Urban MicroFarm Berlin – Die 100-Meter-City-Farming-Unit
Die Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V. (BVNG) ist seit 2013 als Non-Profit-Organisation in Berlin aktiv und arbeitet von der lokalen bis zur internationalen Ebene an der praktischen Umsetzung nachhaltiger Entwicklung. Wir agieren als Netzwerk, Labor und Umsetzungspartner für innovative Lösungen, die ökologische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Nachhaltigkeit verbinden. Die BVNG verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Realisierung von Transformationsprojekten, in der Bildungsarbeit und in der Konzeption nachhaltiger Geschäftsmodelle.
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt seit vielen Jahren im Bereich urbaner Ernährungssysteme und lokaler Lebensmittelproduktion. Bereits 2013 haben wir auf dem Tempelhofer Feld essbare Landschaften geplant und umgesetzt und damit früh gezeigt, wie städtische Freiflächen für Biodiversität, Ernährungsbildung und gemeinschaftliche Nutzung aktiviert werden können. An unserem Standort in Berlin-Wedding betreiben wir ein Urban-Permaculture-Reallabor, in dem wir ressourcenschonende Anbaumethoden, Kreislaufwirtschaft, nachbarschaftliche Beteiligung und Bildungsformate praktisch erproben und weiterentwickeln.
Seit Jahren beschäftigen wir uns mit der Frage, wie in einer Großstadt wie Berlin ein integriertes System für lokal erzeugte Lebensmittel entstehen kann. Dazu analysieren wir Potenziale und Hemmnisse verschiedener urbaner Flächenarten, darunter Hinterhöfe, Gewerbebrachen, Dachflächen, Gemeinschaftsgärten und insbesondere Kleingärten. Diese spielen eine wichtige Rolle für Ernährungssouveränität und Biodiversität, sind jedoch durch regulatorische Hürden eingeschränkt: Sobald kleingärtnerische Erzeugnisse wirtschaftlich verwertet würden, droht der Verlust der Gemeinnützigkeit. Diese Problematik zeigt, wie wichtig modular skalierbare, genehmigungsfähige und konfliktfreie Systeme sind, die lokal produzieren können, ohne bestehende Strukturen zu gefährden. Die Urban MicroFarm Berlin nimmt hier eine zentrale Rolle ein.
Mit der von uns entwickelten City-Farming-Company-Konzeption verfügen wir über fundiertes technisches Wissen zu hydroponischen und vertikalen Anbausystemen, modularen und mobilen Farmstrukturen, CO₂-armen Lieferketten und dezentraler Ernährungstechnologie. Dazu gehören auch Marktanalysen sowie die Bewertung der Skalierungs- und Übertragbarkeitspotenziale solcher Systeme. Diese Fachkompetenz verbinden wir mit einer starken Bildungs- und Transformationsorientierung: Seit 2016 haben wir über 600 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei nachhaltiger Entwicklung, Qualifizierung und Digitalisierung begleitet. Viele dieser Erfahrungen – etwa zu nachhaltigen Wertschöpfungsketten oder Innovationsprozessen – fließen direkt in die Entwicklung lokaler Ernährungslösungen ein.
Aktuell arbeiten wir zudem intensiv an der Integration von KI-gestützten Lern- und Beratungssystemen in nachhaltigkeitsbezogene Bildungsprozesse, um Wissen noch niedrigschwelliger und zielgruppengerecht zugänglich zu machen. Dabei verbinden wir digitale Innovationen mit praxisnahen Anwendungen, die sowohl im Bildungsbereich als auch im Bereich lokaler Ernährungssysteme unmittelbar einsetzbar sind.
Für die Challenge arbeiten wir mit dem Pulszeit e.V. zusammen, einem Berliner Kunst- und Kulturverein mit Erfahrung in der Gestaltung öffentlicher Räume, in kreativen Vermittlungsformaten und in community-basierten Aktivierungsprozessen. Pulszeit ergänzt die technische und systemische Expertise der BVNG um gestalterische und partizipative Elemente. Gemeinsam stellen wir sicher, dass die Urban MicroFarm Berlin sowohl funktional als auch sozial und visuell anschlussfähig umgesetzt wird.
