Microgreens - der natürliche Nährstoffbooster von Berlin für Berlin
Die Berlin Farms GmbH aka Supergrün steht für eine neue Form der lokalen Lebensmittelproduktion mitten in der Großstadt. Wir bauen frische, nährstoffreiche Microgreens direkt in Berlin an – nachhaltig, transparent und unabhängig von globalen Lieferketten. Unsere Vision ist eine Stadt, in der gesunde Lebensmittel dort entstehen, wo sie auch gegessen werden: im Kiez.
Microgreens sind die jungen Keimpflanzen von Gemüse- und Kräuterarten. Sie sind klein, aber extrem nährstoffreich, intensiv im Geschmack und vielseitig in der Küche einsetzbar. Genau dieses Potenzial möchten wir aus der Nische der Spitzengastronomie in den Alltag der Menschen bringen – in Supermärkte, Kioske, Kantinen, Restaurants und direkt in die Nachbarschaften.
Wir produzieren unsere bio-zertifizierten Microgreens bereits in Berlin Lichterfelde in umgebauten Schiffscontainern. Diese ermöglichen eine ganzjährige, wetterunabhängige Produktion bei gleichzeitig minimalem Flächenverbrauch. Ergänzend passt sich unser Anbausystem auch an bestehende Innenräume wie Gewerbeflächen, Keller oder Produktionshallen an. So können wir vorhandene Infrastruktur nutzen statt neue Flächen schaffen zu müssen. Durch die vertikale Anbauweise werden auf wenigen Quadratmetern bis zu 100 Ernten pro Jahr realisiert.
Nachhaltigkeit ist für uns kein Marketingbegriff, sondern Grundlage unseres Handelns. Wir arbeiten mit geschlossenen Kreisläufen für Erde und Anzuchtschalen, benötigen bis zu 90 % weniger Wasser als die konventionelle Landwirtschaft und verzichten vollständig auf Pestizide. Die extrem kurzen Transportwege innerhalb Berlins reduzieren Emissionen erheblich.
Neben der ökologischen Verantwortung ist uns auch die soziale Dimension besonders wichtig. Supergrün versteht urbane Landwirtschaft als gesellschaftliche Aufgabe. Wir kooperieren mit Schulen, sozialen Einrichtungen, Kiezen und Bildungsträgern, um Microgreens als niedrigschwelligen Zugang zu nachhaltiger Ernährung, Bildung und Teilhabe erlebbar zu machen. Perspektivisch können Mini-Farmen in Einrichtungen, Praktika, Workshops und Quartiersprojekte Begegnungsräume schaffen und lokale Gemeinschaften stärken.
Unsere Produkte finden sich bereits in ausgewählten Bio-Supermärkten, REWE-Märkten, bei knuspr.de und in der Gastronomie. Dabei steht immer die Geschichte hinter dem Produkt im Fokus: lokal produziert, transparent angebaut, ehrlich nachhaltig.
Supergrün steht für eine resiliente, dezentrale und zukunftsfähige Lebensmittelversorgung. Wir glauben, dass Städte einen Teil ihrer Ernährung selbst erzeugen können – nicht als romantische Idee, sondern als wirtschaftlich tragfähiges, technisches und soziales System. Mit unserem skalierbaren Container- und Indoor-Farming-Modell möchten wir einen konkreten Beitrag zur Ernährungssicherheit, zur CO₂-Reduktion und zur Stärkung lokaler Wertschöpfung in Berlin leisten.
Unser Ziel ist es, Microgreens als festen Bestandteil der Alltagsküche zu etablieren – frisch, regional und für alle zugänglich. Supergrün ist dabei nicht nur ein Produzent, sondern ein Baustein für das Ernährungssystem der Stadt von morgen.
