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KOINNO Prämierung
Lösung

100 Meter Ernte – Das urbane Hydroponik-Reallabor

HydroTower GbR, Alexander Schirrmeister
Kurzvorstellung der Lösungsanbieter:innen (max. 500 Wörter)

Wir, die HydroTower GbR, sind ein junges Unternehmen, das aus einem angewandten Forschungsprojekt der TU Berlin hervorgegangen ist. Unsere Wurzeln in der Wissenschaft geben uns einen soliden technologischen und praxisorientierten Hintergrund, insbesondere im Bereich urbaner Landwirtschaft und vertikaler Hydroponik. Als Start-up setzen wir Forschungsergebnisse direkt in anwendbare Lösungen um, die sowohl ökologisch nachhaltig als auch für den urbanen Raum skalierbar sind.

Seit unserer Gründung haben wir erfolgreich verschiedene urbane Landwirtschaftsprojekte auf dem Campus der TU Berlin in der angrenzenden Nachbarschaft, auf dem Ku'damm und an anderen Orten in Berlin umgesetzt. Dabei konnten wir wertvolle Erfahrungen in der Installation, dem Betrieb und der Betreuung vertikaler Hydroponiksysteme im Outdoor- und Indoor-Bereich sammeln. Diese Projekte zeigen, dass unsere Lösungen nicht nur technisch zuverlässig, sondern auch in der Praxis umsetzbar sind.

Unsere Kernkompetenz liegt in der ressourcenschonenden Produktion von frischem Gemüse, Kräutern und Salaten auf minimaler Fläche. Hydroponische Systeme von HydroTower verbrauchen bis zu 90 % weniger Wasser, weniger Nährstoffe sowie Fläche als klassische Anbaumethoden und ermöglichen eine kontinuierliche Ernte. Gleichzeitig schaffen sie eine sichtbare und erlebbare Form der urbanen Nahrungsmittelproduktion, die Bürgerinnen, Mitarbeitende und Besucherinnen direkt in die Prozesse einbezieht.

Ein besonderes Merkmal unserer Arbeit ist die Verbindung von Wissenschaft, praktischer Umsetzung und gesellschaftlicher Wirkung. Wir verstehen urbane Hydroponik nicht nur als Lebensmittelproduktion, sondern auch als Bildungs- und Sensibilisierungsinstrument. Mitarbeitende, Anwohnerinnen und Besucherinnen können aktiv eingebunden werden, sei es durch Workshops, Ernteaktionen oder Führungen, wodurch lokale Ernährungssysteme erlebbar und nachvollziehbar werden.

HydroTower zeichnet sich außerdem durch lokale Verwurzelung und Vernetzung aus. Die Nähe zur TU Berlin und zur IHK auf der Fasanenstraße ermöglicht uns den direkten Transfer von Wissen in die Praxis. Unsere Erfahrung zeigt, dass wir innovative, skalierbare Lösungen im urbanen Umfeld erfolgreich testen und implementieren können – ein zentraler Aspekt für die Teilnahme an der „100 Meter Zukunft“-Challenge.

Mit unserer Kombination aus wissenschaftlicher Expertise, praktischer Erfahrung und gesellschaftlicher Wirkung möchten wir einen aktiven Beitrag zur urbanen Lebensmittelproduktion, nachhaltigen Stadtentwicklung und Sichtbarkeit von Innovation im öffentlichen Raum leisten.

Kurzbeschreibung der Lösung (max. 1500 Wörter)

Leitidee:


Mit unserem Projekt „100 Meter Ernte“ bringen wir urbane Lebensmittelproduktion direkt in den urbanen Raum und machen nachhaltige, ressourcenschonende Ernährung sichtbar und erlebbar. Unsere Lösung verbindet innovative vertikale Hydroponik-Technologie, lokale Versorgung mit frischen Lebensmitteln und gesellschaftliche Partizipation in einem realen urbanen Umfeld.

Unser Konzept startet mit einer vertikalen Outdoor-Hydroponik-Farm (im Patio-Bereich A1) und einer kleineren vertikalen Indoor- Hydroponik-Farm im Foyer. Später kann die Produktion schrittweise erweitert werden, indem weitere Module hinzugefügt werden.

