Student EXPO Berlin - Open Innovation Challenges for Gen Z Excellence
Die Student EXPO Berlin wird am 28. Januar 2026 erstmals als Pilotveranstaltung an der HWR Berlin stattfinden und Nachhaltigkeitsinitiativen kreativ sichtbar und erlebbar machen. Das Projekt ist Teil von zwei Bachelor-Kursen an der HWR Berlin und wird vom Dozenten Felix Wieduwilt gemeinsam mit der NOVISIO GmbH umgesetzt.
Felix Wieduwilt betreut bei der NOVISIO GmbH Open Innovation Challenges im Bereich der Nachhaltigkeit. Zu den Kunden zählen u.a. die Paul Hartmann AG, HWK Berlin, ZDH oder auch Renewables Academy (RENAC) AG.
An der HWR Berlin gibt er sein Wissen als Dozent im Bereich Open Innovation und Nachhaltigkeit weiter.
Aus über 14 Info-Ständen aus allen 12 Berliner Bezirken (entwickelt von 67 Studierenden) werden am 28. Januar 2026 drei Gewinnerteams ausgezeichnet. Diese Gewinner-Info-Stände sollen anschließend als mobiler Showcase in der Fasanenstraße präsentiert werden – innerhalb des 100-m-Zukunft-Raums.
Damit wird der Startpunkt gesetzt für die Weiterentwicklung der Student EXPO zu einer jährlichen Open Innovation Challenge für die Gen Z, die sozialen Zusammenhalt, urbane Resilienz und Beteiligung im öffentlichen Raum stärkt.
Offizielle Anmeldung: https://luma.com/j846v3py
Problemstellung
Städtischer Zusammenhalt erfordert Beteiligung – besonders von jungen Menschen der Gen Z.
Warum ist das wichtig für eine funktionierende Gesellschaft und Unternehmen?
Die aktuelle Forschung zeigt, dass die psychische Belastung junger Menschen der Generation Z deutlich höhere Werte erreicht als bei früheren Generationen, insbesondere im Vergleich zu den Babyboomern. Prävalenzen von Angststörungen und depressiven Symptomen liegen bei Gen Z teils doppelt so hoch wie bei älteren Kohorten. Faktoren wie sozialer und ökonomischer Druck, digitale Dauerpräsenz sowie ein erhöhtes Belastungserleben tragen zu dieser Entwicklung bei. Die daraus resultierenden Einschränkungen in Leistungsfähigkeit, Teilhabe und gesundheitlicher Stabilität unterstreichen den dringenden Bedarf an zielgerichteten Präventions- und Unterstützungsangeboten, um dieser wachsenden Problemstellung wirksam begegnen zu können.
Gen Z entwickelt vielfältige Lösungen für Nachhaltigkeit, Nachbarschaft, Kreislaufwirtschaft oder Gesundheit, doch diese Lösungen bleiben oft unsichtbar und finden kaum ihren Weg in den öffentlichen Raum.
Es fehlt an Formaten, die:
junge Menschen aktiv beteiligen,
Ideen niedrigschwellig sichtbar machen,
Begegnungen im Quartier fördern,
urbane Resilienz stärken.
Ziel solcher Formate muss es sein, Wertschätzung und Selbstwirksamkeit zu fördern. Siehe dazu die Studienübersicht am Ende von "Wirkung der Lösung".
Lösungsansatz: Open Innovation Challenge für Gen Z Exzellenz + Gewinner-Showcase
1) Open Innovation Challenge (Pilot: Student EXPO Berlin)
Aus dem Pilotformat Student EXPO Berlin soll ein wiederkehrendes Format für Berlin werden. Die Student EXPO Berlin wird ab dem WiSe 26/27 als Open Innovation Challenge für die Gen Z, angeboten die jungen Menschen Sinn, Orientierung und echte Umsetzungserfahrung bietet. In einer Zeit multipler Krisen schafft das Format einen geschützten Raum, in dem Studierende, Meisterschüler:innen und Schüler:innen ab 16 Jahren mit Struktur und Freiheit, Spiel und Ernst sowie Sinn und Ergebnis innovative Lösungen für die Stadt entwickeln. Unternehmen erhalten Zugang zu authentischen Ideen einer Generation, die völlig neue Denkweisen, Werte und Kreativität in die Zukunft bringt.
Die Student EXPO Berlin selbst findet als Pilot erst am 28. Januar 2026 an der HWR Berlin statt und stellt 14 Info-Stände aus, die von über 67 Studierenden entwickelt worden sind, um Nachhaltigkeits-Initiativen aus allen 12 Bezirken zu zeigen. Mehr Infos finden Sie hier: student-expo.org
Zukünftig soll die Student EXPO Berlin jedes Jahr Ergebnisse der Challenge in Form einer EXPO ausstellen und prämieren. Die besten Ideen sollen dann in echte Produkte und Services gemeinsam mit Berliner Unternehmen weiterentwickelt werden.