Unsere Lösung:
In einer Berliner Straße steht ein weißer Supergrün-Container als sichtbar platzierte Microgreen-Farm. Durch zwei Fenster können Passant:innen direkt in die beleuchteten Anbauregale blicken und den Wachstumsprozess live verfolgen. Vor dem Container befindet sich ein kleiner Infostand, an dem frisch geerntete Microgreens angeboten, verkostet und erklärt werden. Anwohner:innen, Nachbar:innen und Interessierte kommen hier spontan ins Gespräch und tauschen sich über Ernährung, Anbau und Nachhaltigkeit aus. So wird eine zuvor ungenutzte Fläche zu einem lebendigen Ort für lokale Lebensmittelproduktion, Begegnung und Bildung.
Innovationsgrad, Umsetzbarkeit und Übertragbarkeit der Lösung – Supergrün Microgreen-Container im Kiez
Die beschriebene Lösung stellt eine neue Form der urbanen Lebensmittelproduktion dar, die weit über den klassischen Anbau von Microgreens hinausgeht. Sie verbindet modulare, klimatisierte Indoor-Farmen in umgebauten Schiffscontainern mit flexiblen Anbausystemen in bestehenden Innenräumen zu einem skalierbaren, dezentralen Farmnetzwerk im urbanen Raum. Microgreens werden dort produziert, wo sie konsumiert werden – direkt im Kiez. Ergänzt wird das Produktionsmodell durch eine punktgenaue lokale Distribution sowie durch soziale Teilhabe über Mini-Farmen in Schulen, sozialen Einrichtungen und Nachbarschaften. Damit entsteht ein ganzheitliches System, das urbane Lebensmittelproduktion, soziale Integration und Nahversorgung miteinander verknüpft.
Angesichts zunehmender Ernteausfälle, Klimarisiken und instabiler globaler Lieferketten gewinnt diese Form der lokalen Lebensmittelproduktion stark an Relevanz. Das System ist perspektivisch nicht nur auf Microgreens beschränkt. Bereits heute werden auch Kräuter angebaut, künftig können auch Salate, Tomaten oder Beeren folgen. Noch sind diese Kulturen in der Indoor-Produktion teilweise kostenintensiver als in der konventionellen Landwirtschaft, jedoch wird sich dies durch technologische Effizienzsteigerungen und die wachsende Verknappung landwirtschaftlicher Ressourcen zunehmend angleichen.
Bestehende Indoor-Farming-Modelle sind häufig kapitalintensiv, flächengebunden, logistikaufwendig und sozial kaum eingebunden. Das hier entwickelte Plug-and-Play-Modell überwindet diese Grenzen. Die Containerfarmen lassen sich nahezu überall installieren, sind in kleinen, wirtschaftlich tragfähigen Schritten skalierbar, ermöglichen ultrakurze Lieferketten im Quartier, eine konstante, wetterunabhängige Produktqualität sowie einen hohen Bildungs- und Teilhabeanteil.
Technologisch basiert die Lösung auf präzise gesteuerten, energieeffizienten Containerfarmen mit kontrollierten Licht-, Klima- und Substratparametern. Die Produktion erfolgt datenbasiert über digitale Betriebsführung, Monitoring der Wachstumsparameter und standardisierte Prozesse. Durch die Nutzung identischer Farmtechnik in unterschiedlichen baulichen Hüllen (Container, Keller, Gewerberäume) entsteht eine hohe Replikationsfähigkeit. Die lokale Verteilung der Farmen über das Stadtgebiet ermöglicht eine CO₂-arme Distribution. Ergänzt wird das System durch konsequente Kreislaufprinzipien für Anbautrays, Erde und Wasser.
Die Kombination aus modularer Produktion, sozialer Einbindung und intelligenter lokaler Distribution macht die Lösung am Markt einzigartig. Sie verbindet technologische Effizienz mit gesellschaftlicher Wirkung und wirtschaftlicher Tragfähigkeit.
Das System basiert auf dezentralen, voneinander unabhängigen Anbaueinheiten und kann prinzipiell in jeder Berliner Straße umgesetzt werden. Durch die Standardisierung der Container und der Anbautechnik ist das Modell ohne strukturelle Anpassungen auf andere Standorte übertragbar. Es eignet sich für große Städte wie Hamburg, München, Köln oder Wien ebenso wie für Zentren kleinerer Städte, Universitätsstandorte oder Gewerbegebiete.
