Innovation

AI2AccessPilot: Automatisierte Erkennung und Behebung von Barrierefreiheits-Mängeln

AI2Connect GmbH
Beschreibung des innovativen Ansatzes

AI2AccessPilot ist ein Multi-KI-Agenten-System für öffentliche Auftraggeber, die ihre digitalen Angebote BFSG-konform gestalten müssen. Es prüft digitale Angebote automatisiert auf Barrierefreiheit nach WCAG- und BFSG-Vorgaben und behebt identifizierte Mängel eigenständig – in nur 90 Sekunden liefert der Scan erste Ergebnisse.

Vier spezialisierte Agenten – Scanner, Analyse, Korrektur und Monitoring – arbeiten zusammen: Der Scanner-Agent identifiziert Barrieren in sieben kritischen Kategorien:

  • fehlende Alt-Texte,

  • unzureichende Kontraste,

  • fehlende ARIA-Eigenschaften,

  • unklare Inhaltsstruktur,

  • fehlende Inhaltsumgehung,

  • unvorhersehbare Eingabeaktionen

  • und fehlerhaftes Code-Parsing.

Der Analyse-Agent bewertet den Schweregrad, der Korrektur-Agent behebt die erkannten Probleme automatisiert, und der Monitoring-Agent überwacht die Website danach kontinuierlich, damit neue Inhalte nicht erneut zu Barrieren führen.

Bereits beim Scan-Vorgang klassifiziert der Analyse-Agent jedes identifizierte Problem danach, ob es automatisiert behebbar ist oder eine fachliche Prüfung durch einen Menschen erfordert – etwa bei komplexeren inhaltlichen Anpassungen, die eine kontextuelle Bewertung erfordern (z. B. sinnvolle Alt-Text-Formulierungen bei kontextabhängigen Bildern). Diese Einordnung wird direkt im Scan-Ergebnis ausgewiesen, sodass für den Auftraggeber transparent nachvollziehbar ist, welche Korrekturen vollautomatisch durch den Korrektur-Agenten umgesetzt und welche zur manuellen Nachbearbeitung markiert werden. Für diese manuelle Nachbearbeitung arbeiten wir mit einer Behindertenwerkstatt zusammen, die uns bei der fachlichen Prüfung der markierten Fälle unterstützt. Damit verbindet AI2AccessPilot die Effizienz der Automatisierung mit einem echten Beitrag zur Inklusion – auch im eigenen Prüfprozess bleibt der Mensch nicht außen vor, sondern wird gezielt eingebunden.

Die Integration erfolgt mit minimalem technischen Aufwand über eine einzige Codezeile – ohne größeren Umbau bestehender Websites. So können öffentliche Auftraggeber ihre digitalen Angebote nachvollziehbar und ressourcenschonend an die Anforderungen des BFSG anpassen – von der Erkennung bis zur Behebung aus einer Hand.

Hinter AI2AccessPilot steht ein Anliegen, das über reine Gesetzeskonformität hinausgeht: Digitale Teilhabe soll nicht am fehlenden technischen Know-how oder an begrenzten Ressourcen scheitern. Menschen mit Einschränkungen dürfen von digitalen Angeboten nicht ausgeschlossen werden – AI2AccessPilot macht die technische Umsetzung von Barrierefreiheit so einfach, dass Inklusion im digitalen Raum tatsächlich flächendeckend gelingen kann, auch dort, wo bislang die Kapazitäten dafür fehlten.

Mehrwert des Ansatzes

Mehrwert für den öffentlichen Sektor

Öffentliche Auftraggeber sind durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten – stehen dabei aber häufig vor einem strukturellen Problem: Es fehlen personelle Ressourcen, um Websites, Portale und Formulare regelmäßig zu prüfen, Mängel zu beheben und diesen Zustand dauerhaft aufrechtzuerhalten, insbesondere bei häufigen Content-Updates. AI2AccessPilot schließt genau diese Lücke, indem es Erkennung, Behebung und Überwachung von Barrierefreiheits-Mängeln in einem durchgängigen, automatisierten Prozess vereint – statt einer einmaligen Prüfung, nach der die eigentliche Umsetzungsarbeit erst beginnt.