Unsere besonderen Stärken liegen in über einer Dekade Erfahrung in Urban Farming, Permakultur, essbaren Landschaften und lokalen Ernährungssystemen, in technischer Kompetenz mit skalierbaren hydroponischen Systemen, in interdisziplinärer Expertise in Bildung, Stadtentwicklung und sozialer Innovation, in einem breiten Netzwerk von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie in der Fähigkeit, Projekte im öffentlichen Raum sicher und wirkungsorientiert zu realisieren.
Mit der Urban MicroFarm Berlin bringen wir eine Lösung ein, die unmittelbar umsetzbar, flexibel skalierbar und für unterschiedliche Kontexte adaptierbar ist. Sie stärkt lokale Produktion, verbessert den Zugang zu gesunder Ernährung, nutzt urbane Flächen effizient und fördert soziale Teilhabe – und entspricht damit exakt den Zielen der „100 Meter Zukunft“-Challenge.
Die Urban MicroFarm Berlin ist eine modular aufgebaute, straßenraumtaugliche Mikro-Farm, die lokale Lebensmittelproduktion, urbane Permakultur und digitale Wissensvermittlung in einem skalierbaren System vereint. Sie wurde von der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V. auf Grundlage ihrer City-Farming-Company-Konzeption entwickelt und kombiniert ressourceneffiziente Hydroponikmodule mit essbaren Pflanzenbeeten und niedrigschwelligen Bildungsangeboten. Die Leitidee besteht darin, auf wenig Raum sichtbare, ganzjährig nutzbare und klimaresiliente Ernährungsräume zu schaffen, die Produktion, Bildung, Community und Stadtgestaltung verbinden.
Die Urban MicroFarm Berlin befindet sich in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstand: Technische Grundlagen, Flächenmodelle, Anbaukonzepte und Betriebslogik sind ausgearbeitet und können unmittelbar als Reallabor-Prototyp umgesetzt werden. Kernelemente sind mobile Hydroponik-Racks, modulare Hochbeete, klimaresiliente Pflanzenkombinationen, digitale Info-Module (z. B. Sensordaten, QR-Codes, kurze Lernbausteine) sowie eine klare Gestaltung, die sich harmonisch in die Fasanenstraße einfügt. Die Lösung ist bewusst kleinteilig konstruiert, um kosteneffizient, modular, genehmigungsfähig und flexibel im Aufbau zu sein. Sie unterscheidet sich von klassischen Containerfarmen durch ihren offenen Charakter, den Fokus auf den öffentlichen Raum und die Verbindung von Produktion, Bildung und sozialer Nutzung.
Ein Teil der hydroponischen Module basiert auf einer besonders effizienten Mikrofarming-Technologie, die ursprünglich für Anwendungen in der Raumfahrt entwickelt wurde. Ein junges Innovationsunternehmen aus dem wissenschaftlichen Umfeld der TU München hat hierfür kompakte Systeme konzipiert, die unter extrem ressourcenbegrenzten Bedingungen mit sehr geringem Wasser-, Energie- und Nährstoffbedarf zuverlässig funktionieren. Diese Geräte zeichnen sich durch einfache Handhabung, hohe Betriebssicherheit und minimale Wartungsanforderungen aus. Durch die Integration dieser Technologie wird sichtbar, wie Hochtechnologie aus der Raumfahrt für urbane Ernährungssysteme nutzbar gemacht werden kann und wie sich nachhaltige Pflanzenproduktion auf engstem Raum realisieren lässt.