Eine räumliche Ausweitung kann über sogenannte Anker-Standorte erfolgen, an denen mehrere Container gebündelt werden. Diese können mit lokalem Verkauf, Workshop- und Mitmachangeboten für Anwohner sowie Bildungs- und Senioreneinrichtungen kombiniert werden. Von dort aus ist gleichzeitig die Belieferung umliegender Geschäfte und Supermärkte möglich.
Die Lösung erfüllt die zentralen Ziele der Ausschreibung in besonderem Maße: lokale Produktion, CO₂-Reduktion, soziale Teilhabe, Food Innovation, Nutzung urbaner Rest- und Bestandsflächen sowie Stärkung von Resilienz und Versorgungssicherheit. Sie ist technisch erprobt, kurzfristig umsetzbar und auf unterschiedliche städtische Räume übertragbar.
Nutzerfreundlichkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit und soziale Wirkung der Lösung
Die Microgreen-Container und Indoor-Farmmodule schaffen im Berliner Stadtraum neue produktive Mikro-Orte mit hoher Aufenthaltsqualität. Sie verbinden lokale Lebensmittelproduktion mit Bildungsangeboten, Workshops und sichtbaren, kurzen Wertschöpfungsketten. Zuvor ungenutzte oder wenig attraktive Flächen werden zu lebendigen, grünen Orten, an denen Produktion, Lernen und Begegnung zusammenkommen. Damit entsteht ein direkter Nutzen für den Stadtraum, der über die reine Lebensmittelversorgung hinausgeht. Berlin profitiert von einer effizienteren Nutzung kleiner urbaner Flächen, einer Entlastung der innerstädtischen Logistik, der Stärkung lokaler Wertschöpfung sowie einer erhöhten Lebensmittelsicherheit und Resilienz in Krisenzeiten. Gleichzeitig wird Innovation sichtbar in den öffentlichen Raum getragen.
Für Bürgerinnen und Bürger ergeben sich zahlreiche direkte Vorteile. Durch die dezentrale Struktur haben sie über kurze Wege Zugang zu hochwertigen, frischen und gesunden Lebensmitteln. Die transparente Produktion ermöglicht Einblicke in den Anbau („Wie wird mein Essen produziert?“) und stärkt das Vertrauen in Herkunft und Qualität. Bildungsprojekte, Workshops und Mitmachangebote fördern Teilhabe, Ernährungswissen und Eigenverantwortung. Quartiersbezogene Strukturen stärken zudem die Nachbarschaften und schaffen Identifikation mit dem eigenen Kiez.
Auch für beteiligte Unternehmen bietet das System einen klaren Mehrwert. Extrem kurze Lieferwege ermöglichen eine hohe Flexibilität, geringe Transportkosten und eine stabile, planbare Versorgung. Die Produkte zeichnen sich durch besondere Frische, hohe Qualität und gleichbleibende Standards aus. Zudem entsteht ein klar kommunizierbarer regionaler USP, etwa mit dem Versprechen „Ernte von heute – aus deinem Kiez“, der sowohl im Einzelhandel als auch in der Gastronomie eine starke Differenzierung ermöglicht.
Ökologisch trägt die Lösung in besonderem Maße zur Reduktion von Emissionen, Flächenverbrauch und Verkehrsbelastung bei. Durch den Anbau direkt in Berlin und in unmittelbarer Nähe zu den Abnehmern entfallen nationale und internationale Transportketten, LKW-Logistik und lange Kühlketten. Das senkt den CO₂-Ausstoß sowie den Stadtlärm signifikant. Microgreens sind aufgrund ihrer kurzen Wachstumszyklen eine der energieeffizientesten urbanen Kulturpflanzen. Im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft benötigen die Farmmodule 95–98 % weniger Fläche, ermöglichen jedoch bis zu 100 Ernten pro Jahr. Die dezentrale Verteilung der Farmen erlaubt ultrakurze Lieferwege, häufig per Lastenrad, was die Verkehrsbelastung weiter reduziert und die Luftqualität verbessert.
