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Lösung

Bio Hybrid, green Mobility for tomorrow

Bio Hybrid
Kurzvorstellung der Lösungsanbieterinnen und Lösungsanbieter (max. 500 Wörter)

Die Lightweight Technology GmbH ist ein Startup und wurde Anfang 2025 in das Handelsregister eingetragen. Das Team hat langjährige Erfahrung in der Kunststofftechnik, im Maschinenbau, im Boots- und Yachtbau und im Finanzwesen. Im Jahr 2008 wurden die ersten bionischen Strukturen in Zusammenarbeit mit der Universität in Clausthal-Zellerfeld ( Prof. Ziegmann ) im Rahmen eines Entwicklungsauftrags zur Gewichtseinsparung für ein Rotorblatt einer Offshore-Windenergieanlage gefertigt. Damit wurden die Grundlagen für die Entwicklung des Metall-Composite-Hybrid Materials geschaffen.

Der Leichtbau ist eine der zentralen Schlüsseltechnologien für die moderne Mobilität. Seine Vorteile gehen weit über das bloße Einsparen von Gewicht hinaus und lösen eine Kette positiver Effekte aus, die oft als "Leichtbauspirale" bezeichnet werden.

1. Energieeffizienz und Umwelt

Dies ist der offensichtlichste Vorteil. Weniger Masse zu bewegen erfordert weniger Energie.

2. Spezielle Vorteile für die E-Mobilität

Bei Elektrofahrzeugen (BEVs) ergeben sich folgende Vorteile:

  • Reichweitensteigerung: Weniger Gewicht bedeutet weniger Rollwiderstand und Beschleunigungsarbeit, was die Reichweite pro Akkuladung erhöht.

  • Kompensation des Batteriegewichts: Batterien sind schwer. Leichtbau in der Fahrzeugkonstruktion (z. B. durch unser Metall-Composite-Hybrid ) ist notwendig, um das Fahrzeuggewicht trotz schwerer Akkus auf einem fahrdynamisch sinnvollen Niveau zu halten.

  • Sekundäreffekte: Zwar gewinnen LEVs Energie beim Bremsen zurück ( Rekuperation ), aber ein leichteres Auto benötigt dennoch weniger Energie für die Beschleunigung und schont die Reifen.

Die Leichtbauspirale: Wenn man die Fahrzeugkonstruktion leichter macht, muss der Motor weniger Masse beschleunigen. Man kann also einen kleineren, leichteren Motor und kleinere Bremsen verbauen. Das Fahrzeug wird dadurch nochmals leichter.

3. Fahrdynamik und Sicherheit

Physikalisch gesehen verringert Leichtbau die Massenträgheit ( F = m x a ).

  • Niedrigerer Schwerpunkt: Durch den Einsatz leichter Materialien im Dachbereich sinkt der Schwerpunkt, was die Kurvenstabilität verbessert.

  • Agilität: Das Fahrzeug beschleunigt schneller und lässt sich präziser lenken.

  • Sicherheit: Der Bremsweg verkürzt sich, da weniger kinetische Energie abgebaut werden muss.

Zudem kann durch die innovativen Materialkombinationen die Crash-Sicherheit bei geringerem Materialeinsatz erhöht werden.

4. Wirtschaftlichkeit

  • Höhere Nutzlast: Es gibt oft gesetzliche Obergrenzen für das Gesamtgewicht. Jedes Kilo, das das Fahrzeug weniger wiegt, kann mehr zugeladen werden.

  • Verschleiß: Leichtere Fahrzeuge belasten Straßen, Schienen und Reifen weniger, was die Wartungskosten der Infrastruktur und des Fahrzeugs senkt.

  • Kosten: Unsere Metall-Composite-Hybrid Werkstoffe lassen sich trotz technischer Überlegenheit gegenüber den bekannten Werkstoffen sehr kostengünstig produzieren.

Kurzbeschreibung der Lösung (max. 1500 Wörter)

Der ursprüngliche Bio-Hybrid war ein visionäres Konzept und wurde bereits 2015 im Auftrag der Schaeffler Gruppe an der FH Joanneum in Graz entwickelt. Das Projekt scheiterte aber unter anderem an der Komplexität und an den Kosten. Nachdem die Lightweight Technology GmbH das Projekt laut Gerichtsbeschluss vom 16. April 2025 aus der Insolvenz der Bio Hybrid GmbH übernehmen konnte, wurde das Fahrzeug mit unseren neuen Werkstoffen industrialisierbar, kostengünstig und effizient weiterentwickelt:

  • Material-Innovation: Wir haben ein Metall-Composite-Hybrid entwickelt, das eine metallische Außenhaut aus Edelstahl (für Design, Haptik und UV-Schutz) mit einem Kern aus Composite kombiniert.

  • Bionische Strukturen: Dieser Kern ist nicht massiv, sondern – inspiriert von Radiolarien – mit bionischen Hohlkammerstrukturen durchzogen. Das spart bis zu 50 % Gewicht bei erhöhter Festigkeit.

  • Weniger Teile: Durch unser Material können wir Funktionen integrieren und die Teileanzahl reduzieren. Die Komponenten sind nicht verschweißt, sondern formschlüssig und kraftschlüssig miteinander verbunden.

  • Einfache Montage: Die intelligente Konstruktion ermöglicht eine kostengünstige Montage und vermeidet Fehlerquellen.

Wir machen den Bio-Hybrid durch bionischen Leichtbau leichter, sicherer und wirtschaftlicher produzierbar als jemals zuvor – das ist der Missing Link, der die Mikromobilität massentauglich macht.

