
Krisenfeste Textilien aus europäischer Wertschöpfung: Sandsäcke der nächsten Generation
Die SETEX-Textil GmbH ist ein mittelständischer Textilproduzent mit Sitz in Hamminkeln-Dingden. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung in der industriellen Herstellung textiler Produkte und deckt wesentliche Stufen der textilen Wertschöpfung ab. Unsere Gewebe werden in Deutschland produziert. Ergänzend verfügen wir über eine hoch automatisierte Industrienäherei am Standort Hamminkeln sowie über weitere Konfektionskapazitäten in Polen und Rumänien.
Im relevanten Themenfeld bringt SETEX insbesondere Kompetenzen in der Entwicklung, Herstellung, Veredlung und Konfektion technischer Textilien ein. Dazu zählen die Auswahl geeigneter Materialien, die Bewertung textiler Konstruktionen, die industrielle Verarbeitung, Qualitätssicherung, Verpackungs- und Logistikkonzepte sowie die Betrachtung von Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit.
Für die vorliegende Challenge betrachten wir Sandsäcke nicht nur als Einzelprodukt, sondern als krisenrelevantes textiles Versorgungssystem, bei dem Material, Konfektion, Lagerfähigkeit, praktische Einsatzfähigkeit, Nachweisführung und europäische Lieferketten zusammen gedacht werden müssen.
SETEX ist nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 50001 zertifiziert und verfügt darüber hinaus über eine OEKO-TEX® STeP-Zertifizierung. Zudem beschäftigen wir uns seit mehreren Jahren mit öffentlicher Beschaffung und bundeswehrnahen Anforderungen, unter anderem durch direkte Ausschreibungen im Bereich Unterkunftstextilien des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr sowie als Meterwarenproduzent und Vorlieferant im Umfeld der Bundeswehr-Bekleidung.
Als Materialansätze möchten wir technologie-offen denken. Neben bestehenden Lösungen auf Basis von Jute oder Polypropylen sehen wir Potenzial in neuen textilen Konstruktionen, beispielsweise zellulosebasierten Fasern wie TENCEL™ / LENZING™, UV-stabilisierten Polypropylen-Lösungen, Geweben, Vliesstoffen oder weiteren Materialvarianten. Ziel wäre eine gemeinsame fachliche Bewertung hinsichtlich technischer Belastbarkeit, Nachhaltigkeit, Lagerfähigkeit, Recyclingfähigkeit und praktischer Einsatzfähigkeit.
Als Ansprechpartner für Rückfragen steht zur Verfügung:
Tobias Weidemann
SETEX-Textil GmbH
Telefon: +49 (0)2852 9640-24
Mobil: +49 (0)151 15196253
E-Mail: tobias.weidemann@setex.de
Grundsätzlich bestehen bei SETEX fachliche und personelle Kapazitäten, um eine mögliche Unterstützung bei zukünftigen normativen oder konzeptionellen Arbeiten zu prüfen und zu begleiten. Hierfür kann SETEX ein interdisziplinäres Projektteam mit textiler, technischer und beschaffungsorientierter Erfahrung einbringen. Dazu gehören unter anderem Thomas Siegfried, Textilingenieur, Laura Gülcker, Textilingenieurin, sowie Tobias Weidemann, Diplom-Kaufmann mit langjähriger Erfahrung im institutionellen und behördennahen Textilbereich.
SETEX kann sich daher vorstellen, fachlich an der Weiterentwicklung technischer Leistungsbeschreibungen, der Bewertung möglicher Material- und Konstruktionsansätze sowie der Entwicklung praxisnaher Prüf- und Musterkonzepte mitzuwirken. Dabei verstehen wir unsere Rolle nicht nur als potenzieller Lieferant, sondern als textiler Entwicklungspartner für eine praxistaugliche, nachhaltige und beschaffungsfähige Sandsacklösung.
