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KOINNO Prämierung
Lösung

SpaceShift - Intelligente Flächentransformation für klimaresiliente Quartiere

FixMyCity GmbH
Kurzvorstellung der Lösungsanbieterinnen und Lösungsanbieter (max. 500 Wörter)

Die FixMyCity GmbH ist ein auf urbane Geodatenanwendungen spezialisiertes Startup aus Berlin. Unser Team vereint Expertise in den Bereichen Verkehrsplanung, Softwareentwicklung und Datenanalyse. Wir entwickeln Open-Source-Werkzeuge, um kommunale Planungsprozesse transparenter, partizipativer und datenbasierter zu gestalten. Ein zentrales Anliegen ist es, offene Daten für die nachhaltige Stadtentwicklung nutzbar zu machen.

Zu unseren Kernkompetenzen zählt die Entwicklung und Implementierung von webbasierten Geoinformationssystemen. Ein Beispiel hierfür ist unsere Plattformfamilie TILDA, die bereits in mehreren deutschen Städten zur Erfassung und Analyse von Radverkehrs- und Parkraumdaten eingesetzt wird. Im Rahmen verschiedener Projekte haben wir bereits umfassende Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kommunen und der OpenStreetMap-Community gesammelt. Diese Expertise bringen wir in die Weiterentwicklung unserer Werkzeuge ein, um Städte und Gemeinden bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen wie der Klima- und Mobilitätswende zu unterstützen.

Kurzbeschreibung der Lösung (max. 1500 Wörter)

Unsere Lösung ist eine öffentliche Plattform zur Transformation von Parkräumen und anderen versiegelten Flächen. Die Leitidee ist, eine datenbasierte und partizipative Entscheidungsgrundlage für die Entsiegelung und Umnutzung urbaner Flächen zu schaffen. Konkretes Ziel ist die Entwicklung eines Prototyps, der im Reallabor "100m Zukunft" in der Fasanenstraße erprobt wird. Die Plattform soll es ermöglichen, Entsiegelungspotenziale zu identifizieren, alternative Nutzungsszenarien zu visualisieren und deren ökologische und soziale Wirkungen zu bewerten.

Die Plattform trägt zur Bewältigung zentraler urbaner Herausforderungen bei: Sie reduziert den Verkehr durch effizientere Flächennutzung, schafft Raum für Ladeinfrastruktur und Mikro-Hubs zur Förderung nachhaltiger Mobilität und kann bei der Identifikation von Flächen für Photovoltaik-Installationen wie Solarpergolas unterstützen. Durch die Verknüpfung von Parkraumdaten mit Umwelt- und Verkehrsdaten ermöglicht sie integrierte, smarte Verkehrskonzepte und trägt so zur erforderlichen CO₂-Reduktion bei.

Die Lösung baut auf unserer bereits erprobten Plattform TILDA-Parkraum auf. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass wir für Berlin auf die umfassenden Parkraumdaten aus dem eVUM-Projekt (erweitertes Umweltsensitives Verkehrsmanagement) der Senatsverwaltung zurückgreifen können. Im Rahmen von eVUM wurden erstmals alle öffentlichen Parkplätze in Berlin erfasst – rund 1,2 Millionen Straßenparkplätze. Diese Daten sind bereits in unser System integriert und bilden eine präzise Grundlage für die Analyse von Transformationspotenzialen.

Das Alleinstellungsmerkmal liegt in der Kombination präziser Parkraumdaten mit einem neu zu entwickelnden Bewertungsindex für Entsiegelungspotenziale. Die Plattform ermöglicht eine differenzierte Betrachtung von Nutzungskonflikten und -potenzialen und bezieht dabei ökologische, soziale und ökonomische Kriterien ein. Für jede kartierte Parkfläche wird das Potenzial für alternative Nutzungen bewertet – etwa für Entsiegelung und Begrünung (Schwammstadt), für Baumpflanzungen, für Fahrradabstellanlagen, für Ladezonen oder für gastronomische Außenflächen.

Für das Reallabor stellen wir uns vor, die Fasanenstraße vollständig auf der Plattform abzubilden. Anwohner, Gewerbetreibende und Besucher können über die etablierte Berliner Beteiligungsplattform mein.berlin.de Vorschläge zur Umgestaltung einbringen. Der Bezirk sammelt und verdichtet diese Hinweise. Unsere Plattform visualisiert dann exemplarisch ein Umgestaltungsszenario und bewertet dessen Auswirkungen. Die Zusammenarbeit mit Liquid Democracy e.V., dem Betreiber von mein.berlin.de, ist bereits angelegt.

