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KOINNO Prämierung
Lösung

Modular Self Protection Concept

WEBER RESCUE SYSTEMS
1. Unternehmen und Lösung

WEBER RESCUE SYSTEMS ist eine Marke der WEBER-HYDRAULIK GmbH und steht seit mehr als 50 Jahren für innovative und zuverlässige Rettungstechnologien. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt professionelle Ausrüstung für die technische Hilfeleistung und arbeitet weltweit mit Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Behörden, Streitkräften und weiteren sicherheitsrelevanten Anwendern zusammen. Ergänzt wird die Produktkompetenz durch ein umfassendes Ausbildungs-, Service- und Digitalangebot. 

 

Für die beschriebene Herausforderung schlagen wir einen modularen Selbstschutz-Komplettsatz vor, der die sechs geforderten Aufgabenbereiche vollständig abdeckt: 

  • Führung  

  • Erste Hilfe  

  • Retten und Bergen  

  • Absichern und Ausleuchten  

  • Werkzeug  

  • Löschen  

Das Konzept folgt dem Grundsatz „von der Tasche bis zum Container“ und umfasst drei skalierbare Level: 

  • Level A: einzelne, unmittelbar einsetzbare Module in standardisierten Taschen, Koffern oder Euroboxen  

  • Level B: funktionsbezogene Modulpakete, transportiert auf einer rollbaren Schleifkorbtrage  

  • Level C: Zusammenführung mehrerer Ausstattungen in einem verlegbaren 10-Fuß-Container als Sammelpunkt beziehungsweise Base of Operation  

Die Module können abhängig von Gefährdung, Standortgröße und Ausbildungsstand zusammengestellt werden. Elektrisch betriebene Komponenten sollen modulübergreifend auf einem einheitlichen Hochleistungs-Akkusystem basieren. Vorgesehen ist derzeit die Milwaukee-M18-Plattform. Diese ist schon bei der Bundeswehr im Einsatz (Bundeswehrfeuerwehr).

WEBER RESCUE SYSTEMS übernimmt dabei die Rolle des Systemintegrators: Auswahl und Qualifizierung der Produkte, Zusammenstellung der Module, Dokumentation, Kennzeichnung, Qualitätssicherung, Auslieferung, Ausbildung, Wartung und Nachversorgung. Eigene Rettungsgeräte werden mit qualifizierten Produkten spezialisierter Partner aus Medizin, Brandschutz, Beleuchtung, Werkzeug, Kommunikation und Transport zu einer vollständigen Lösung verbunden. 

2. Erfahrungswerte

WEBER RESCUE SYSTEMS verfügt über langjährige Erfahrung in der Ausstattung und Versorgung von Feuerwehren, Einheiten des Katastrophenschutzes, des THW, der Bundeswehr und weiterer Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Dazu gehören sowohl Einzelbeschaffungen als auch größere Serien-, Fahrzeug- und Rolloutprojekte. Im deutschen Feuerwehrmarkt hat WEBER RESCUE SYSTEMS einen Marktanteil von ca. 80%. Als großes, deutsches im Markt etabliertes Unternehmen sind wir problemlos in der Lage das potentielle Auftragsvolumina von 600 zu bestückenden Einheiten zuverlässig zu planen, zu produzieren, auszuliefern, auszubilden und über viele Jahre hinweg zu warten. 

Die vorhandenen Erfahrungen umfassen insbesondere: 

  • termingerechte Bereitstellung größerer Gerätemengen  

  • dienststellen- beziehungsweise fahrzeugbezogene Kommissionierung  

  • Dokumentation und eindeutige Zuordnung der gelieferten Ausrüstung  

  • Einweisung und Ausbildung der Anwender 

  • bundesweite Wartungs-, Prüf- und Serviceleistungen  

  • Ersatzteil- und Verbrauchsmaterialversorgung über lange Nutzungszeiträume  

  • Zusammenarbeit mit öffentlichen Auftraggebern, Beschaffungsstellen und Aufbauherstellern  

 Referenzen: 

  • Bundeswehr: [Ausrüstung für Feuerlösch-Kraftfahrzeuge (FlKfz); BW Fuhrparkservice; 3,8 mio €; 2021 – 2023, u.a. Beschaffung DO140 MK2 zum Öffnen gepanzerter Fahrzeuge 

  • THW: [Prüfvorrichtung für Hydraulisches Rettungsgerät (B 20.12 - 8057/18/VV : 2); THW-Leitung; 200.000,- € bis 2022; Entwickelt zusammen mit dem THW]  