Die HydroTower-Vertikalfarmen funktioniert nach einem einfachen, aber effizienten Prinzip: Die Pflanzen wachsen in senkrecht angeordneten Säulen, in denen ihre Wurzeln direkt mit einer Nährlösung in Kontakt stehen. Diese wird regelmäßig vom Reservoir nach oben gepumpt und läuft über die Wurzeln zurück, sodass die Pflanzen kontinuierlich mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. In jeder Säule finden mehrere Pflanzen Platz, wodurch auf minimaler Fläche eine maximale Ernte möglich ist. Die Indoor-Farm arbeitet mit hochwirksamen Pflanzenlampen, die auch bei geringem Tageslicht für kontinuierliches Wachstum sorgen.

"100 Meter Ernte" ergibt sich folgendermaßen: Eine HydroTower-Säule misst zwei Meter und hat drei bepflanzbare Seiten. Durch die Installation von 17 Säulen, konfiguiert in Indoor- und Outdoor-Farm, ergeben sich 100 Meter bepflanzte Fläche, untergebracht in zwei kompakten Farmen.

Konkrete Ziele:

  • Direkte lokale Produktion: Frische Kräuter, Salate und Gemüse werden auf minimaler Fläche vor Ort produziert.

  • Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit: Hydroponik verbraucht bis zu 90 % weniger Wasser, weniger Nährstoffe sowie Fläche und minimieren Transportwege sowie Verpackung.

  • Sichtbarkeit & Bildung: Passantinnen, Mitarbeitende und Besucherinnen erleben die Lebensmittelproduktion hautnah.

  • Integration in Nutzungskontext: Die geernteten Produkte werden in der IHK-Cafeteria oder für interne Veranstaltungen/Caterings genutzt.

  • Partizipation: Mitarbeitende können aktiv in Ernteaktionen, Workshops oder Führungen einbezogen werden.

  • Skalierbarkeit & Replizierbarkeit: Das Konzept kann vor Ort Stück für Stück skaliert und in anderen städtischen Kontexten übernommen und angepasst werden.

Neuartigkeit & Besonderheit:


Unsere Lösung unterscheidet sich von anderen urbanen Landwirtschaftsprojekten durch die kombinierte Wirkung aus Wissenschaft, Praxis, Partizipation und Sichtbarkeit im öffentlichen Raum. Anders als stationäre Indoor-Farmen demonstriert das Projekt Hydroponik direkt vor Ort und im städtischen Alltag, wodurch die Stadtbevölkerung unmittelbar eingebunden wird. Die Verbindung von Forschungsergebnissen der TU Berlin, praktischer Umsetzung auf dem Campus und im öffentlichen Raum macht das Projekt einzigartig.

Umsetzungsstand:


HydroTower hat bereits erfolgreiche Pilotprojekte auf dem TU-Campus und in der Nachbarschaft unterstützend begleitet. Die Systeme sind funktionsfähige, erprobte Outdoor-Hydroponik-Farmen, die kontinuierlich Ernte liefern. Somit befindet sich das Projekt in einer späten Entwicklungsphase – alle technischen Komponenten sind erprobt, und die Umsetzung im Reallabor kann direkt starten. Das technische Konzept kann im Laufe des Projekts mit smarter Technologie wie Sensor-Steuerung ergänzt werden.

Umsetzung im Reallabor:


Wir planen die Installation zweier Vertikalfarmen auf dem Gelände der IHK. Die Farmen sind modular aufgebaut, sodass sie flexibel auf den Flächen des Reallabors platziert werden können. Vor Ort können die Systeme:

  • von Passant*innen und Mitarbeitenden beobachtet und erlebt werden,

  • aktuell geerntete Lebensmittel für die Cafeteria oder interne Veranstaltungen liefern,

  • Workshops und Führungen für Mitarbeitende oder Schüler*innen/Studierende ermöglichen.

Durch die Integration in das Reallabor wird die Fasanenstraße sichtbar belebt, schafft eine grüne Landmarke, fördert lokale Ernährungskompetenz und stärkt die Verbindung zwischen Stadt, Wissenschaft und Bevölkerung.