SETEX bietet aktuell keine standardisierte Sandsack-Serienlösung aus dem Lager an, sondern möchte sich im Rahmen der Challenge als textiler Entwicklungspartner für geeignete Sandsacklösungen einbringen. Ziel ist es, gemeinsam mit der Bundeswehr zu prüfen, welche Material-, Konstruktions- und Verpackungskonzepte für Katastrophenschutz und Landesverteidigung technisch belastbar, nachhaltig, lagerfähig und beschaffungsfähig sind.
Ausgangspunkt unserer Betrachtung sind die bestehenden technischen Lieferbedingungen für Sandsäcke aus Polypropylen-Gewebe und Jute-Gewebe. Diese zeigen, dass Sandsäcke je nach Einsatzbereich klare Anforderungen an Material, Gewebekonstruktion, UV-Beständigkeit, Zugfestigkeit, Konfektion, Kennzeichnung, Verpackung und Qualitätssicherung erfüllen müssen.
SETEX verfolgt dabei einen technologie-offenen Ansatz. Für den Einsatz im Katastrophenschutz, etwa bei Hochwasserlagen, sind aus unserer Sicht hohe Verfügbarkeit, einfache Befüllbarkeit, Stapelbarkeit, mechanische Belastbarkeit, geeignete Verpackungseinheiten und Lagerfähigkeit entscheidend. Im Bereich der Landesverteidigung können zusätzlich Farbe, Tarnwirkung, Transportfähigkeit, Kennzeichnung, Versorgungssicherheit und EWR-Wertschöpfung relevant sein.
Als besonders nachhaltigkeitsorientierten Materialansatz sehen wir textile Konstruktionen auf Basis zellulosebasierter Fasern, zum Beispiel TENCEL™ / LENZING™ Fasern. Dieser Ansatz ist interessant, weil er ohne erdölbasierte Mikroplastikproblematik auskommen kann und grundsätzlich Potenzial für biologisch abbaubare oder kreislauffähigere Lösungen bietet. Zudem wäre mit Lenzing als europäischem Faserhersteller eine Materialbasis aus dem Europäischen Wirtschaftsraum grundsätzlich denkbar. Zu prüfen wären unter anderem Reißfestigkeit, Nahtfestigkeit, Verhalten bei Nässe, Abrieb, Lagerfähigkeit, mögliche Ausrüstungen, Skalierbarkeit und reale biologische Abbaubarkeit.
Als weiteren Materialansatz bringt SETEX ein UV-stabilisiertes Polypropylen-Spinnvlies in die Prüfung ein. Das vorliegende Material Lantor P22/676/01 besteht aus 100 % Polypropylen, ist als Spinnvlies ausgeführt, hat ein Flächengewicht von 100 g/m², ist schwarz und enthält einen UV-Stabilisator. Die vorliegenden Richtwerte nennen eine Höchstzugkraft von 207 N/5 cm längs und 138 N/5 cm quer sowie eine Dehnung von 169 % längs und 172 % quer. Das Material ist nicht als direkte Erfüllung der bestehenden PP-TL zu verstehen, sondern als alternativer Ansatz, insbesondere mit Blick auf Monomaterial, industrielle Verfügbarkeit, UV-Stabilisierung und potenzielle Recyclingfähigkeit.
Ergänzend können bestehende oder weiterentwickelte Lösungen auf Basis von Polypropylen-Gewebe oder Jute-Gewebe betrachtet werden. Die Ausführung der Sandsäcke wäre je nach Materialansatz und Einsatzfall gemeinsam zu bewerten, insbesondere hinsichtlich Abmessung, Verschlusslösung, Nahtausführung, Farbe, Kennzeichnung, Verpackungseinheit und Lagerkonzept.
Zur Produktion: SETEX produziert Gewebe in Deutschland und verfügt am Standort Hamminkeln über eine hoch automatisierte Industrienäherei. Ergänzend bestehen Konfektionskapazitäten in Polen und Rumänien. Damit können deutsche Gewebeproduktion, europäische Konfektion und skalierbare Liefermodelle grundsätzlich miteinander verbunden werden.
