Innovation

Brücken und Beläge aus vorgespanntem Carbonbeton (CPC)

Holcim (Deutschland) GmbH
Beschreibung des innovativen Ansatzes

CPC-Betonplatten basieren auf der «carbon prestressed concrete»-Technologie. CPC-Platten sind mit dünnen vorgespannten Carbonlitzen bewehrt. Da Carbon eine sehr hohe Zugfestigkeit aufweist und nicht korrodiert, können tragfähige, dünne Betonplatten hergestellt werden. Die bei herkömmlichen Stahlbetonplatten erforderliche Armierungsüberdeckung von drei bis vier Zentimetern ist nicht mehr erforderlich. Im Vergleich fallen CPC-Platten folglich drei bis vier Mal dünner aus, haben ein geringeres Gewicht – und dies bei gleicher Tragfähigkeit. Dank der Vorspannung bleiben die steifen Platten unter Gebrauchslast rissfrei.

Der Einsatz von CPC-Betonplatten ermöglicht je nach Konstruktion Materialeinsparungen von bis zu 80 Prozent und reduziert den CO2-Fußabdruck des Bauteils um bis zu 75 %.  

Seit November 2021 verfügen die CPC-Betonelemente über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt): abZ Nr. Z-71.3-42. In der Zulassung ist eine komplette statische Bemessung der CPC-Betonplatten enthalten. Damit lassen sich verschiedene Bauteile, wie Treppenstufen, Beläge, Balkonplatten und Außenwandbekleidungen individuell produzieren. Vor allem als Brückenbeläge und für ganze CPC-Modulbrücken werden die CPC-Elemente bis zu einer maximalen Größe von 17 x 3,5 m verwendet.

CPC-Elemente als Bohlen werden oft als Brückenbeläge für den Neubau oder für die Sanierung von Fuß- und Radwegbrücken eingesetzt. Sie sind ideal als Nutzbelag geeignet und schützen die Unterkonstruktion vor Witterungseinflüssen. Am wirtschaftlichsten ist allerdings der Einsatz von möglichst großformatigen CPC-Elementen, da diese am leistungsfähigsten sind, weniger Befestigungen benötigen und der Unterbau durch einen geringeren Fugenanteil am besten geschützt wird.

Ganze Modulbrücken aus CPC-Elementen ermöglichen freitragende Brücken von 17 x 3 m mit einer nur 7 cm dünnen CPC-Bodenplatte und zwei CPC-Stegen zur Aussteifung. Mit einem Eigengewicht von nur 14 Tonnen kann die Brücke Unterhaltsfahrzeuge bis 8,5 Tonnen tragen und ist auch auf den Lastfall Menschengedränge bemessen.

Mehrwert des Ansatzes

Bauteile aus CPC-Elementen dürfen im Innen- und Außenbereich in den Expositionsklassen X0, XC1 bis XC4, XF4, XD3, XS3 sowie XM2 eingesetzt werden und sind nicht brennbar (Baustoffklasse A2 nach DIN 4102-1).

Sie garantieren über eine Lebensdauer von 100 Jahren eine hohe Verkehrssicherheit durch die Rutschhemmklasse R 13 und sind sehr dauerhaft durch die hohe Frost-Tausalz- und Verschleißbeständigkeit.

Die Elemente sind "Cradle to Cradle" zertifiziert und verfügen über eine EPD Umwelt-Produktdeklaration, worin die ressourcenschonende Bauweise und Kreislauffähigkeit bestätigt wird (Download über c2c-Institute und IBU - Institut für Bauen und Umwelt).

Vorgestellt am
21.01.2026
Vorgestellt von
Holcim (Deutschland) GmbH
Website
Kontaktperson
Simon Liebl
Schlagwörter
Bauwesen
Nachhaltigkeit
Mobilität & Verkehr
Anhänge
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Prospekt cpc 2026
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2025 nachhaltige brückenbauwerke aus cpc