Besonderheit und Neuartigkeit:

Die Besonderheit liegt in der systematischen Bewertung von Transformationspotenzialen auf Basis einer umfassenden Datengrundlage. Der multikriterieller Bewertungsindex berücksichtigt Faktoren wie Hitzebelastung und Versickerungspotenzial (ökologisch), Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität (sozial) sowie Logistikeffizienz und Wirtschaftsverkehr (ökonomisch). Die Integration der eVUM-Daten ermöglicht es uns, für Berlin mit einer vollständigen und aktuellen Datengrundlage zu arbeiten.

Planungsstand:

Die technische Grundlage (TILDA-Parkraum) ist entwickelt und im Einsatz. Die eVUM-Daten sind integriert. Für die Challenge erweitern wir die Plattform um:

  • Transformationsindex: Bewertung von Flächen nach ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien

  • Schnittstelle zu mein.berlin.de: Integration von Bürgervorschlägen

  • Visualisierungstool: Darstellung eines exemplarischen Umgestaltungsszenarios

  • Wirkungsanalyse: Berechnung von CO₂-Einsparung, Versickerungsleistung, Aufenthaltsqualität

Beitrag zur Stärkung des Standorts:

Die Plattform macht die Transformation des öffentlichen Raums transparent und nachvollziehbar. Sie ermöglicht es, unterschiedliche Interessen sichtbar zu machen und in einen konstruktiven Dialog zu bringen. Der Standort wird lebendiger, klimaresilienter und attraktiver. Die Lösung ist bewusst skalierbar konzipiert und kann auf andere Berliner Bezirke und bundesweit übertragen werden.

Webseite: https://fixmycity.de/tilda-parkraum/

Wirkung der Lösung (max. 1500 Wörter)

Unsere Plattform leistet einen wesentlichen Beitrag für die Stadtgesellschaft, indem sie einen transparenten und partizipativen Prozess zur Umgestaltung des öffentlichen Raums ermöglicht. Sie schafft eine datenbasierte Grundlage für den Dialog über die zukünftige Nutzung von Parkflächen und versiegelten Arealen. Bürgerinnen und Bürger werden befähigt, sich aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes einzubringen und die Transformation hin zu einer nachhaltigeren und lebenswerteren Stadt mitzugestalten. Durch die Visualisierung von Entsiegelungspotenzialen und alternativen Nutzungsszenarien wird ein Bewusstsein für die Dringlichkeit der Klimaanpassung geschaffen und die Akzeptanz für Veränderungen im Stadtraum erhöht.

Raumgestaltung und neue Angebote:

Die Lösung gestaltet den Raum aktiv mit, indem sie Potenziale für neue Angebote aufzeigt. Anstelle von reinen Parkplätzen können so beispielsweise Grünflächen mit Baumpflanzungen, Spielplätze, Begegnungszonen, Fahrradabstellanlagen oder Flächen für Außengastronomie entstehen. Dies trägt zur Stärkung der Vielfalt und zur Belebung des Standorts bei. Die Plattform unterstützt das Konzept der "Schwammstadt", indem sie gezielt Flächen für die Entsiegelung und Regenwasserversickerung identifiziert und so einen Beitrag zum urbanen Hitzeschutz und zur Verbesserung des Mikroklimas leistet.

Durch die Nutzung der eVUM-Daten können wir für Berlin besonders präzise arbeiten. Die im eVUM-Projekt erfassten 1,2 Millionen Straßenparkplätze bilden die Grundlage für eine flächendeckende Analyse von Transformationspotenzialen. Dies ermöglicht es, nicht nur einzelne Straßenabschnitte, sondern ganze Quartiere systematisch zu untersuchen und Synergien zwischen verschiedenen Maßnahmen zu identifizieren.

Nutzen für Unternehmen und städtische Infrastruktur:

Für Unternehmen, insbesondere im Bereich der urbanen Logistik, bietet die Plattform einen erheblichen Mehrwert. Durch die detaillierte Analyse des Straßenrandes können Lieferzonen bedarfsgerecht geplant und die Effizienz der letzten Meile gesteigert werden. Die städtische Infrastruktur profitiert von einer stets aktuellen und präzisen Datengrundlage, die eine vorausschauende und ressourcenschonende Planung ermöglicht, beispielsweise bei der Standortwahl für Ladeinfrastruktur.

Die Plattform kann auch zur Bewertung der Wirkung von Parkraumbewirtschaftung genutzt werden – ein Aspekt, der im eVUM-Projekt bereits untersucht wurde. Durch die Kombination von Parkraumdaten mit Umwelt- und Verkehrsdaten lassen sich die Effekte verschiedener Maßnahmen quantifizieren und kommunizieren.