Das Anbausystem ist zudem besonders ressourcenschonend. Es arbeitet mit geschlossenen Wasser- und Erdkreisläufen und zählt zu den wassereffizientesten Produktionsformen im urbanen Raum. Es werden keinerlei Pestizide, Herbizide oder Fungizide eingesetzt. Das in sehr geringen Mengen anfallende Abwasser belastet weder Boden, Luft noch Gewässer und entspricht modernen Nachhaltigkeits- und Gesundheitsstandards. Die Beleuchtung erfolgt über energieeffiziente LED-Systeme, die perspektivisch auch über Photovoltaikanlagen gespeist werden können. Der Anbau von über 60 verschiedenen Microgreen-Sorten fördert zudem die lokale Biodiversität und schafft kleinräumige, diversifizierte Produktionsstrukturen innerhalb der Stadt.
Neben der ökologischen und wirtschaftlichen Wirkung entfaltet die Lösung eine starke soziale Dimension. Die Containerfarmen und Indoor-Module beleben Hinterhöfe, Parkplätze und Gewerbeflächen, bringen Handwerk, Lebensmittelproduktion und Innovation sichtbar in die Nachbarschaft und machen den Standort vom reinen Konsum- zum Erzeugungsort. Der lokal produzierte Mehrwert schafft Identifikation mit dem Stadtteil und trägt zur Aufwertung urbaner Räume bei.
Microgreens und urbane Landwirtschaft besitzen zudem eine natürliche Anziehungskraft. Menschen bleiben stehen, schauen in die Fenster, stellen Fragen und kommen ins Gespräch. Offene Erntetage, Workshops und Verkostungen schaffen niedrigschwellige Begegnungsräume. Kooperationen mit Kitas, Schulen, Jugendzentren, Seniorentreffs oder Behindertenwerkstätten ermöglichen regelmäßige soziale Kontakte zwischen Menschen verschiedener Generationen und Hintergründe. Die Farmen werden so zu offenen, einladenden Orten, an denen Alltag, Bildung und Produktion aufeinandertreffen.
Durch Mini-Farmen als gemeinschaftliche Lernorte, Container-Patenschaften im Kiez und barrierefreie Beteiligungsmöglichkeiten entstehen neue Formen urbaner Gemeinschaft. Microgreens sind leicht anzubauen, schnell sichtbar und für alle Altersgruppen geeignet. Die Microgreen-Farmen schaffen damit vielfältige, niedrigschwellige Orte der Begegnung, aktivieren den Stadtraum und fördern soziale Teilhabe. Sie verbinden Menschen über ein positives, gemeinsames Produkt: gesunde Lebensmittel aus dem eigenen Kiez – für alle zugänglich.
Ein Prototyp ist am Sitz der Berlin Farms GmbH in Berlin Lichterfelde zu besichtigen.
Für eine Realisierung der Reallabor-Idee stehen keine finanziellen Mittel zur Verfügung.
Die Kosten für einen voll ausgestatteten Container für das Projekt belaufen sich auf ca. 20.000€.
Hinzu kämen Verbrauchsmaterial, Kosten für die Strom- und Wasserversorgung und Personalkosten.
Der Container (20" oder 40") kann überall dort aufgestellt werden, wo es einen Wasser- und Stromanschluss gibt.
Aus Erfahrung wissen wir, dass das Setup unserer Firma Menschen magisch anzieht und zu tollen Gesprächen und Austauschen führt.
Microgreens und ihr Potenzial für unsere Gesundheit sind den Berliner:innen weithin unbekannt.
Als Startup sind uns Mittel für groß angelegte Werbemaßnahmen nicht gegeben. Die Sichtbarkeit inmitten der Stadt durch das Reallabor wäre ein großer Zugewinn für die Akzeptanz und das Wissen um dieses großartige Lebensmittel.
Zudem wird es dazu beitragen, Menschen die vielen Schritte, Kosten und Prozesse zur Herstellung von gesunden Nahrungsmitteln näherzubringen und den aggressiven Werbemaßnahmen von Discountern für billige Lebensmittel etwas entgegenzusetzen.


