Vertical Urban Farming als Lösung für Nahrungsmittelknappheit.
Katari Farms ist ein sozialorientiertes Urban-Farming-Unternehmen, das sich auf extrem zugängliche, leicht nachbaubare und kostengünstige Hydroponiksysteme spezialisiert hat. Unser Ziel ist es, urbane Ernährungssysteme so zu gestalten, dass sie für alle Berliner:innen sichtbar, erlebbar und mitgestaltbar werden – direkt im öffentlichen Raum. Damit passen wir ideal in das Konzept des Reallabors Fasanenstraße, das innovative Lösungen unter realen Bedingungen testet und die Straße selbst zum Experimentierraum macht.
Unser Ansatz unterscheidet sich bewusst von klassischen urbanen Farmen, die oft auf teure Sensorik, energieintensive Technik oder geschlossene Produktionshallen setzen. Katari Farms entwickelt Low-Tech-Hydroponik, die ohne Pumpen, ohne komplizierte Infrastruktur und ohne spezialisiertes Wissen funktioniert – gleichzeitig aber skalierbar, reparierbar und hochproduktiv ist. Dieser Ansatz eignet sich besonders gut für öffentliche Flächen wie die Fasanenstraße: robust, sicher, wetterfest, schnell aufbaubar und einladend für Passant:innen.
Katari Farms wurde von Jay Barros gegründet, der langjährige Erfahrung in Urban Farming, community-basierter Nahrungsmittelproduktion und nachhaltiger Technologieentwicklung mitbringt. Er arbeitet seit Jahren mit Nachbarschaftsinitiativen, Schulen, sozialen Projekten und internationalen Partner:innen daran, Hydroponik als ein Werkzeug der Teilhabe zu etablieren – nicht als teure Spezialtechnologie. Die von uns entwickelten Systeme werden weltweit in ressourcenschwachen Regionen erfolgreich eingesetzt und sind daher besonders geeignet für Orte, an denen Resilienz, Einfachheit und Mitmachbarkeit entscheidend sind.
Was uns für die Fasanenstraße besonders qualifiziert:
Niedrigschwellige Installation im Straßenraum: Unsere modularen DWC-Beete, NFT-Türme und Kratky-Module können sicher und ohne bauliche Eingriffe auf Gehwegen, Innenhöfen oder Vorplätzen installiert werden.
Attraktiv für Passant:innen: Die Systeme sind visuell offen, einladend und eignen sich hervorragend als “Urban Showcase”, bei dem Menschen vorbeigehen, Pflanzen wachsen sehen und mit Mitarbeitenden oder Volunteers ins Gespräch kommen.
Bildung & Community Building: Durch offene Workshops oder kurze Mitmach-Aktionen auf der Straße wird die Fasanenstraße zu einem Lernraum für nachhaltige Ernährung.
Digitale Ergänzungen: Optional bieten wir eine begleitende App, QR-Codes auf Modulen und offene Daten zu Wasserverbrauch, Ertrag oder Pflanzinformationen an – passend zur digitalen Ausrichtung der Challenge.
Schnelle Skalierbarkeit: Die in der Fasanenstraße getesteten Module können direkt in anderen Berliner Kiezen, Schulhöfen oder Hinterhöfen repliziert werden, was genau dem Anspruch der Challenge entspricht.
Katari Farms steht damit für eine Form von Urban Farming, die nicht hinter Fassaden versteckt läuft, sondern auf die Straße geht, Menschen miteinander verbindet und urbane Resilienz praktisch erfahrbar macht. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der IHK, dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und lokalen Akteur:innen einen sichtbaren, sozialen und nachhaltigen Beitrag zur Zukunft der Stadt zu leisten.
