Adaptive Straßenbeleuchtung mit Radar-Bewegungssensorik
Seit mehr als 10 Jahren steht das Unternehmen lixtec für Radarsensorik in Kombination mit Außen- bzw. Straßenbeleuchtung. Die Idee dazu entstand im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts und wurde 2012 erstmals in ein Unternehmen überführt. Die ersten Produkte waren LED-Leuchten mit zwei eingebauten Radarsensoren, doch erst die Verbreitung der Zhaga-Schnittstelle führte auch zur Verbreitung der Idee zur situativen Beleuchtung.
Am Markt erhältliche Radarmodule werden so gewählt und eingesetzt, dass sie den Anforderungen zur Bewegungsdetektion für Straßen- bzw. Außenbeleuchtung gerecht werden. Dabei ist es unabhängig vom CMS möglich, die Radarsensoren einzusetzen und es ist gelungen mit unterschiedlichen namhaften Herstellern Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Das größte Projekt von vernetzten Controllern und mit über 1400 Geräten läuft seit nunmehr 2 Jahren in einer niederösterreichischen Ortschaft. Dort werden sämtliche Lichtpunkte situativ gesteuert - entweder bewegungsabhängig oder in Abhängigkeit vom Verkehrsaufkommen.
Zusätzliche Funktionen, die über das System in die Marktgemeinde gebracht werden sind die Steuerung der Weihnachtsbeleuchtung sowie eine Abschätzung von Verkehrsdaten auf den Hauptverkehrsstraßen.
In weiteren Projekten kam die angewandte Radarsensorik zum Einsatz um beispielsweise Radfahrer zu zählen, oder bei Annäherung von Passanten einen roten Lichtbalken vor Fußgängerübergängen zu projizieren.
Der Fokus der Radarsensoren von lixtec liegt auf der zuverlässigen Detektion von Verkehrsteilnehmenden und der Weitergabe dieser Daten an übergeordnete (Licht-)Managementsysteme. Daher kann auf diese Fragen nicht explizit eingegangen werden, da es sich um Aufgaben des Managementsystems handelt.
Dies gilt sowohl für die simpleren Sensoren zur Bewegungserfassung als auch für den komplexen Sensor zur Kategorisierung und Zählung von Objekten.
Die bisherige Erfahrung mit Radarsensorik zeigt, dass eine zuverlässige Detektion auch über Jahre hinweg erreicht werden kann. Störfaktoren für die Detektion von Radarsensoren sind starker Regen, Wind oder Schneefall und führen zu einer erhöhten Anzahl an Auslösungen.
Wie in der vorhergehenden Frage bearbeitet, kommt die Logik des Sensorzusammenspiels vom Lichtmanagementsystem und dessen Aufbau. Zur Konfiguration des Sensors ist keine Programmierfähigkeit notwendig, da sämtliche Parameter über eine simple Oberfläche via Windows-PC und einen USB-Dongle zur Verbindung angepasst werden können. Dabei sind keine Programmierkenntnisse notwendig.
Im Falle der simpleren Sensoren sind die Möglichkeiten zur Konfiguration Einstellungen zur Sensitivität gegen Umwelteinflüsse sowie die Begrenzung des Erfassungsbereichs. Mit lix.one besteht zusätzlich die Möglichkeit Geschwindigketslimits als Maximal- oder Minimalgrenze zu setzen um auf diese Weise zu schnelle/langsame Objekte nicht mehr zu erfassen.
Die technische Voraussetzung seitens der Hardware ist die nach unten ausgerichtete Zhaga-Schnittstelle einer LED-Leuchte mit D4i-Treiber. Über diese Schnittstelle wird der Sensor mit Energie versorgt. Gleichzeitig dienst sie als Verbindung zum Lichtmanagementsystem an der oberen Zhaga-Schnittstelle oder direkt mit dem Treiber der Leuchte zur Steuerung und zum Datenaustausch.
Die Einbindung in bestehende Netzwerke von Lichtmanagementplattformen kann über die Produktlinie „solo“ relativ einfach erfolgen. Der Controller (Type A-Device) und der Sensor (Type B-Device) kommunizieren via DALI-Befehlen. Ebenso ist ein nachträgliches Einbinden möglich.
Als Alternative dazu wird jeder Sensor auch mit integriertem Lichtmanagementsystem angeboten. In dieser Form wird das Gerät zum Type A-Device nach DiiA-Spezifikation. Derzeit wird diese Form der 2-in-1-Lösung mit den Herstellern „esave“ und „amplex“ umgesetzt.
Die Einbindung in LoRa-Netzwerke oder ähnliche Netzwerke erfolgt via Lichtmanagement-Plattform und liegt nicht im Einflussbereich von lixtec.
Bei komplexen Projekten wird vonseiten des Unternehmens stets eine Schlung bzw. ein Produkttraining an den Endkunden angeboten. Kritische Situationen werden in der Regel im Rahmen dieser Schulung besprochen oder vorab diskutiert um Lösungen dafür zu erarbeiten.
Unser Ziel ist es, die Betreiber der Anlagen selbst zu ertüchtigen um Ihre Sensoren zu konfigurieren. Voraussetzung dafür ist, dass das CMS vonseiten des Betreibers beherrscht wird. Die Einbindung der Sensoren in das Dashboard des jeweiligen Smart City Management Systems erfolgt in Absprache mit dem jeweiligen Zuständigen. Der Zugang des Unternehmens ist, den Benutzer nicht in Abhängigkeit zu führen sondern, ihn selbst zu ertüchtigen die Einstellungen am Radar selbst durchführen zu können.
Die Daten zur Energieeinsparung durch adaptive Beleuchtung sind für Benutzer über das Dashboard der jeweiligen Plattform des Lichtmanagementsystems einsehbar. Die Radarsensoren unseres Unternehmens sind als Ermöglicher von bedarfsgerechter Beleuchtung zu sehen. Da die Daten aus dem D4i-Treiber vom LMS bezogen werden, ist auch von diesem das Datenmaterial zu beziehen.
In jenen Produktvarianten in denen der Sensor als Type A-Device eingesetzt werden kann ist eine grafische Aufbereitung des Energieverbrauchs bereits möglich. Helligkeitswerte, Energieverbrauch pro Leuchte sowie Bewegungszähler sind weitere Berichtsfunktionen.
Der Ansatz der situativen Beleuchtung ist grundsätzlich auf jede Kommune übertragbar, deren Beleuchtung die technischen Voraussetzungen wie oben beschrieben erfüllt.
Die typischen Kosten strukturieren sich aus Kosten für Hardware (Sensor), Planung sowie Schulung. Vonseiten lixtec fallen keine weiteren Kosten im Betrieb wie zB Hosting oder Wartungsverträge an. Diese Gebühren sind mit dem Anbieter des Lichtmanagementsystems abzuklären.
Abhängig vom Sensor liegen die Kosten pro Lichtpunkt zwischen € 200,-- und € 350,--. Dies ist als sehr grobe Aussage zu verstehen und ist abhängig vom gewählten Typ des Sensors sowie es sich um die 2-in-1-Variante handelt oder nicht.