2) Gewinner-Info-Stand als Beitrag für die Fasanenstraße
Statt die gesamte Expo im Straßenraum zu zeigen, wird ein klar definierter, umsetzbarer Beitrag ausgestellt:
Drei Gewinner-Info-Stände der Student EXPO 2026 werden nach der Siegerehrung mobil aufbereitet und als Highlight im 100-m-Zukunft-Raum (Fasanenstraße) ausgestellt. Die 1.500€ würden komplett den Gewinner-Teams bereitgestellt.
Der Gewinner-Stand:
zeigt eine konkrete studentische Lösung für soziale oder ökologische Stadtentwicklung
repräsentiert die zukünftige Open Innovation Challenge fü die Gen Z
ermöglicht Begegnung & Dialog
fungiert als „Sprechort“ für Gen-Z-Perspektiven zur Zukunft der Stadt
3) Beitrag zur Resilienz & Gesundheit
Der Showcase stärkt urbane Gesundheit durch:
Dialogräume für Nachbarschaften und Nachhaltigkeitsinitiativen
Interaktion mit jungen Stadtgestalter*innen
konkrete Inspiration für nachhaltige Lebensweisen
Identifikationsangebote für Menschen, die sich einbringen wollen
Umsetzung in der Fasanenstraße im folgenden Format:
1 mobiler Gewinner-Info-Stand
wetterfest, niedrigschwellig, interaktiv
Aufstellfläche: ca. 10 qm
Möglichkeit zur Ergänzung durch QR-Codes, Mini-Workshops, Gespräche
Programmübertrag und Zusammenfassung aus dem EXPO-Pilot als Rückblick (relevant für Kontext)
Die Student EXPO 2026 hat ein erprobtes Format:
16:30 Einlass & Begehung
17:30 Präsentation & Siegerehrung
18:30 Musik & Networking
19:00 Ende
Partner & Glaubwürdigkeit
Die Student EXPO wird bereits u. a. gefördert von:
HWR Berlin und Vizepräsidentin Prof. Silke Bustamante
Global Goals Berlin e. V.
EXPO 2035 Berlin GmbH
Zukunft findet Stadt e.V.
NOVISIO GmbH und Novamondo GmbH
Unsere Lösung stärkt die Berliner Stadtgesellschaft, indem sie junge Menschen der Generation Z aktiv in die Gestaltung des urbanen Raums einbindet und ihnen neue Räume für Begegnung, Innovation und Selbstwirksamkeit eröffnet. Die erhöhte psychische und soziale Belastung dieser Generation – deutlich häufiger auftretende Angst- und Depressionssymptome gegenüber älteren Kohorten – zeigt den Bedarf an Formaten, die Teilhabe, Anerkennung und Gemeinschaft fördern. Die jährliche Open Innovation Challenge bietet genau diesen Rahmen: junge Menschen werden sichtbar, handlungsfähig und zu positiven Impulsgeber*innen für ihre Nachbarschaft.
Die Wirkung entfaltet sich auf mehreren Ebenen. Erstens wird sozialer Zusammenhalt gestärkt: Junge Menschen übernehmen eine aktive Rolle als Gestalter*innen der Stadt, Hochschulen, Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit werden über neue Kooperationsformate miteinander verbunden, und Nachbarschaften erhalten konkrete Anlässe für Begegnung. Durch diese offene, niedrigschwellige Struktur entsteht ein sozialer Raum, der Isolation reduziert und Austausch fördert. Die Projekte wirken als Brücken zwischen Generationen und Milieus und tragen so zur Lebendigkeit und Vielfalt der Quartiere bei.
Zweitens trägt die Initiative zur urbanen Resilienz bei. Die Challenge macht den öffentlichen Raum zeitweise zu einem Innovationslabor, in dem Prototypen, Services und Konzepte direkt erlebbar sind. Die Präsentation innovativer Lösungen mit Vorbildcharakter, die Schaffung gemeinsamer Lern- und Handlungsräume sowie die Möglichkeit, städtische Herausforderungen unmittelbar vor Ort zu adressieren, stärken die Fähigkeit der Stadt, flexibel auf soziale, ökologische und wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren. Viele der entwickelten Ideen setzen an Themen wie Klimaschutz, Ressourcenreduktion, Kreislaufwirtschaft oder Begrünung an und fördern so ein ökologisch bewussteres Stadtverhalten.
Drittens erzeugt die Lösung klare ökonomische Vorteile. Unternehmen profitieren vom Zugang zu jungen Talenten, frischen Perspektiven und lösungsorientierten Ansätzen für konkrete Herausforderungen. Die Zusammenarbeit ermöglicht Wissens- und Technologietransfer, fördert Innovation im lokalen Kontext und stärkt das unternehmerische Ökosystem. Gleichzeitig entstehen berufliche Anschlussmöglichkeiten für junge Menschen, was langfristig die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Berlin erhöht.