  • Katastrophenschutz eines Bundeslandes: [Landesbeschaffungen Rettungsgeräte für Löschfahrzeuge; Brandenburg 2,4 mio €, 2024 - 2026]  

  • Großstadtfeuerwehr: [Berufsfeuerwehr Berlin 1.1 mio € Umrüstung der Rettungstechnik 2025 – 2027; Berufsfeuerwehr München 3,4 mio € 2025 – 2028 Rettungstechnik für neue HLF mit 18 Volt Konzept]  

  • Beschaffung Abrollcontainer  Bundeswehr über Ziegler, enthält diverse WEBER RESCUE Geräte, Zulauf ab 2027 ff., ca. 1,5 Mio € 

 

Das Rolloutkonzept für die Selbstschutz-Komplettsätze sieht eine Pilotierung mit ausgewählten Dienststellen und Ausbildungsstätten, eine strukturierte Vorserie und anschließend einen bundesweiten Serienabruf vor. Erkenntnisse aus der Pilotphase fließen dabei kontrolliert in Ausstattung, Verpackung, Dokumentation und Ausbildung ein.

3. Versorgungskonzept und resiliente Lieferkette

Die bundesweite Versorgung soll über ein mehrstufiges Logistik- und Servicekonzept sichergestellt werden. Zentrale Elemente sind: 

  1. Zentrale Systemintegration und Qualitätssicherung 
    Sämtliche Komponenten werden nach einem freigegebenen Sollbestand kommissioniert, geprüft, dokumentiert und als vollständiger Satz ausgeliefert.  



  2. Dienststellenbezogene Lieferung 
    Jeder Satz erhält eine eindeutige Serien-, QR- oder NFC-Kennung. Dadurch können Ausstattung, Lieferort, Prüfstatus, Ersatzteile und Nachbestellungen eindeutig zugeordnet werden.  

  3. Digitale Bestell- und Nachversorgungsplattform 
    Über einen exklusiven Bundeswehr-Online-Shop können freigegebene Sätze, Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien abgerufen werden. Bestellungen und Lieferungen können dienststellenbezogen ausgewertet und die geforderten quartalsweisen Controllingdaten elektronisch bereitgestellt werden.  

  4. Bundesweites Servicekonzept 
    Die Versorgung wird durch eigene Servicekapazitäten sowie ein flächendeckendes Händler- und Servicenetz unterstützt. Möglich sind zentrale Prüfungen, mobile Servicetermine und regionale Sammelprüfungen. 

  5. Ausbildung und Befähigung 
    Neben Einweisungen werden Train-the-Trainer-Konzepte und digitale Lernangebote vorgesehen. Damit können Selbstschutzführungskräfte und Multiplikatoren einheitlich ausgebildet werden.  

Zur Absicherung der Lieferkette sind vorgesehen: 

  • verbindliche Forecasts und rollierende Abrufplanung  

  • Rahmenvereinbarungen mit strategischen Lieferanten  

  • Sicherheitsbestände für kritische Komponenten  

  • Multiple-Sourcing bei austauschbaren Zukaufteilen  

  • frühzeitige Bevorratung von Akkus, Elektronik und Medizinprodukten  

  • freigegebene Alternativprodukte bei Lieferengpässen  

  • Obsoleszenzmanagement über die gesamte Vertragslaufzeit  

  • definierte Ersatzteil- und Verbrauchsmaterialverfügbarkeit  

Aus heutiger Sicht erscheint folgender Hochlauf realistisch: 

Phase Pilotierung:

Umfang 6-12 Sätze

Phase Vorserie: 

Umfang 25–50 Sätze 

Phase Serienhochlauf:

Umfang 50–75 Sätze je Quartal 

Nach vollständigem Hochlauf:

Umfang bis zu etwa 100 Sätze je Quartal 

Diese Mengen stehen unter dem Vorbehalt einer abschließenden Definition des Lieferumfangs und verbindlicher Kapazitätszusagen der beteiligten Partner. Bei mindestens 600 Ausstattungen wäre damit eine kontrollierte Versorgung über einen mehrjährigen Rahmenvertrag möglich. 

4. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung

Für eine erfolgreiche Einführung sollten aus unserer Sicht folgende Punkte frühzeitig festgelegt werden: 

  • eindeutige Anwender- und Einsatzszenarien  

  • verbindliche Definition von Basic-, Advanced- und gegebenenfalls standortspezifischen Ausstattungen  

  • Festlegung der Sollbestände je Modul  

  • einheitliche Größen-, Gewichts- und Transportvorgaben  

  • modulübergreifend kompatibles Akkusystem  

  • ergonomische Kennzeichnung und intuitive Bedienbarkeit  

  • Anforderungen an Lkw-, Luft- und innerbetrieblichen Transport  

  • Prüf-, Wartungs- und Austauschintervalle  

  • Umgang mit Verfallsdaten medizinischer Verbrauchsmaterialien  

  • Lade-, Lager- und Transportkonzept für Lithium-Ionen-Akkus  

  • Ersatzteilversorgung und Obsoleszenzmanagement  

  • digitale Bestands-, Prüf- und Lieferdokumentation  

  • einheitliches Ausbildungskonzept einschließlich Train-the-Trainer  

  • regelmäßige Übungen und Rückmeldungen aus der Anwendung  

  • Änderungsmanagement während der mehrjährigen Vertragslaufzeit  

Wesentlich ist außerdem, dass nicht nur die Erstausstattung betrachtet wird. Verbrauchsmaterialien, Akkus, Prüfungen, Ersatzteile, Ausbildung und Produktänderungen müssen von Beginn an in ein Lebenszykluskonzept aufgenommen werden

5. Demonstrationsmöglichkeit

WEBER RESCUE SYSTEMS ist gerne bereit, die vorgeschlagene Lösung im Rahmen einer Vorführung, Besichtigung oder praktischen Erprobung zu demonstrieren. Voraussetzung für die sinnvolle Zusammenstellung eines solchen Versuchssatzes ist jedoch zunächst eine eindeutige Beschreibung der vorgesehenen Anwendungs- und Einsatzszenarien. Insbesondere müssen Einsatzlage, Aufgaben der Selbstschutzkräfte, Umgebungsbedingungen, Nutzergruppen und erwartete Leistungsfähigkeit ausreichend konkret definiert sein. 

Die bislang dargestellten Module und Satzzusammenstellungen verstehen sich daher zunächst als konzeptionelle Vorschläge und noch nicht als abschließend festgelegte Ausstattung. Sobald die konkreten Szenarien und Anforderungen gemeinsam abgestimmt sind, kann WEBER RESCUE SYSTEMS daraus einen bedarfsgerechten Selbstschutz-Komplettsatz entwickeln und zusammenstellen. Wir sind bereit, hierbei in Vorleistung zu gehen, erste Versuchssätze aufzubauen und diese anschließend gemeinsam mit dem Auftraggeber und den späteren Anwendern praktisch zu erproben. 

Die Ergebnisse der Erprobung können unmittelbar in die weitere Ausgestaltung, Optimierung und Standardisierung der späteren Serienausstattung einfließen. 

6. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

WEBER RESCUE SYSTEMS verfügt über jahrzehntelange Erfahrung aus vergleichbaren Beschaffungs-, Ausstattungs- und Versorgungsvorhaben mit mehrjährigen Vertragslaufzeiten. Eine belastbare Kostenbandbreite für die hier angefragten Selbstschutz-Komplettsätze kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch noch nicht angegeben werden, da hierfür zunächst die konkreten Einsatzszenarien sowie der daraus abgeleitete Ausstattungsumfang festgelegt werden müssen. 

Die möglichen Lösungen unterscheiden sich hinsichtlich Umfang und Kosten erheblich: Die Bandbreite reicht von kompakten, stationären Modulen, die beispielsweise in einer Liegenschaft an einer Wand vorgehalten werden, über mobile Taschen-, Koffer- und Tragesysteme bis hin zu vollständig ausgestatteten Containerlösungen mit deutlich höherem technischen, logistischen und infrastrukturellen Aufwand. 

Weitere wesentliche Kostenfaktoren sind die Anzahl und Ausstattungstiefe der Module, die enthaltenen technischen Geräte, Ausbildungsleistungen, digitale Dokumentation, Wartungs- und Serviceumfang sowie die langfristige Ersatzteil- und Verbrauchsmaterialversorgung. Sobald die Anforderungen und eine Referenzkonfiguration feststehen, kann WEBER RESCUE SYSTEMS eine transparente Kostenbetrachtung einschließlich der Investitions-, Betriebs- und Lebenszykluskosten erstellen. 

Challenge
Selbstschutz-Komplettsätze für verschiedene Einsatzszenarien
Lösungsgeber
WEBER-HYDRAULIK GMBH
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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