Katari Farms – Low-Tech Hydroponische Straßenmodule
Katari Farms entwickelt modulare, Low-Tech-Hydroponik-Einheiten, die frische, nachhaltige Lebensmittel direkt in öffentliche urbane Räume bringen. Unser Leitprinzip ist einfach: Urbane Landwirtschaft sollte zugänglich, sichtbar und gemeinschaftsorientiert sein, im Gegensatz zu High-Tech-Indoor-Farmen mit teurer Ausrüstung und hohen Betriebskosten. Seit 2020 konzentrieren wir uns auf die Entwicklung von Systemen, die erschwinglich, reparierbar und partizipativ sind, wobei wir recycelte Materialien und passive oder energiearme Hydroponik-Methoden (DWC, NFT und Kratky) verwenden. Diese Module können von Anwohnern, Schulen und Nachbarschaftsgruppen betrieben werden, wodurch urbane Landwirtschaft inklusiv und praxisnah gestaltet wird.
Unsere Lösung ist bereit für den Einsatz im Reallabor Fasanenstraße. Wir schlagen eine Mischung aus Straßenbeeten, vertikalen Türmen und passiven Boxen vor, die in ungenutzten Bereichen wie Gehwegen, öffentlichen Plätzen oder in der Nähe von Cafés installiert werden können. Die Module sind modular, sicher und optisch ansprechend und laden Fußgänger ein, zu interagieren, zu lernen und sich an der Anpflanzung oder Ernte zu beteiligen. Workshops, Führungen und QR-basierte Bildungsinhalte binden die Gemeinde weiter ein und verwandeln die Straße in eine lebendige Demonstration urbaner Lebensmittelproduktion.
Das Besondere an Katari Farms liegt in der Kombination aus Low-Tech-Einfachheit, gemeinschaftlicher Eigenverantwortung und skalierbarem Design. Im Gegensatz zu anderen urbanen Farmen, die auf Sensoren, Pumpen oder komplexe digitale Systeme angewiesen sind, sind unsere Module einfach zu warten, kostengünstig und vollständig replizierbar. Sie bieten sichtbare, greifbare Vorteile für die Nachbarschaft und fördern gleichzeitig Ernährungskompetenz, soziale Interaktion und Umweltbewusstsein.
Die Implementierung von Katari Farms in der Fasanenstraße stärkt das lokale Ökosystem der Lebensmittelversorgung und revitalisiert den öffentlichen Raum. Ökologisch gesehen sparen unsere Hydroponik-Systeme Wasser, reduzieren Transportemissionen und vermeiden Pestizide. Sozial gesehen schaffen sie Möglichkeiten für die Bewohner, sich mit gesunder Lebensmittelproduktion auseinanderzusetzen und gemeinschaftliche Beziehungen aufzubauen. Wirtschaftlich gesehen erhalten lokale Unternehmen und Cafés Zugang zu frischen Produkten, während die Nachbarschaft von attraktiven, multifunktionalen Straßeninstallationen profitiert. Indem Katari Farms ungenutzte Flächen in produktive, ansprechende Mikrofarmen verwandelt, demonstriert sie ein skalierbares, kostengünstiges Modell für partizipative urbane Landwirtschaft, das perfekt in das Berliner Straßenbild passt.
Wirkung der Lösung – Katari Farms
Katari Farms leistet einen Beitrag zur Stadtgesellschaft, indem untergenutzte Straßenflächen in produktive, interaktive und Bildungs-orientierte urbane Lebensmittelhubs verwandelt werden. Durch die Installation modularer, niedrigtechnischer Hydroponik-Module entlang der Fasanenstraße entstehen sichtbare, partizipative Mikro-Farmen, die Bewohner:innen, Passant:innen und lokale Institutionen dazu einladen, frisches Gemüse selbst anzubauen. Diese Installationen beleben den Straßenraum, schaffen Grünflächen, Lernmöglichkeiten und ein Gefühl von gemeinschaftlichem Eigentum und machen den Prozess der Nahrungsmittelproduktion für alle greifbar und erfahrbar.
Die Lösung stärkt das Quartier durch Förderung von Gemeinschaft und sozialer Interaktion.