Zusammenfassend bietet SETEX keine abschließend validierte Sandsacklösung „von der Stange“ an, sondern mehrere fachlich begründete Lösungsansätze zur gemeinsamen Prüfung. Auf Basis von Materialdaten, Musterkonfektion und Praxistests sollte bewertet werden, welche Variante für Katastrophenschutz und Landesverteidigung technisch, ökologisch und wirtschaftlich am sinnvollsten ist.
SETEX kann im Falle hoher Bedarfsvolumina grundsätzlich ein skalierbares Produktions- und Lieferkonzept auf Basis deutscher Gewebeproduktion und europäischer Konfektionskapazitäten einbringen. Unsere Gewebe werden in Deutschland produziert. Am Standort Hamminkeln verfügen wir über eine hoch automatisierte Industrienäherei, ergänzt durch weitere Nähereien in Polen und Rumänien, zusätzlich verfügt SETEX über Lagerkapazitäten mit rund 7.500 Palettenstellplätzen.
Da die konkrete Sandsacklösung noch gemeinsam technisch zu bewerten ist, können derzeit keine verbindlichen Stückzahlen für Serienlieferungen zugesagt werden. Realistisch wäre jedoch ein gestuftes Versorgungskonzept:
Muster- und Erprobungsphase
Kurzfristige Herstellung erster Muster zur Prüfung von Material, Nahtbild, Befüllbarkeit, Stapelbarkeit, Reißfestigkeit und Handling.Pilot- bzw. Vorserie
Nach technischer Freigabe Herstellung einer definierten Vorserie zur praktischen Bewertung, z. B. für Befüllversuche, Lagerprüfung, Transporttests und mögliche Praxiserprobung.Serien- und Abrufmodell
Bei positiver Bewertung Aufbau eines skalierbaren Liefermodells mit definierten Produktionsfenstern, Abrufmengen, Verpackungseinheiten und optionaler Vorhaltung größerer Stückzahlen.
Für hohe Bedarfsvolumina erscheint aus unserer Sicht eine Kombination aus Grundbevorratung, planbaren Produktionslosen und abrufbezogener Nachfertigung sinnvoll. Die konkrete Vorhaltung größerer Stückzahlen hängt von finalem Material, Abmessung, Verpackungseinheit, Lagerdauer und Abruflogik ab. SETEX kann hier durch vorhandene Lagerkapazitäten und europäische Konfektionsstrukturen grundsätzlich unterschiedliche Modelle prüfen.
Zur Verpackung schlagen wir vor, die bestehenden Lösungen aus den bisherigen technischen Lieferbedingungen als Ausgangspunkt zu betrachten, diese aber hinsichtlich Logistik, Lagerung und Nachhaltigkeit zu überprüfen. Denkbar wären je nach Ausführung Schachtellösungen, palettenfähige Gebinde oder gebündelte Verpackungseinheiten. Ziel sollte eine Verpackung sein, die Transportvolumen, Stapelbarkeit, schnelle Entnahme, Witterungsschutz, Kennzeichnung und Verpackungsabfall sinnvoll ausbalanciert.
Konkrete Angaben zu Gewicht, Stapelhöhe und Verpackungsvolumen können erst nach Festlegung von Material, Abmessung, Füllgewicht und Verpackungseinheit belastbar ermittelt werden. SETEX kann diese Daten im Rahmen einer Muster- oder Vorserienphase erfassen und als Grundlage für ein logistisches Vergleichskonzept bereitstellen.
Hier ist eine fokussierte Version unter 5.000 Zeichen, stärker auf SETEX-Expertise ausgerichtet:
Aus Sicht von SETEX entsteht eine langfristig verlässliche Versorgung nicht erst in der Produktion, sondern bereits bei der sauberen Verbindung von Einsatzanforderung, technischer Spezifikation, Mengenplanung, Nachhaltigkeitsziel und Abruflogik. Als deutscher Textilproduzent mit Erfahrung in öffentlicher Beschaffung und bundeswehrnahen Anforderungen können wir diese Schnittstelle fachlich begleiten.