Besonders neuartig ist die Hybridstruktur der MicroFarm: Sie integriert High-Tech (Hydroponik) und Low-Tech (Permakultur) in einem gemeinsam nutzbaren System, das sowohl ökologische Effizienz als auch soziale Zugänglichkeit gewährleistet. Die Farm zeigt unmittelbar, wie ressourcenschonende Lebensmittelproduktion mitten in der Stadt funktionieren kann – mit bis zu 95 % weniger Wasserverbrauch, ohne Pestizide, bei ganzjähriger Ernte und sehr kurzen Lieferwegen. Gleichzeitig bietet sie Raum für Workshops, Führungen, nachbarschaftliche Aktivitäten und niedrigschwellige Bildungsangebote. Damit ist sie nicht nur ein Prototyp für lokale Produktion, sondern ein Lernort für Ernährung, Ökologie und Kreislaufwirtschaft.
Im Reallabor der Fasanenstraße wird die Urban MicroFarm Berlin als lineares, 100 Meter langes Element umgesetzt: An definierten Punkten werden Hydroponik-Racks, Permakulturbeete, Infotafeln und Sitzmodule kombiniert. Die Installation erfolgt minimalinvasiv und ist vollständig rückbaubar. Sie schafft sowohl visuelle Attraktivität als auch Aufenthaltsqualität und zeigt die Potenziale urbaner Ernährungsräume am realen Standort. Die MicroFarm kann während der gesamten Projektlaufzeit betrieben werden und liefert unmittelbar verwertbare Daten: Ertragsmengen, Energie- und Wasserverbrauch, CO₂-Einsparungen und Resonanz in der Nachbarschaft.
Die Wirkung für den Standort ist vielfältig: Die MicroFarm erhöht die Sichtbarkeit innovativer Ernährungstechnologien, belebt den Straßenraum, schafft Begrünung und kleine Schatteninseln, vermittelt Wissen und lädt zur Teilnahme ein. Sie stärkt lokale Kreisläufe, fördert gesundheitsbewusste Ernährung und unterstützt Berlin dabei, resiliente und sozial integrierte Ernährungssysteme aufzubauen. Die Kombination aus Produktion, Begegnung und Bildung macht sie zu einem Modell, das auf andere Straßenräume und Kieze übertragbar ist.
Die Urban MicroFarm Berlin ist damit eine sofort implementierbare, skalierbare und gesellschaftlich breit anschlussfähige Lösung, die zeigt, wie Zukunftsstadtentwicklung, Ernährungssysteme und klimabewusste Technologien im öffentlichen Raum zusammen gedacht werden können.
Die Urban MicroFarm Berlin schafft auf 100 Metern einen öffentlich zugänglichen, klimaresilienten Ernährungsraum, der ökologische, soziale und ökonomische Wirkung miteinander verbindet. Sie zeigt unmittelbar, wie nachhaltige Lebensmittelproduktion, urbane Permakultur, technische Innovation und Bildungsarbeit im öffentlichen Raum zusammenspielen können. Die Lösung stärkt lokale Resilienz, erhöht die Aufenthaltsqualität und eröffnet neue Optionen für nachhaltige Stadtentwicklung.
Ökologische Wirkung
Die MicroFarm reduziert Ressourcenverbrauch erheblich. Die eingesetzten hydroponischen Module benötigen bis zu 95 Prozent weniger Wasser verglichen mit bodengebundener Landwirtschaft, arbeiten pestizidfrei und ermöglichen eine ganzjährige Produktion auf minimaler Fläche. Teil der Anlage ist eine besonders effiziente Mikrofarming-Technologie, die ursprünglich im Raumfahrtkontext entwickelt wurde und mit sehr geringem Energie- und Nährstoffbedarf auskommt. Die Permakulturmodule fördern Biodiversität, verbessern das Mikroklima, schaffen kleine Grüninseln und tragen zur Kühlung des Straßenraums bei. Durch lokale Produktion entfallen Transportwege fast vollständig, was CO₂-Emissionen mindert und die regionale Versorgung stärkt. Die Farm dient zudem als Demonstrator für klimaangepasste Ernährungssysteme.