Hervorstechende Merkmale

  • Vollautomatisierter End-to-End-Prozess: Vier spezialisierte KI-Agenten (Scanner, Analyse, Korrektur, Monitoring) decken den kompletten Zyklus von der Erkennung bis zur Behebung ab, statt nur einen Report zu liefern.

  • Sieben kritische Prüfkategorien: fehlende Alt-Texte, unzureichende Kontraste, fehlende ARIA-Eigenschaften, unklare Inhaltsstruktur, fehlende Inhaltsumgehung, unvorhersehbare Eingabeaktionen, fehlerhaftes Code-Parsing.

  • Minimaler Integrationsaufwand: Einbindung über eine einzige Codezeile, ohne Umbau oder Migration bestehender Systeme – dadurch sehr niedrige Einstiegshürde und geringe Implementierungskosten.

  • Kontinuierliches Monitoring statt Einmal-Audit: Neue Inhalte oder Änderungen an der Website werden fortlaufend erneut geprüft, sodass Barrierefreiheit nicht nur punktuell hergestellt, sondern dauerhaft aufrechterhalten wird.

  • Niedrige Lebenszykluskosten: Da Korrektur und Monitoring automatisiert erfolgen, entfallen wiederkehrende manuelle Audit- und Nachbesserungskosten, die bei klassischen Prüfverfahren typischerweise über die Nutzungsdauer anfallen.

Besondere Eignung für den öffentlichen Sektor

Öffentliche Stellen betreiben oft eine Vielzahl unterschiedlicher digitaler Angebote (Bürgerportale, Formularseiten, Informationsseiten einzelner Ämter oder Einrichtungen), die zentral gepflegt oder überwacht werden müssen, ohne dass für jedes einzelne Angebot dediziertes technisches Personal zur Verfügung steht. Die geringe Integrationshürde und der hohe Automatisierungsgrad von AI2AccessPilot ermöglichen es, auch mit begrenzten IT-Ressourcen eine flächendeckende und nachvollziehbare Umsetzung der BFSG-Anforderungen zu erreichen – skalierbar über mehrere Websites oder Fachbereiche hinweg, ohne dass jede Stelle eigenes Accessibility-Know-how aufbauen muss.

Unterschied und Weiterentwicklung gegenüber anderen Marktansätzen

Die meisten am Markt verfügbaren Lösungen im Bereich digitale Barrierefreiheit beschränken sich auf die reine Prüfung: Sie liefern einen Scan-Report oder eine Mängelliste und überlassen die eigentliche Umsetzung – also die Behebung der gefundenen Probleme – vollständig dem Auftraggeber. Das erfordert in der Regel zusätzliches externes Fachpersonal oder interne Entwicklungskapazität, die insbesondere im öffentlichen Sektor oft nicht kurzfristig verfügbar ist.

AI2AccessPilot geht diesen Schritt weiter und deckt mit dem Korrektur-Agenten auch die Umsetzung ab, sodass Erkennung und Behebung nicht getrennte, separat zu beauftragende Prozessschritte sind, sondern aus einer Hand erfolgen. In Kombination mit dem fortlaufenden Monitoring-Agenten entsteht so ein sich selbst erhaltender Prozess, der die BFSG-Anforderungen nicht nur einmalig, sondern dauerhaft absichert – ein klarer Unterschied zu klassischen, punktuellen Audit-Dienstleistungen oder reinen Scan-Tools.

Vorgestellt am
15.08.2026
Vorgestellt von
AI2Connect GmbH
Website
Kontaktperson
Mariya Rajendran
Schlagwörter
Inklusion
Künstliche Intelligenz (KI)
Bürgerbeteiligung & Partizipation
Anhänge
PDF
Ai2accesspilot anleitung stadtunna