Die Konstruktion ist abgeschlossen, sodass die einzelnen Baugruppen für die ersten Prototypen der neuen Fahrzeuge bestellt werden konnten. Der Edelstahl wird in Schweden, vorwiegend aus Schrott mit grüner Energie hergestellt. Die Rohre werden in der Eifel produziert und auf vollautomatischen Rohrbiegemaschinen in NRW gebogen. Die Antriebstechnik kommt aus Zwickau, die Akkus kommen aus Hamburg.

Aktuell sind wir auf der Suche nach einer geeigneten Produktionsstätte in Berlin oder in Brandenburg.

Wirkung der Lösung (max. 1500 Wörter)

Der Bio-Hybrid ist ein faszinierendes Fahrzeugkonzept, das genau in die Lücke zwischen einem Fahrrad (Pedelec) und einem kleinen Elektroauto zielt. Für eine verdichtete Metropole wie Berlin bietet dieses Fahrzeugkonzept – ein vierrädriges Pedelec mit Dach und elektrischer Unterstützung – sehr spezifische Vorteile, die viele der typischen Hauptstadtprobleme adressieren könnten.

Hier ist eine Analyse der Vorteile für Berlin, unterteilt in die drei Bereiche der Nachhaltigkeit:

1. Ökologische Vorteile (Umwelt & Stadtklima)

Berlin kämpft mit Luftverschmutzung, Lärm und Flächenversiegelung. Der Bio-Hybrid setzt hier an:

  • Flächeneffizienz: Eines der größten Probleme Berlins ist der "ruhende Verkehr". Ein Bio-Hybrid benötigt nur ca. ein Drittel der Parkfläche eines Kleinwagens. Würden viele Pendler umsteigen, könnte öffentlicher Raum für Begrünung und Radwege zurückgewonnen werden.

  • Emissionsfreiheit: Da er rechtlich als Pedelec gilt (Unterstützung bis 25 km/h), fährt er lokal emissionsfrei. Er ersetzt potenziell Autofahrten, was Stickoxide und CO₂ im Kiez reduziert.

  • Lärmreduktion: Im Gegensatz zu Lieferwagen oder Verbrenner-Rollern ist der Bio-Hybrid fast lautlos – ein entscheidender Faktor für die Wohnqualität in den Berliner Innenstadtbezirken.

2. Ökonomische Vorteile (Wirtschaft & Logistik)

Besonders für die Berliner "Last-Mile-Logistik" (Lieferdienste, Handwerker, Pflegedienste) ist das Konzept geeignet:

  • Umgehung von Staus: Als rechtliches Fahrrad darf der Bio-Hybrid Radwege nutzen. In der Berliner Rushhour ist das ein enormer Zeitvorteil gegenüber Lieferwagen, die im Stau stehen.

  • Führerscheinfreiheit: Das Fahrzeug darf ohne Führerschein gefahren werden. Das erweitert den Pool an potenziellen Arbeitskräften für Lieferdienste drastisch – ein wichtiger Faktor im Berliner Arbeitsmarkt.

  • Geringe Betriebskosten: Keine KFZ-Steuer, kaum Wartung im Vergleich zum Auto und minimale Energiekosten. Für kleine Berliner Start-ups oder Kuriere senkt dies die Einstiegshürden.

3. Soziale Vorteile (Gesellschaft & Sicherheit)

Das Konzept macht individuelle Mobilität inklusiver und sicherer:

  • Ganzjahres-Mobilität: Viele Berliner fahren im Sommer Rad, steigen aber bei Berliner "Schmuddelwetter" (Regen/Winter) auf das Auto um. Das Dach und die vier Räder bieten Wetterschutz und Stabilität auf rutschigem Kopfsteinpflaster oder Straßenbahnschienen, was die Hemmschwelle zum Radfahren senkt.

  • Sicherheitsgefühl: Viele Menschen trauen sich im aggressiven Berliner Stadtverkehr nicht auf ein zweirädriges Fahrrad. Die vier Räder und die Fahrgastzelle bieten subjektiv und objektiv mehr Schutz (kein Umkippen).

  • Digitale Integration: Das Fahrzeug ist als "Smart Device" konzipiert (App-Anbindung, GPS). Das passt zur digitalen Lebensweise vieler Berliner ("Digital Natives") und ermöglicht einfache Sharing-Modelle.

Finanzierungs- und Realisierungsperspektiven

Das Bio Hybrid Projekt wurde bisher ausschließlich aus privaten Ressourcen des Teams finanziert.

Fördermittel wurden bisher noch nicht beantragt. Aktuell werden Gespräche mit der Wirtschaftsförderung geführt. Ein Crowdfunding Projekt ist in Vorbereitung.

Die Realisierung der ersten seriennahen Prototypen erfordert circa 50 TEUR.

Aufgrund der ersten Presseaktivitäten der Lightweight Technology GmbH und des durch die Schaeffler-Gruppe seinerzeit professionellen Marketings, liegen bereits über zwanzig ernst gemeinte Anfragen vor.

Durch die Übernahme der Bio Hybrid GmbH aus der Insolvenz verfügen wir über die von der Schaeffler-Gruppe hergestellten Prototypen aller drei Modelle.

Zu sehen auf unserer Webseite: https://biohybrid.berlin/

Optional: Auswahl möglicher Flächen für die Umsetzung

Der Bio Hybrid ist ein Fahrzeug! Also sollte, wenn möglich, auch die gesamte Fläche des Reallabors für Demo- und Probefahrten genutzt werden.

Durch den Standort wird der Bekanntheitsgrad und die Begeisterung für den Bio Hybrid noch einmal einen Schub erleben.

Challenge
Nachhaltige Mobilität und lokale Energieproduktion
Lösungsgeber
Lightweight Technology GmbH
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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