Die Lösung selbst gestaltet den Raum, indem sie öffentliche Orte aktiviert und für die Stadtgesellschaft öffnet. Die Interaktion erfolgt über Workshops, Ausstellungen, begehbare Prototypen oder digitale Interfaces. Bewohner*innen können Feedback geben, eigene Ideen einbringen und unmittelbar erfahren, wie ihre Lebensumgebung verbessert werden kann. Dadurch entsteht ein gemeinschaftlicher Entwicklungsprozess, der Transparenz, Vertrauen und Kooperation stärkt. Die Nutzung des öffentlichen Raums als Experimentierfläche steigert zudem die Aufenthaltsqualität und belebt das Quartier nachhaltig.
Langfristig entsteht durch die jährliche Wiederholung der Open Innovation Challenge ein stabiles Innovationsformat der Gen Z (und bald auch Gen Alpha), das kontinuierlich neue Impulse in den Stadtraum bringt und junge Stimmen dauerhaft in Stadtentwicklungsprozesse integriert. Die regelmäßige Sichtbarkeit neuer Ideen fördert eine Kultur der Offenheit, des Dialogs und der zukunftsorientierten Gestaltung. So leistet die Initiative einen messbaren Beitrag zur sozialen, ökologischen und ökonomischen Weiterentwicklung Berlins und stärkt die Stadt als vielfältigen, resilienten und lebendigen Lebensort.
Sozialer Zusammenhalt
Junge Menschen werden sichtbar als Gestalter*innen der Stadt
Brücke zwischen Hochschule, Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit
Nachbarschaften erhalten positive Anlässe für Begegnung
Urbane Resilienz
Präsentation einer Lösung mit Vorbildcharakter
Förderung gemeinsamer Lern- und Handlungsräume
Aktivierung des öffentlichen Raumes als Innovationslabor
Langfristige Wirkung
Aufbau einer jährlichen Open Innovation Challenge der Gen Z
nachhaltige Integration junger Stimmen in Stadtentwicklungsprozesse
kontinuierliche Präsenz neuer Ideen im Berliner Stadtraum
Eine Metaanalyse von Schwarzer & Jerusalem (2000) zeigt zudem, dass soziale Unterstützung und Anerkennung zu 30–50 % höheren Resilienz-Werten beitragen. Eine aktuelle Untersuchung von Choi et al. (2023) mit über 4.000 Jugendlichen belegt, dass Jugendliche mit hoher sozialer Selbstwirksamkeit 42 % weniger psychische Belastungssymptome aufweisen. Ebenso zeigt Zhang et al. (2024) in einer Studie mit älteren Erwachsenen, dass Wertschätzung und soziale Unterstützung das psychische Wohlbefinden um durchschnittlich 35 % steigern. Gemeinsam verdeutlichen diese Ergebnisse: Wahrgenommene Anerkennung und eigene Wirksamkeit gehören zu den wirksamsten Hebeln für mentale Stabilität und Gesundheit.
Bisher wird der Pilot gänzlich von der NOVISIO GmbH finanziert. Die erste berlinweite Open Innovation Challenge als Student EXPO 2026 soll im Wintersemester 26/27 stattfinden.
Bis dahin werden wir zwei Finanzierung-Möglichkeiten in Betracht ziehen:
Förderung durch z.B. den DBU oder andere Förderprogramme
Verkauf von Tickets und Sponsorings an (Berliner) Unternehmen, sodass diese daran teilnehmen können und a) von Gen-Z-Talenten lernen können und b) Innovationen lizenzieren und weiterentwickeln können.
Die Durchführung einer Challenge mit Preisgeldern kostet zwischen 50.000€ und 70.000€ und hängt davon ab, was Organisationen neben Geldern noch für Mittel bereitstellen können.
Wir wählen bewusst einen Standort nah an der Straße, damit der Gewinner-Info-Stand der Student EXPO von möglichst vielen Passantinnen wahrgenommen wird. Die Nähe zur Gehweg- und Laufroute erhöht die Sichtbarkeit, erleichtert spontane Gespräche und ermöglicht niedrigschwellige Zugänge – besonders wichtig für junge Menschen und Anwohnerinnen, die sonst nicht aktiv nach Innovationsformaten suchen.
Der Standort bietet zudem die Chance, dass sich unterschiedliche Zielgruppen – Studierende, Beschäftigte, Nachbarschaft, Touristen – mischen und ins Gespräch kommen. Dadurch entsteht ein lebendiger sozialer Resonanzraum, der die Ziele der Challenge „urbane Gesundheit, sozialer Zusammenhalt und Resilienz“ optimal unterstützt.
Gleichzeitig bleiben wir flexibel innerhalb der Flächenkulisse: Das mobile Format erlaubt mehrere mögliche Platzierungen, solange Sichtbarkeit, Zugänglichkeit und Begegnung im öffentlichen Raum gewährleistet sind.