Bewohner:innen können an Workshops teilnehmen, bei Pflanz- und Erntearbeiten mitwirken und über QR-Codes mehr über nachhaltige Anbaumethoden erfahren. Dies fördert Inklusion, lokale Vernetzung und Ernährungsbildung. Lokale Cafés, Restaurants und Geschäfte können frische, pestizidfreie Produkte direkt von den Straßenmodulen beziehen, wodurch Lieferketten verkürzt, Transportemissionen reduziert und lokale Unternehmen unterstützt werden.
Ökologisch zeigt Katari Farms ressourceneffiziente urbane Landwirtschaft. Unsere Hydroponiksysteme verbrauchen bis zu 90 % weniger Wasser als herkömmliche Bodenbewirtschaftung, kommen ohne chemische Pestizide aus und reduzieren CO₂-Emissionen durch Transport. Die Straßenmodule dienen gleichzeitig als grüne Infrastruktur, verbessern die urbane Biodiversität, mildern Hitzeinseln und steigern die visuelle sowie ökologische Qualität des öffentlichen Raums.
Ökonomisch schafft das Projekt kostengünstige Möglichkeiten für lokale Produktion, bietet potenzielle Arbeitsplätze, Praktika und Schulungen in urbaner Landwirtschaft für Bewohner:innen, Schulen und soziale Institutionen. Durch die Verbindung von kleinteiliger lokaler Produktion mit nahegelegenen Unternehmen unterstützt Katari Farms zudem Nachbarschaftsunternehmertum und nachhaltige urbane Lieferketten.
Durch die Integration modularer, sichtbarer und partizipativer Lebensmittelproduktion in die Fasanenstraße stärkt, diversifiziert und belebt Katari Farms die Straße und ihre Gemeinschaft. Das Projekt liefert ökologische Vorteile, fördert sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Chancen und dient als skalierbares, replizierbares Modell für partizipative urbane Landwirtschaft in Berlin und darüber hinaus. Es zeigt, wie niedrigtechnologische, inklusive Innovation Straßen in lebendige, produktive und sozial engagierte öffentliche Räume verwandeln kann.
Finanzierungs- und Realisierungsperspektiven – Katari Farms
Bisher wird das Projekt vollständig aus eigenen Mitteln und Spenden von Unterstützer:innen finanziert, die im Austausch für die erzeugten Lebensmittel Gemüse erhalten. Externe Fördermittel oder Investitionen wurden bislang nicht eingebunden.
Wir sind jedoch aktiv auf der Suche nach interessierten Partner:innen und Investor:innen, die bereit sind, das Projekt weiter auszubauen und zu skalieren. Die Teilnahme an der Challenge bietet uns die Möglichkeit, unsere Ideen sichtbar zu machen, erste Pilotinstallationen zu demonstrieren und potenzielle Partner:innen von der Machbarkeit und Wirkung unserer Lösung zu überzeugen.
Die modulare und ressourcenschonende Bauweise unserer Systeme erlaubt eine flexible Umsetzung auch mit begrenztem Budget und Infrastruktur. Erste Installationen in einem städtischen Kontext wie der Fasanenstraße könnten schnell realisiert werden, wobei Materialien, Aufbau und Wartung durch Workshop-Teilnehmende oder Freiwillige unterstützt werden können.
Katari Farms kann flexibel in verschiedenen Bereichen des Reallabors Fasanenstraße umgesetzt werden. Unsere modularen, ressourcenschonenden Systeme passen in unterschiedliche Flächen, sowohl auf öffentlichen Außenflächen als auch in Innenhöfen oder überdachten Bereichen.
Wir sehen jede der angebotenen Flächen als geeignete Möglichkeit, um unsere Lösung sichtbar zu machen, mit der Stadtgesellschaft zu interagieren und Workshops oder Demonstrationen durchzuführen. Die Flexibilität unserer Module erlaubt es, den Standort optimal an die jeweilige Umgebung anzupassen und gleichzeitig die soziale, ökologische und wirtschaftliche Wirkung unserer Lösung zu maximieren.