Soziale Wirkung
Die MicroFarm ist ein niedrigschwelliger Lern- und Begegnungsort. Workshops, Führungen, Info-Module und Mitmachangebote vermitteln Wissen rund um Ernährung, Kreislaufwirtschaft und städtische Ökologie. Die offene Gestaltung schafft einen Ort der Interaktion für unterschiedlichste Zielgruppen – Kinder, Jugendliche, Familien, Seniorinnen und Senioren, Nachbarschaften und Passantinnen und Passanten. Durch Aufenthaltsmodule und sichtbare Pflanzenproduktion entstehen neue Orte für Austausch und gemeinsames Lernen. Die Farm stärkt Ernährungsbewusstsein, Gesundheitsbildung und soziale Teilhabe. Sie ist ein integratives Element im Quartier und fördert eine lebendige Stadtgesellschaft.
Ökonomische Wirkung
Die MicroFarm zeigt, wie kleinteilige, dezentrale Produktion wirtschaftlich genutzt werden kann. Gastronomie, lokale Lebensmittelakteure und Sozialbetriebe können auf frische, lokal erzeugte Pflanzen zugreifen. Die Farm erzeugt Betriebsdaten zu Wasser- und Energieeffizienz, Pflanzenwachstum und CO₂-Einsparungen, die für Unternehmen und Startups im Bereich Ernährungsinnovation wertvoll sind. Die Lösung kann als Demonstrationsfläche für urbane Agrartechnologien dienen und Impulse für neue Geschäftsmodelle oder Qualifizierungsangebote geben – insbesondere in Zukunftsbereichen wie hydroponischer Anbau, urbane Agrartechnik und nachhaltige Versorgungssysteme.
Raumwirkung und Integration
Im Reallabor der Fasanenstraße wird die MicroFarm als lineares Modul integriert und gestaltet das Straßenbild aktiv mit. Hydroponik-Racks, hochwertige Hochbeete, Infoelemente und Sitzbereiche rhythmisieren den Straßenraum und schaffen sichtbare Ankerpunkte. Die Installation ist minimalinvasiv, flexibel anpassbar und vollständig rückbaubar. Sie verbessert die Aufenthaltsqualität und macht nachhaltige Innovation im Alltag erfahrbar. Die MicroFarm wirkt als grüne Intervention, erhöht die visuelle Attraktivität des Quartiers und schafft neue Nutzungen dort, wo bisher vor allem Durchgangsverkehr dominierte.
Nutzen für städtische Infrastruktur
Die MicroFarm zeigt, wie urbane Räume multifunktional genutzt werden können – für Produktion, Bildung, Begegnung und ökologische Aufwertung. Die erhobenen Daten liefern Grundlagen für zukünftige Planungsprozesse, z. B. zur Klimaanpassung, zur Nutzung von Zwischenflächen oder zur Entwicklung dezentraler Versorgungssysteme. Durch ihre Modularität kann die MicroFarm auf weitere Straßenräume, Kieze, Gewerbehöfe oder temporäre Nutzungen übertragen werden.
Belebung und Vielfalt im Quartier
Die MicroFarm schafft neue Impulse für das Umfeld: Sie bietet Begrünung, Aufenthaltsqualität, Wissensangebote und niedrigschwellige Beteiligungsformate. Sie macht nachhaltige Technologien sichtbar, fördert Nachbarschaftskontakte und stärkt das Bewusstsein für lokale Produktion. Dadurch trägt sie zu einer lebendigen, vielfältigen und klimafreundlichen Stadtentwicklung bei.
Gesamtwirkung
Die Urban MicroFarm Berlin verknüpft innovative Anbautechnologie, Raumgestaltung und Bildung zu einem ganzheitlichen Beitrag für die Stadtgesellschaft. Sie stärkt ökologische Resilienz, soziale Teilhabe und lokale Ökonomie gleichermaßen und zeigt, wie Zukunftskonzepte der Ernährung unmittelbar im öffentlichen Raum erlebbar werden.