SETEX bringt hierfür textile Produktions- und Entwicklungskompetenz ein: Gewebeproduktion in Deutschland, eine hoch automatisierte Industrienäherei in Hamminkeln, ergänzende Konfektionskapazitäten in Polen und Rumänien sowie zertifizierte Prozesse nach ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001 und OEKO-TEX® STeP. Zudem kennen wir Anforderungen aus direkten Ausschreibungen im Bereich Unterkunftstextilien des BAIUDBw sowie aus unserer Tätigkeit als Meterwarenproduzent und Vorlieferant im Umfeld der Bundeswehr-Bekleidung.
Damit eine langfristige Versorgung mit Sandsäcken belastbar aufgebaut werden kann, sollten aus unserer Sicht zunächst die relevanten Einsatzszenarien gemeinsam konkretisiert werden. Sandsäcke für Hochwasser- und Katastrophenschutz, Übung, Lagerbevorratung oder Landesverteidigung können unterschiedliche Anforderungen an Material, UV-Beständigkeit, Lagerfähigkeit, Farbe, Befüllbarkeit, Stapelbarkeit, Verpackung und Handling haben. Diese Praxisanforderungen sind entscheidend, um textile Lösungen nicht nur normgerecht, sondern tatsächlich einsatzfähig zu entwickeln.
Ebenso wichtig ist ein realistisches Mengengerüst. Für eine industrielle Planung benötigen Hersteller belastbare Informationen zu erwarteten Jahresmengen, möglichen Abrufspitzen, gewünschten Lieferintervallen, Mindest- und Höchstmengen sowie Vorlaufzeiten. Auf dieser Grundlage können Materialbeschaffung, Produktionsfenster, Konfektionskapazitäten und mögliche Vorhaltungskonzepte sinnvoll aufgebaut werden.
Aus technischer Sicht sollte gemeinsam geprüft werden, welche bestehenden Anforderungen aus den bisherigen technischen Lieferbedingungen zwingend beibehalten werden müssen und wo Anpassungen sinnvoll sind. Gerade mit Blick auf Nachhaltigkeit, EWR-Wertschöpfung, Recyclingfähigkeit und neue Materialansätze kann eine Weiterentwicklung Mehrwert schaffen. SETEX kann hier fachlich unterstützen, etwa bei der Bewertung von Geweben, Vliesstoffen, zellulosebasierten Fasern, Polypropylen-Lösungen, Nahtausführungen, Verpackungseinheiten und Prüfkonzepten.
Für eine nachhaltige Versorgung sollten die ökologischen Ziele früh definiert werden. Relevant sind aus unserer Sicht insbesondere Mikroplastikvermeidung, Recyclingfähigkeit in Theorie und Praxis, biologische Abbaubarkeit, Rezyklatanteile, Lebensdauer, Lagerfähigkeit, Verpackungsreduktion und europäische Wertschöpfung. Gerade bei Sandsäcken ist der gesamte Lebenszyklus zu betrachten: Produktion, Lagerung, Einsatz, Rücknahme, mögliche Kontamination, Reinigung, Sortierung und tatsächliche Verwertung.
Darüber hinaus sind früh abgestimmte Prüf- und Freigabeprozesse entscheidend. Dazu gehören Musterfreigaben, definierte Prüfmethoden, Anforderungen an Qualitätsnachweise, Materialherkunft, Konformitätserklärungen, Verpackungskennzeichnung und Rückverfolgbarkeit. Als zertifizierter Textilproduzent kann SETEX solche Prozesse strukturiert begleiten und praxisnah in ein beschaffungsfähiges Konzept übersetzen.
Zusammengefasst benötigt eine langfristig verlässliche Versorgung klare Einsatzszenarien, realistische Mengengerüste, technische Zielvorgaben, definierte Nachhaltigkeitskriterien, planbare Abrufmodelle und abgestimmte Prüfprozesse. SETEX sieht seine Stärke darin, diese Anforderungen gemeinsam mit der Bundeswehr in eine textile, industrielle und beschaffungsfähige Lösung zu überführen: praxistauglich, skalierbar, nachhaltig bewertet und mit europäischer Wertschöpfung abgesichert.