Integration und Interaktion:

Die Lösung wird als webbasierte Plattform umgesetzt, die über den Browser zugänglich ist. Nutzer können auf einer interaktiven Karte Flächen auswählen und das exemplarische Umgestaltungsszenario betrachten. Die Einbindung von Bürgervorschlägen erfolgt über mein.berlin.de, wodurch die etablierte Beteiligungsinfrastruktur Berlins genutzt wird. Für das Reallabor in der Fasanenstraße könnte zusätzlich eine physische Informationstafel vor Ort auf die Plattform hinweisen und zur Teilnahme einladen.

Wir streben eine enge Zusammenarbeit mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf an, um die Plattform optimal in bestehende Verwaltungsprozesse zu integrieren und die Erkenntnisse aus dem Reallabor direkt in die kommunale Planung einfließen zu lassen.

Spezifische Vorteile:

Ökologische Vorteile:

  • Entsiegelung von Flächen und Baumpflanzungen verbessern das lokale Mikroklima und fördern die Biodiversität

  • Bessere Regenwasserbewirtschaftung durch Versickerungsflächen (Schwammstadt-Konzept)

  • Reduzierung von Parksuchverkehren führt zu weniger Lärm und Luftschadstoffen – ein zentrales Ziel des eVUM-Projekts

  • Förderung klimafreundlicher Mobilität durch gezielte Umwidmung für Radverkehr und ÖPNV

  • Beitrag zur Senkung der Luftschadstoffbelastung, insbesondere von NO₂ und Feinstaub

  • Schaffung von Raum für Photovoltaik-Installationen wie Solarpergolas zur lokalen Energieproduktion

Soziale Vorteile:

  • Erhöhung der Aufenthaltsqualität durch mehr Grün- und Begegnungsflächen

  • Stärkung des sozialen Zusammenhalts im Quartier

  • Verbesserung der Verkehrssicherheit durch übersichtlichere Gestaltung

  • Partizipation und Teilhabe an Planungsprozessen für alle Bevölkerungsgruppen

  • Transparente Entscheidungsgrundlagen schaffen Vertrauen und Akzeptanz

Ökonomische Vorteile:

  • Attraktiverer öffentlicher Raum stärkt lokales Gewerbe und Einzelhandel

  • Effizientere Logistikprozesse durch optimierte Lieferzonen senken Betriebskosten für Unternehmen

  • Einsparungen bei der Stadtverwaltung durch effizientere, datenbasierte Planung

  • Optimierte Parkraumbewirtschaftung kann Einnahmen generieren

Finanzierungs- und Realisierungsperspektiven

Für die Entwicklung des Prototyps und dessen Erprobung im Reallabor "100m Zukunft" kalkulieren wir mit einem Kostenrahmen von ca. 60.000 Euro. Diese Mittel werden für die Anpassung der bestehenden TILDA-Plattform, die Entwicklung des Transformationsindex, die spezifische Aufbereitung der eVUM-Daten für das Testgebiet sowie für die Durchführung von Workshops benötigt.

Die technische Grundlage ist bereits vorhanden und die eVUM-Daten sind integriert, was das Realisierungsrisiko erheblich reduziert. Als Open-Source-Projekt werden alle Entwicklungen öffentlich zugänglich gemacht und können von anderen Kommunen nachgenutzt werden. Dies maximiert die Wirkung der eingesetzten Mittel über das Reallabor hinaus.

Wir sehen das Reallabor als Startpunkt für eine langfristige Zusammenarbeit und streben an, die Plattform nach erfolgreicher Erprobung dauerhaft für Berlin bereitzustellen. Für eine spätere Skalierung und den Betrieb über das Reallabor hinaus planen wir weitere Förderungen, beispielsweise im Rahmen von Klimaanpassungsprogrammen oder Smart-City-Initiativen. Die Erfahrungen aus dem Reallabor werden die Grundlage für entsprechende Anträge bilden.

Optional: Auswahl möglicher Flächen für die Umsetzung

Grundsätzlich eignet sich unsere Lösung für den gesamten Bereich des Reallabors in der Fasanenstraße zwischen Kant- und Hardenbergstraße.

Besonders interessant sind Abschnitte mit:

  • Hohem Parkdruck und gleichzeitig hohem Potenzial für alternative Nutzungen

  • Versiegelten Flächen vor Geschäften, Cafés oder öffentlichen Einrichtungen

  • Bereichen mit hoher Hitzebelastung oder geringer Aufenthaltsqualität

  • Konflikten zwischen verschiedenen Nutzungsansprüchen (Parken, Liefern, Gastronomie, Aufenthalt)

Eine genaue Verortung würden wir in Abstimmung mit den Organisatoren der Challenge und den anderen ausgewählten Projekten vornehmen.

Challenge
Nachhaltige Mobilität und lokale Energieproduktion
Lösungsgeber
FixMyCity GmbH
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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