Die Urban MicroFarm Berlin ist so konzipiert, dass sie mit überschaubaren Mitteln realisierbar ist und bereits in frühen Projektphasen Wirkung entfaltet. Das modulare Konzept erlaubt es, die Umsetzung schrittweise aufzubauen und flexibel an unterschiedlichen Finanzierungsoptionen auszurichten. Erste Grundlagen – etwa technische Konzepte, Anbauschemata, Flächenmodelle und eine Ausarbeitung der modularen Elemente – liegen bereits vor und ermöglichen einen zeitnahen Start der prototypischen Umsetzung im Reallabor.
Für die Realisierung einzelner Hydroponik- und Permakulturmodule stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Ein Teil der benötigten Infrastruktur kann auf Basis bestehender Ressourcen und Kooperationen bereitgestellt werden, darunter Know-how, bereits erprobte Materialien im Permakulturkontext sowie technische Expertise im Bereich hydroponischer Systeme. Darüber hinaus bestehen potenzielle Partnerschaften mit innovativen Technologieanbietern, die besonders ressourceneffiziente Mikrofarming-Systeme entwickelt haben, ursprünglich für die Raumfahrt konzipiert und mittlerweile für urbane Umgebungen angepasst. Diese Systeme sind aufgrund ihrer modularen Bauweise und ihres geringen Ressourcenverbrauchs besonders geeignet für kleinräumige Reallabore wie die Fasanenstraße.
Das Projekt ist so gestaltet, dass es unabhängig vom Umfang externer Fördermittel in einer ersten Ausbaustufe realisiert werden kann. Gleichzeitig ist es skalierbar und kann bei zusätzlicher finanzieller Unterstützung weiter ausgebaut werden. Die modulare Struktur ermöglicht verschiedene Konfigurationsgrößen – von einer kleineren Pilotinstallation bis zu einer vollständigen 100-Meter-Umsetzung mit mehreren Funktionsbereichen. Dies erlaubt eine hohe planerische Flexibilität und reduziert Risiken in der Umsetzung.
Für die Umsetzung stehen mehrere mögliche Finanzierungspfade offen, darunter:
– projektbezogene Förderoptionen aus dem Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung, Urban Innovation oder Ernährungswende,
– potenzielle Co-Finanzierungen durch Partnerinstitutionen oder lokale Akteure,
– Beteiligungsmöglichkeiten durch Unternehmen der Ernährungs- oder Nachhaltigkeitsbranche,
– Sachleistungen und technische Beiträge aus bestehenden Kooperationen.
Die Urban MicroFarm bietet zudem gute Voraussetzungen, um in späteren Phasen zusätzliche Mittel für Ausbau, Verstetigung oder wissenschaftliche Begleitforschung einzuwerben. Der klare Demonstrationscharakter, die hohe Sichtbarkeit im öffentlichen Raum und die Relevanz für mehrere Transformationsfelder (Ernährung, Klima, Stadtentwicklung, Gesundheit, Bildung) machen das Vorhaben attraktiv für unterschiedliche Förderlogiken und Partnerschaften.
Der zeitliche Realisierungsrahmen ist gut einschätzbar: Eine erste prototypische Installation kann nach Abschluss der Konzeptphase innerhalb weniger Monate erfolgen, da sowohl Permakulturelemente als auch hydroponische Kompaktmodule kurzfristig verfügbar oder beschaffbar sind. Die Installation ist minimalinvasiv und erfordert nur geringe bauliche Vorbereitungen. Die vollständige Integration der MicroFarm entlang der vorgesehenen Teststrecke kann in Phasen erfolgen, sodass der Betrieb früh beginnen und im Verlauf des Reallabors ausgebaut werden kann.