Besondere Wirkung für den Standort:

  • Stärkung der Standortattraktivität: Die Farmen werden zu einem Blickfang für Mitarbeitende, Besucher*innen und Unternehmen in der Umgebung.

  • Vielfalt & Belebung: Das Projekt verwandelt urbane Flächen in erlebbaren, produktiven Raum.

  • Nachhaltigkeit & Bewusstsein: Demonstration urbaner, klimafreundlicher Lebensmittelproduktion, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft.

  • Partizipation & Bildung: Mitarbeitende und Besucher*innen werden aktiv einbezogen, wodurch Wissen über nachhaltige Ernährung direkt vermittelt wird.

Fazit:


„100 Meter Ernte“ macht urbane Hydroponik sichtbar, erlebbar und lokal nutzbar. Durch die Kombination von Forschung, Technologie und Partizipation schafft das Projekt ein skalierbares, nachhaltiges Modell für urbane Lebensmittelproduktion im städtischen Kontext und leistet einen messbaren Beitrag zur Stärkung, Vielfalt und Belebung des Standorts.

 

Wirkung der Lösung (max. 1500 Wörter)

Das Projekt „100 Meter Ernte“ schafft einen sichtbaren und erlebbaren Beitrag zur urbanen Lebensmittelproduktion und macht nachhaltige Ernährung unmittelbar erfahrbar. Durch die Installation von zwei Outdoor-Farmen im Patio-Bereich A1 und einer kleinen Indoor-Farm im Foyer der IHK wird der urbane Raum aktiv gestaltet: Die Vertikalfarmen fungieren als lebendige Landmarken, die Mitarbeitende, Besucherinnen und die Nachbarschaft zur Interaktion einladen.

Besucherinnen können die Pflanzen beobachten, sich über das System informieren, an Workshops teilnehmen oder bei der Ernte mitwirken. So wird ein neues Angebot für Bildung, Teilhabe und Erlebnis im städtischen Kontext geschaffen.

Ökologische Wirkung:

  • Ressourcenschonende Produktion: Hydroponik benötigt deutlich weniger Wasser, weniger Platz und weniger Nährstoffe, spart Verpackung und Transportwege und liefert gleichzeitig extrem frische Produkte.

  • Stärkung lokaler Ernährungssysteme: Die direkte Nutzung der Ernte in der Cafeteria und bei Veranstaltungen reduziert Lebensmittelverluste und CO₂-Emissionen durch Transport.

  • Förderung urbaner Biodiversität und nachhaltiger Kreisläufe durch die Integration grüner Flächen in halböffentliche urbane Bereiche.

  • als grüne essbare Fassade trägt die HydroTower-Farm zudem durch ihre Verdunstungskühle zur Klimaanpassung bei, indem sie das Mikroklima kühlt.

Soziale Wirkung:

  • Mitarbeitende und Besucher*innen können aktiv eingebunden werden: Teilnahme an Ernteaktionen, Workshops oder Führungen fördert Bewusstsein für Ernährung, Nachhaltigkeit und lokale Produktion.

  • Schaffung von Begegnungs- und Lernorten innerhalb des urbanen Raums: Die Farmen bieten Raum für Austausch, Vernetzung und Sensibilisierung der Stadtgesellschaft.

  • Erhöhung der Attraktivität des Standorts durch sichtbare Innovation und moderne Gestaltung, wodurch der urbanen Umgebung Vielfalt und Belebung verliehen wird.

Ökonomische Wirkung:

  • Versorgung der IHK-Cafeteria und Cateringangebote mit lokal produzierten Lebensmitteln zeigt direkten Nutzen für Unternehmen durch Frische, Qualität und Innovationscharakter.

  • Demonstration skalierbarer Systeme für weitere städtische Akteure, wodurch Wachstums- und Kooperationspotenziale für HydroTower und ähnliche Anbieter entstehen.

  • Positionierung des Standorts als innovatives, nachhaltiges und zukunftsorientiertes Quartier, das neue Akteure, Besucher*innen und Unternehmen anzieht.

