Operativ Integriertes Energie- & Lademanagement für Nutzfahrzeugflotten
Fenexity entwickelt eine softwarebasierte Plattform für den zuverlässigen Betrieb elektrischer Bus-, Lkw- und kommunaler Nutzfahrzeugflotten. Sie verbindet die betrieblichen Anforderungen der Fahrzeuge mit Ladeinfrastruktur, Netzanschluss und Energiemanagement.
Mit zunehmender Elektrifizierung müssen öffentliche Verkehrsunternehmen und kommunale Flotten sicherstellen, dass Fahrzeuge trotz begrenzter Anschlussleistung, unterschiedlicher Ladezustände, enger Einsatzpläne und möglicher Störungen rechtzeitig einsatzbereit sind. Häufig werden Fahrzeugplanung, Ladeinfrastruktur, Störmeldungen und Energiedaten jedoch in voneinander getrennten Systemen verwaltet. Dadurch fehlt eine gemeinsame operative Sicht auf den Betrieb.
Die Fenexity-Plattform führt diese Informationen in einer zentralen Anwendung zusammen. Je nach vorhandener Datenlage können unter anderem Fahrzeuge, Ladepunkte, Ladezustände, geplante Abfahrtszeiten, Umläufe, verfügbare Ladefenster, Depotflächen, Netzgrenzen und Störmeldungen berücksichtigt werden. Bestehende Fachsysteme und Ladeinfrastruktur können über standardisierte oder herstellerspezifische Schnittstellen angebunden werden.
Auf dieser Grundlage unterstützt die Plattform insbesondere folgende Aufgaben:
Überwachung von Fahrzeugen, Ladepunkten und laufenden Ladevorgängen
Darstellung des aktuellen und geplanten Depotbetriebs
Zuordnung von Fahrzeugen zu Park- und Ladepositionen
Planung und Priorisierung von Ladevorgängen anhand betrieblicher Anforderungen
Einhaltung definierter Leistungs- und Netzanschlussgrenzen
Erkennung, Einordnung und Weiterleitung betriebsrelevanter Störungen
Dokumentation von Ereignissen, Entscheidungen und Bearbeitungsständen
Vorbereitung datenbasierter Auswertungen zu Energiebedarf, Ladeleistung und Flottenbetrieb
Im Mittelpunkt steht nicht die isolierte Optimierung einzelner Ladepunkte, sondern die Frage, ob jedes Fahrzeug zum erforderlichen Zeitpunkt ausreichend geladen und betrieblich verfügbar ist. Ladeentscheidungen werden deshalb mit Einsatzplanung, Fahrzeugverfügbarkeit und den technischen Einschränkungen des Standorts verknüpft.
Die Lösung ist modular aufgebaut. Öffentliche Betreiber können zunächst mit Transparenz-, Monitoring- oder Alarmierungsfunktionen beginnen und den Funktionsumfang schrittweise um Ladeplanung, Lastmanagement, Berichte oder zusätzliche Schnittstellen erweitern. Bestehende Ladehardware muss hierfür grundsätzlich nicht ersetzt werden.
Die Plattform richtet sich insbesondere an öffentliche Verkehrsunternehmen, kommunale Fuhrparks, Eigenbetriebe, Entsorgungsbetriebe sowie andere Betreiber depotbasierter elektrischer Nutzfahrzeuge. Sie kann sowohl für den Aufbau neuer elektrischer Flotten als auch für die Weiterentwicklung bereits bestehender Ladebetriebe eingesetzt werden.
Die Fenexity-Plattform unterstützt öffentliche Flottenbetreiber dabei, die Elektrifizierung nicht nur technisch, sondern auch betrieblich beherrschbar zu machen. Der wesentliche Mehrwert liegt in der gemeinsamen Betrachtung von Fahrzeugbetrieb, Ladeinfrastruktur und Energieversorgung.
Für den öffentlichen Sektor ist insbesondere die zuverlässige Erfüllung des Betriebsauftrags entscheidend. Bei Verkehrsunternehmen müssen Fahrzeuge zu festgelegten Zeiten für ihre Umläufe bereitstehen. Kommunale Nutzfahrzeuge werden häufig in planbaren Schichten eingesetzt und an zentralen Standorten geladen. Verzögerte Ladevorgänge, nicht erkannte Störungen oder unkoordinierte Leistungsspitzen können unmittelbar zu Fahrzeugausfällen, manuellen Eingriffen und zusätzlichen Kosten führen.
Die Plattform schafft eine zentrale, rollenbezogene Sicht auf den Betrieb. Disposition, Betriebshofleitung, Technik und Administration können mit einer gemeinsamen Datengrundlage arbeiten. Dadurch werden Medienbrüche, manuelle Abstimmungen und die parallele Nutzung mehrerer nicht verbundener Systeme reduziert.
Hervorstechende Merkmale sind:
Betriebsorientierung: Ladeentscheidungen orientieren sich an Abfahrtszeiten, Umläufen und der tatsächlichen Fahrzeugverfügbarkeit.
Systemintegration: Bestehende Fahrzeuge, Ladepunkte und Planungssysteme können in eine gemeinsame Betriebslogik eingebunden werden.
Herstellerunabhängigkeit: Die Plattform ist nicht auf die Ladehardware eines einzelnen Herstellers beschränkt.
Modularität: Betreiber können mit einzelnen Funktionen beginnen und die Lösung entsprechend ihrer Flottengröße und Systemlandschaft erweitern.
Nachvollziehbarkeit: Störungen, Bearbeitungsschritte und betriebliche Entscheidungen können strukturiert dokumentiert werden.
Energieeffizienz: Ladevorgänge können innerhalb ihrer verfügbaren Zeitfenster koordiniert und unnötige Leistungsspitzen vermieden werden.
Ressourceneffizienz: Vorhandene Netzanschlüsse und Ladeinfrastruktur können besser ausgelastet werden, bevor zusätzliche technische Kapazitäten geschaffen werden.
Gegenüber reinem Ladestationsmanagement betrachtet die Fenexity-Plattform nicht nur den technischen Zustand der Ladepunkte. Gegenüber klassischen Flotten- oder Dispositionssystemen berücksichtigt sie zusätzlich Ladezustände, Ladeleistung und energetische Standortgrenzen. Der Ansatz verbindet damit Bereiche, die in vielen bestehenden Systemlandschaften getrennt behandelt werden.
Diese Verbindung ist für öffentliche Auftraggeber besonders relevant, weil elektrische Flotten meist über viele Jahre betrieben werden und unterschiedliche Fahrzeuge, Ladegeräte und Fachsysteme zusammengeführt werden müssen. Eine modular erweiterbare Softwarelösung kann Abhängigkeiten von einzelnen Hardwareanbietern verringern, bestehende Investitionen weiter nutzbar machen und eine schrittweise Elektrifizierung unterstützen.
Der Ansatz kann damit zu einer höheren Fahrzeugverfügbarkeit, geringerem manuellem Koordinationsaufwand, transparenteren Betriebsprozessen und einer effizienteren Nutzung von Lade- und Netzkapazitäten beitragen. Konkrete Einsparungen hängen von Flottengröße, Fahrplan, Standort, Anschlussleistung, vorhandenen Systemen und dem gewählten Funktionsumfang ab.


