Netzwerk für den Katastrophenfall mit modernem Richtfunk
Problemstellung:
Wie kann die Organisation des Katastrophenschutzes auch im Katastrophenfall – etwa bei einem langandauernden Stromausfall (Blackout), großflächigen Überschwemmungen (z. B. im Ahrtal) oder in Konfliktsituationen (z. B. Krieg) – an zentralen Standorten wie Einsatzstäben, Leitstellen oder Lagezentren auf funktionsfähige Kommunikationsnetze zwischen den Standorten zurückgreifen?
Wie der Stromausfall auf der Iberischen Halbinsel gezeigt hat, fallen Glasfaser- und Mobilfunknetze der großen Telekommunikationsanbieter bereits nach kurzer Zeit aus. Für Organisationen wie den Katastrophenschutz stellt dies ein erhebliches Problem dar. Es müssen daher Lösungen gefunden werden, um die Vernetzung zentraler Standorte gerade dann sicherzustellen, wenn konventionelle Infrastrukturen nicht mehr funktionieren.
Lösung: ein Netzwerk, das im Katastrophenfall funktioniert
Es muss ein autonomes Netzwerk geschaffen werden, das Unwetterereignissen, Stromausfällen (Blackouts) und auch Störungen im Konfliktfall widerstehen kann.
Zum Einsatz kommt hier eine direkte Punkt-zu-Punkt-Vernetzung zentraler Standorte mittels moderner Richtfunktechnologie. Dabei werden die Standorte des Katastrophenschutzes – wie Einsatzstäbe, Leitstellen und Lagezentren – über Richtfunkstrecken direkt miteinander verbunden.
An den jeweiligen Standorten wird die Richtfunktechnik mit unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV) ausgestattet, die eine Betriebsdauer von 48 bis 72 Stunden gewährleisten. Da diese Standorte in der Regel über Notstromaggregate verfügen, ist auch über diesen Zeitraum hinaus eine kontinuierliche Stromversorgung sichergestellt.
Richtfunknetzwerke sind vollständig transparent für IP-basierte Kommunikation. Das bedeutet, dass sämtliche IP-Protokolle und darauf aufbauende Anwendungen problemlos über diese Infrastruktur übertragen werden können.
Anwendungsfälle:
Ein solches Netzwerk wurde von uns bereits für mehrere Landkreise im Kontext des Katastrophenschutzes geplant und erfolgreich umgesetzt.
Netzwerke auf Basis moderner Richtfunktechnologie gelten als Schlüsseltechnologie – nicht nur im Bereich der Katastrophennetzwerke, sondern auch für die allgemeine Standortvernetzung.
Sie kommen unter anderem in Städten, Kommunen, Landkreisen, Bundesbehörden, KRITIS-Einrichtungen, Unternehmen sowie in der Gesundheitsinfrastruktur zum Einsatz. Auch beim Videostreaming, auf Events oder zur Bereitstellung von Internetzugängen bieten Richtfunklösungen zuverlässige und leistungsfähige Verbindungen.
Immer wieder stellen wir mit Erstaunen – und teils mit Erschrecken – fest, dass viele Entscheider, darunter CIOs, IT-Leitungen, CISOs sowie Fachleute aus den Bereichen Risikomanagement, Business Continuity Management (BCM), IT und Netzwerktechnik, die Möglichkeiten moderner Richtfunknetzwerke kaum kennen.
Deren vielfältige Vorteile und Einsatzpotenziale werden dadurch häufig nicht in strategische Überlegungen einbezogen. Dabei ist Richtfunk insbesondere für die ausfallsichere Standortvernetzung ein zentraler Baustein – gerade in Krisen- und Ausnahmesituationen.
Vorteile von modernem Richtfunk:
✅ Übertragung elektromagnetischer Wellen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit durch die Luft
✅ Geringe Sendeleistung, da gerichtete elektromagnetische Wellen (Strahl)
✅ Schnellste Form der Datenübertragung mit ~300.00 km/s
✅ Breitband Netzwerk zur Standortvernetzung
✅ Sehr gut als Katastrophennetzwerk nutzbar
✅ Hohe Flexibilität und Skalierbarkeit
✅ Sehr gut für abgelegene Regionen ohne Glasfaserverfügbarkeit
✅ Kurze Realisierungszeiten 4 - 6 Wochen
✅ Übertragungsraten 10 Mbit/s bis 20 Gbit/s symmetrisch (Breitband)
✅ 99,995 % wetterbedingte Verfügbarkeit
✅ Echtzeittauglich, Latenzen < 5 ms, Jitter- und Überbuchungsfrei
✅ Sicheres privates Netzwerk (keine Abhängigkeit von Drittanbietern oder Providern)
✅ Problemlose aktive Einbindung in SD-WAN
✅ Modernste Verschlüsselungstechnologien
Anwender:
✅ Behörden, Landkreise & Kommunen
✅ Katstrophenschutz Organisationen (Netzwerk muss im Katastrophenfall laufen)
✅ Kritische Infrastrukturen
✅ Krankenhäuser u.a.