Integration vor Ort:

  • Die Outdoor-Farmen im halböffentlichen Patio-Bereich sind gut sichtbar, aber geschützt, und laden Mitarbeitende und Besucher*innen ein, die Pflanzen zu beobachten und zu pflegen.

  • Die Indoor-Farm im Foyer ermöglicht ganzjähriges Wachstum und direkte Demonstration der Technologie.

  • Workshops, Mitmachaktionen und Führungen sorgen für aktive Interaktion und vermitteln Wissen über nachhaltige urbane Ernährung.

Fazit:


„100 Meter Ernte“ leistet einen sichtbaren, messbaren Beitrag zur urbanen Lebensmittelproduktion, schafft neue Angebote für Bildung und Teilhabe, belebt den urbanen Raum und bietet ökologische, soziale und ökonomische Mehrwerte für Unternehmen und die Stadtgesellschaft. Durch die Verbindung von Forschung, Technologie und Partizipation wird ein Modellprojekt geschaffen, das skalierbar, nachhaltig und innovativ ist und als Vorbild für andere städtische Quartiere dienen kann.

Finanzierungs- und Realisierungsperspektiven

Die Umsetzung des HydroTower-Konzepts ist innerhalb des vorgesehenen Budgets von 10.000 € realisierbar, da die modulare und flexible Bauweise der Farm(en) eine präzise Anpassung an unterschiedliche Finanzrahmen ermöglicht. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einzelne Komponenten oder Entwicklungsschritte im Rahmen derzeit laufender Förderprojekte der TU Berlin im Bereich Klimaanpassung mitzufinanzieren. Eine Kooperation mit dem Projekt ClimateHOOD, gefördert vom BBSR, wäre dabei grundsätzlich denkbar und würde zusätzliche Synergien schaffen.

Optional: Auswahl möglicher Flächen für die Umsetzung

Unser Projekt „100 Meter Ernte“ ist flexibel innerhalb der Flächenkulisse des Reallabors verortbar, wir schlagen jedoch folgende Ausgangspunkte vor:

  • Outdoor-Farm: Die HydroTower-Vertikalfarm wird im Patio-Bereich A1 der IHK installiert. Dieser halböffentliche, geschützte Bereich bietet optimale Bedingungen für die Pflanzen, da er Sonnenlicht erhält, zugleich aber wind- und wettersicher ist. Mitarbeitende, Besucherinnen und Nachbarinnen haben die Möglichkeit hier zu partizipieren.

  • Indoor-Farm: Eine kleine HydroTower-Farm wird im Foyer platziert. Durch die zentrale Lage ist sie maximal sichtbar und ermöglicht eine ganzjährige Produktion, unabhängig von Witterungseinflüssen. Sie dient gleichzeitig als Demonstrations- und Bildungsplattform für Mitarbeitende und Besucher*innen.

Chancen des Standorts:

  • Der halböffentliche Patio ermöglicht die Integration der Farm in den urbanen Raum, ohne den normalen Betriebsablauf zu stören. Er lädt zu Interaktion und Beobachtung ein und schafft eine sichtbare grüne Landmarke.

  • Das Foyer bietet maximale Aufmerksamkeit, sodass die Farm Innovation, Nachhaltigkeit und urbane Ernährung unmittelbar erlebbar macht.

  • Die Nähe zur TU Berlin und zur IHK auf der Fasanenstraße erlaubt den direkten Wissenstransfer, Austausch und Zusammenarbeit mit Studierenden, Mitarbeitenden und Nachbarschaftsinitiativen.

  • Durch die modulare Bauweise der HydroTower-Farmen kann das Projekt schrittweise skaliert werden, je nach Platz und Bedarf – vom Testbetrieb mit einer kleinen Farm bis hin zu mehreren Modulen im Reallabor.

Insgesamt bietet die gewählte Standortkombination hohe Sichtbarkeit, Interaktionsmöglichkeiten und optimale Wachstumsbedingungen, während sie gleichzeitig Flexibilität für Erweiterungen und weitere Experimente im urbanen Raum ermöglicht.

Challenge
Urbane Ernährungssysteme
Lösungsgeber
HydroTower GbR
Anhänge
PDF
100 meter ernte anhang logo u. standorte hydrotower
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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