Informations- und Leitsysteme und entwerfen Stadtmobiliar für Kommunen und führende Hersteller.

Das Berliner Büro wird von Dipl.-Designer, Dipl.-Ing. Albrecht Ecke geleitet. Er ist sowohl für systematische wie auch kreative Gestaltung verantwortlich. Die Wege in unserem Büro sind kurz, der Austausch innerhalb der Projekte erfolgt immer direkt zwischen den jeweiligen Projektverantwortlichen. Wir sind ein eingespieltes Team und arbeiten sehr konstruktiv zusammen. Gemeinsam haben wir zahlreiche Projekte erfolgreich konzipiert, geplant, gestaltet und umgesetzt.

Kurzbeschreibung der Lösung (max. 1500 Wörter)

Städtische Räume stehen zunehmend unter Klimastress: Hitzeinseln, fehlende Verschattung, geringe Verdunstungsflächen und ein Mangel an Aufenthaltsqualität belasten besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen. Gleichzeitig nimmt die soziale Vereinsamung zu, ein stilles, aber wachsendes Gesundheitsrisiko, das sowohl psychische als auch physische Folgen hat. Moderne Städte bieten zwar zahlreiche digitale Schnittstellen, aber immer weniger analoge Anknüpfungspunkte für ungezwungene Begegnung im Alltag. Es fehlen niedrigschwellige Orte, die gleichzeitig klimatische Entlastung schaffen, soziale Interaktion ermöglichen und im Alltag intuitiv „funktionieren“.

Vor diesem Hintergrund entwickeln wir mit Meet & Green einen Ansatz, der städtische Gesundheit als Zusammenspiel von Klimaresilienz, sozialer Teilhabe und räumlicher Qualität versteht. Unser Ziel ist es, ein skalierbares, kosteneffizientes und zugleich emotional ansprechendes Möblierungssystem zu schaffen, das verdichtete Stadträume unmittelbar aufwertet. Das Projekt befindet sich aktuell in der erweiterten Entwurfsphase. Für das Reallabor möchten wir auf Basis des bestehenden Designs einen funktionsfähigen Prototypen entwickeln, testen und – gemeinsam mit Anwohner:innen, Gewerbetreibenden und Nutzergruppen – weiter verfeinern. Die offene strukturelle Logik des Systems erlaubt zudem eine zukünftige Anbindung an Forschungsprojekte zu urbaner Einsamkeit und Stadtgesundheit.

Meet & Green ist ein modulares Stadtmobiliar, das Sitz-, Liege- und Kommunikationsmöglichkeiten mit klimaaktiver Begrünung verbindet. Herzstück ist ein großes mittiges Pflanzgefäß, das durch höher wachsende Pflanzen Schatten spendet, die Umgebung kühlt und eine angenehme, halbprivate Atmosphäre schafft. Unterschiedliche Sitz- und Liegehöhen ermöglichen die Nutzung durch alle Generationen vom kurzen Ausruhen bis zum längeren Aufenthalt. Ein einzelnes Modul kann als Treffpunkt funktionieren, mehrere Module lassen sich zu größeren Aufenthaltslandschaften kombinieren. Die Konstruktion ist robust, barrierearm, variabel bestückbar und bietet eine neue, niederschwellige Form von gemeinschaftlich nutzbarem Freiraum.

Für die Stadt entsteht ein multifunktionales Element, das Hitze reduziert, die Biodiversität stärkt und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität im Quartier deutlich erhöht. Nutzende profitieren von Schatten, Komfort und sozialer Nähe ohne Konsumzwang, ein Gegenentwurf zu kommerzialisierten Aufenthaltsorten. Für die lokale Wirtschaft entstehen neue Potenziale: Durch bessere Außenräume steigt die Attraktivität des Standorts, Passantenfrequenzen erhöhen sich und gleiche Flächen können ökologisch, sozial und ökonomisch wertvoll genutzt werden. Gleichzeitig besitzt das modulare System eine hohe Skalierbarkeit und damit ein realistisches Marktpotenzial über das Reallabor hinaus.

Für die Fasanenstraße schlagen wir die Installation eines oder mehrerer Meet & Green-Module an ausgewählten, stark frequentierten Punkten vor. Die Module können unterschiedliche Konfigurationen erhalten, etwa stärker abgeschirmt für ruhige Aufenthalte oder offener für Gruppen und Pausen im Alltag. Das Reallabor ermöglicht die praxisnahe Bewertung klimatischer Effekte, der sozialen Nutzung sowie der Akzeptanz im Quartier. Die Ergebnisse können direkt in eine Weiterentwicklung des Systems einfließen, sodass Meet & Green nach der Testphase als ausgereiftes Produkt stadtweit oder auch in anderen Städten eingesetzt werden kann.

Wirkung der Lösung (max. 1500 Wörter)

Die Wirkung von Meet & Green entfaltet sich an der Schnittstelle von Stadtgesundheit, sozialem Zusammenhalt und klimaangepasster Infrastruktur. Der Entwurf versteht urbanen Raum als gemeinsamen Lebensraum, der sowohl körperliches Wohlbefinden als auch soziale Interaktion unterstützen muss, besonders in dicht bebauten Quartieren wie der Fasanenstraße. Unsere Lösung schafft einen Ort, der den öffentlichen Raum funktional ergänzt und ihn als gesundheitsfördernden Begegnungsraum neu definiert.