Aus organisatorischer Perspektive verfügt die BVNG über langjährige Projekterfahrung und ist mit administrativen, technischen und operativen Anforderungen komplexer Nachhaltigkeitsprojekte vertraut. Dies erleichtert die Steuerung des Vorhabens ebenso wie die Einbindung von Partnerorganisationen und die Kommunikation mit Verwaltung und relevanten Akteuren. Durch die Kooperation mit Pulszeit e.V. und weiteren potenziellen Partnern stehen ergänzende Kompetenzen zur Verfügung, die den Aufbau, die Gestaltung und die Vermittlung im öffentlichen Raum unterstützen.
Zusammengefasst ist die Urban MicroFarm Berlin ein Projekt mit klaren Umsetzungspfaden, einer robusten modularen Struktur und hoher finanzieller Flexibilität. Das Vorhaben ist unabhängig von der Höhe externer Fördermittel realisierbar, lässt sich jedoch bei zusätzlicher Unterstützung erweitern und verstärken. Damit verfügt die Lösung über tragfähige Realisierungsbedingungen und ein hohes Potenzial für nachhaltige Wirkung im städtischen Raum.
Für die Umsetzung der Urban MicroFarm Berlin schlagen wir eine Platzierung auf den IHK-eigenen Flächen entlang der Fasanenstraße vor, wie sie in Bereich A der Flächenkulisse dargestellt sind. Dieser Abschnitt bietet optimale räumliche, infrastrukturelle und sicherheitstechnische Voraussetzungen für ein innovatives und öffentlich zugängliches Reallabor. Die Flächen liegen unmittelbar am Ludwig-Erhard-Haus, sind gut einsehbar, hochwertig gestaltet und zugleich ausreichend geschützt, um Vandalismusrisiken zu minimieren. Die Nähe zu den Eingängen der IHK schafft zusätzliche soziale Kontrolle und ermöglicht eine regelmäßige Nutzung und Betreuung des Prototyps.
Die Urban MicroFarm eignet sich besonders gut für eine lineare Platzierung entlang des Straßenraums zwischen dem Haupteingang der IHK und dem Übergang zu den bezirkseigenen Flächen. Dort kann sie in Form einer modularen Abfolge aus Hydroponik-Racks, Permakulturbeeten, Informationspunkten und Sitzmodulen integriert werden. Die Fläche bietet ausreichend Breite und Sichtbarkeit, ohne den Verkehr oder Fußwege zu blockieren. Gleichzeitig entsteht ein deutlich wahrnehmbarer Grün- und Innovationskorridor, der die Fasanenstraße visuell und funktional aufwertet.
Der Standort bietet mehrere Chancen:
Hohe Frequenz und Sichtbarkeit
IHK-Besucher:innen, Mitarbeitende, Studierende der TU und Passant:innen der Fasanenstraße werden täglich auf die MicroFarm aufmerksam.
Repräsentative Lage
Die Nähe zu einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Berlins verstärkt den Innovationscharakter des Projekts.
Sicherheit durch Präsenz
Die Lage vor dem Ludwig-Erhard-Haus bietet sozialen Schutz und erleichtert die kontinuierliche Betreuung.
Exzellente Vermittlungsbedingungen
Workshops, Führungen und Bildungsformate können direkt im Umfeld stattfinden.
Synergien mit Nachbarschaft und Wirtschaft
Gastronomiebetriebe und umliegende Unternehmen können in die Nutzung und Weiterentwicklung einbezogen werden.
Durch die Integration der MicroFarm im Bereich der IHK-Fläche wird ein hochwertiger Teil des Straßenraums aktiviert und sichtbar aufgewertet. Die Installation schafft nicht nur Grün- und Aufenthaltsqualität, sondern vermittelt Wissen, lädt zur Interaktion ein und fördert Nachbarschaftsbeziehungen. Die Wahl dieses Standorts bietet somit den idealen Rahmen, die Potenziale der MicroFarm erlebbar zu machen und als Prototyp für weitere urbane Flächen in Berlin zu dienen.