1. Ökologische Wirkung

Das modulare Möblierungssystem integriert eine große, zentral angeordnete Pflanzzone, die mit klimaresilienten, hitzebeständigen Arten bestückt wird. Diese Fläche erzeugt sofort messbare ökologische Effekte. Die Bepflanzung schafft Verdunstungskühle, reduziert die Oberflächentemperatur und trägt damit zur sofortigen Entlastung lokaler Hitzeinseln bei. Höhere Pflanzen sorgen für natürliche Verschattung und damit für einen spürbaren Rückgang thermischer Belastung.


Durch kontinuierlich begrünte Module entstehen kleine Trittsteine für städtische Biodiversität. Auch in hochverdichteten Bereichen können Insekten und Kleintiere dauerhaft Lebensraum finden.
Die Module sind so konzipiert, dass sie langfristig im Bestand bleiben und flexibel versetzt, erweitert oder umgenutzt werden können. Eine langlebige Konstruktion reduziert den Ressourcen- und Energiebedarf für Austausch- oder Ersatzmaßnahmen.

2. Soziale Wirkung

Der stärkste Effekt von Meet & Green liegt in seiner Fähigkeit, Menschen auf natürliche Weise zusammenzubringen, ohne Konsumzwang, Barrieren oder Angst vor Hürden. Die Gestaltung unterstützt soziale Gesundheit auf mehreren Ebenen. Unterschiedliche Sitz- und Liegehöhen machen das System für alle Altersgruppen intuitiv nutzbar. Menschen begegnen sich im Vorbeigehen, beim kurzen Ausruhen oder beim gemeinsamen Aufenthalt. Dabei entsteht ein Ort, der soziale Nähe begünstigt, ohne diese zu erzwingen.


Die Begrünung erzeugt eine angenehme räumliche Fassung, die Privatsphäre schafft, aber gleichzeitig öffentliche Interaktionen ermöglicht. Gerade in urbanen Situationen kann dieser „geschützte Offenraum“ eine wichtige Rolle spielen, um Hemmschwellen zu senken und spontanen Austausch zu fördern. Das Zusammenspiel aus natürlicher Beschattung, Grün und sozialem Kontakt wirkt präventiv gegen die gesundheitlichen Folgen von Hitze, Stress und Einsamkeit. Aufenthaltsqualität wird damit zu einem Instrument der öffentlichen Gesundheitsförderung.

3. Ökonomische Wirkung

Für Unternehmen und lokale Akteure bietet das System einen klaren Mehrwert:
Ein angenehmer und gesunder Außenraum steigert die Aufenthaltsdauer im Quartier und damit die Frequenz vor lokalen Geschäften, Gastronomie und Dienstleistungsangeboten. Die Fasanenstraße kann so als attraktiver Stadtraum an Profil gewinnen.


Die Module sind als wirtschaftlich herstellbares Produkt konzipiert. Sie können einzeln oder in Kombination eingesetzt werden und eignen sich für Straßenräume, Höfe, Campusflächen, Gewerbestandorte und Mischnutzungen. Diese Skalierbarkeit eröffnet langfristig wirtschaftliches Potenzial weit über das Reallabor hinaus.


Unternehmen profitieren von einem gesünderen Umfeld für Beschäftigte und Kund*innen, ein zunehmend wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb um Fachkräfte.

Finanzierungs- und Realisierungsperspektiven

Für die Umsetzung von Meet & Green stehen bereits konkrete Ressourcen und Kompetenzen zur Verfügung. Wir arbeiten mit einem erfahrenen Produzenten in der Region zusammen, der die Fertigung eines Prototyps zuverlässig realisieren kann. Das Projekt baut auf langjähriger Auseinandersetzung mit urbaner Gestaltung, sozialer Teilhabe und klimaresilientem Stadtmobiliar auf, unter anderem im Rahmen eines interdisziplinären Workshops an der Universität Babelsberg, in dem neue Konzepte zur Reduzierung von Einsamkeit im Stadtraum entwickelt wurden.

Für die Realisierung im Reallabor der Fasanenstraße planen wir, die verfügbaren Mittel aus dem Wettbewerb, vorhandene interne Ressourcen sowie ggf. dem Transferbonus Design Berlin zu kombinieren. Die modulare Konstruktion von Meet & Green erlaubt eine kosteneffiziente Produktion, flexible Installation und schnelle Anpassung an die jeweiligen Standortbedingungen. Somit ist eine kurzfristige Umsetzung des Prototyps im öffentlichen Raum gut realisierbar, während gleichzeitig ein realistisches Skalierungspotenzial für weitere Standorte besteht.

Optional: Auswahl möglicher Flächen für die Umsetzung

Wir schlagen vor, den Meet & Green-Prototypen an der Ecke Fasanenstraße / Hardenbergstraße zu platzieren, nahe dem Gehweg und in unmittelbarer Nähe zu Gastronomie, Einzelhandel sowie den öffentlichen Flächen des IHK-Areals. Der Standort bietet ausreichend Fläche für das Modul, gute Sichtbarkeit von der Fußgängerzone und leichte Zugänglichkeit für unterschiedliche Nutzergruppen.

Die Platzierung ermöglicht eine sichere Integration in den Straßenraum, ohne Bewegungsflächen einzuschränken, und erhält bestehende Sichtbeziehungen. Gleichzeitig bietet der Standort optimale Bedingungen, um das Modul als „sozialen Sensor“ zu testen: Hier können Aufenthaltsdauer, Nutzungsmuster und bevorzugte Konfigurationen beobachtet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung und Skalierung des Systems für weitere Berliner Stadträume ein.

Challenge
Urbane Gesundheit
Lösungsgeber
eckedesign GmbH
Anhänge
PDF
Eckedesign 100m zukunft meetandgreen
JPG
Eckedesign meetandgreen titelbild
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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