Innovation

Das digitale Heimat-Ökosystem für Kommunen

Manuel Vollnhals
Beschreibung des innovativen Ansatzes

Kommunen haben in den vergangenen Jahren viele digitale Angebote geschaffen: Apps, Websites, Bürgerportale, Veranstaltungskalender und weitere Fachanwendungen. Damit ist jedoch häufig auch die Zahl der Systeme gestiegen, die parallel gepflegt werden müssen. Informationen werden mehrfach erfasst, Änderungen an verschiedenen Stellen vorgenommen und Beschäftigte in den Verwaltungen mit wiederkehrenden Aufgaben belastet.

Das digitale Heimat-Ökosystem setzt deshalb nicht auf einen weiteren einzelnen Kanal, sondern auf die Verbindung von Informationen, Kommunikation und kommunalen Services. Der Grundgedanke ist einfach: Eine Information wird zentral gepflegt und kann anschließend über verschiedene Anwendungen und Kommunikationswege genutzt werden.


Das Ökosystem besteht aus den drei miteinander verbundenen Lösungen HeimatInfo, HeimatManager und HeimatKI.


Heimat-Info bildet den direkten Zugang zur kommunalen Bürgerkommunikation. Kommunen können aktuelle Meldungen, Veranstaltungen, Hinweise, Vereinsnachrichten und weitere Informationen aus dem Ort veröffentlichen. Gleichzeitig erhalten Vereine, Organisationen und lokale Akteure die Möglichkeit, ihre Angebote sichtbar zu machen und die Menschen vor Ort unmittelbar zu erreichen.


Der Heimat-Manager ergänzt die Kommunikation um konkrete digitale Angebote. Kommunen können beispielsweise Räume und Hallen sichtbar und buchbar machen, Belegungspläne organisieren, Terminvereinbarungen anbieten oder Ferienprogramme digital abwickeln. Auch weitere kommunale Services lassen sich entsprechend dem jeweiligen Bedarf abbilden.


Heimat-KI schafft einen zusätzlichen Zugang zu kommunalen Informationen. Bürgerinnen und Bürger können ihre Fragen direkt stellen, anstatt selbst nach der passenden Unterseite oder Information suchen zu müssen. Die Antworten greifen auf bereits vorhandenes kommunales Wissen zurück. Innerhalb der Verwaltung kann Künstliche Intelligenz außerdem dabei unterstützen, Inhalte effizienter zu erstellen, zu überarbeiten und für unterschiedliche Zwecke aufzubereiten. Mehr als 400 kommunale KI-Instanzen sind bereits im Einsatz.


Das Besondere liegt im Zusammenspiel dieser Lösungen. Informationen werden nicht nur veröffentlicht, sondern können unmittelbar mit passenden Services verbunden werden. Digitale Angebote werden über die Bürgerkommunikation sichtbar. Gleichzeitig hilft die KI dabei, vorhandenes Wissen leichter zugänglich zu machen und wiederkehrende Aufgaben zu reduzieren.


So entsteht keine weitere Insellösung, sondern eine gemeinsame digitale Grundlage, die Kommunen entsprechend ihren Anforderungen schrittweise nutzen und erweitern können. Dabei steht nicht ein bestimmter Kanal im Mittelpunkt, sondern die Information selbst. Bürgerinnen und Bürger entscheiden, ob sie diese beispielsweise über eine App, eine Website oder künftig über eine KI abrufen möchten.


Kommunen brauchen nicht immer mehr Systeme. Sie brauchen Lösungen, die miteinander sprechen und vorhandene Informationen sinnvoll nutzbar machen. Genau dafür schafft das digitale Heimat-Ökosystem die Grundlage.

Mehrwert des Ansatzes

Der Mehrwert des digitalen Heimat-Ökosystems entsteht durch die Verbindung von Aufgaben, die in vielen Kommunen bislang getrennt voneinander organisiert werden. Bürgerkommunikation, digitale Services und KI-gestützter Informationszugang greifen ineinander, anstatt als einzelne Anwendungen nebeneinander zu bestehen.

Weniger Mehrfachpflege für die Verwaltung

Eine geänderte Öffnungszeit, eine Straßensperrung oder eine neue Veranstaltung sollte nicht für jeden Kommunikationskanal erneut angelegt werden müssen. Werden Informationen auf einer gemeinsamen Grundlage gepflegt, können sie für unterschiedliche Anwendungen und Zugangswege genutzt werden. Das reduziert wiederkehrende Arbeit und hilft dabei, kommunale Informationen einheitlich und aktuell bereitzustellen.
Auch digitale Buchungen, Terminvereinbarungen und weitere Services können Abläufe vereinfachen, die sonst telefonisch, per E-Mail oder über manuelle Listen organisiert werden. Die Verwaltung wird dadurch nicht ersetzt. Sie wird dort entlastet, wo kein persönlicher Kontakt und keine individuelle fachliche Entscheidung notwendig sind.

Einfacherer Zugang für Bürgerinnen und Bürger

Bürgerinnen und Bürger möchten Informationen schnell, verlässlich und möglichst unabhängig von Öffnungszeiten finden. Im digitalen Heimat-Ökosystem erhalten sie einen übersichtlichen Zugang zu Meldungen, Veranstaltungen, Ansprechpartnern und kommunalen Angeboten.

Durch HeimatKI kommt eine weitere Möglichkeit hinzu: Statt eine Website nach der richtigen Information zu durchsuchen, können Bürgerinnen und Bürger ihre Frage direkt stellen. Ist das benötigte Wissen bereits vorhanden, kann es genau in dem Moment zugänglich gemacht werden, in dem es gebraucht wird.

Mehr Sichtbarkeit für Vereine und lokale Akteure

Vereine, Organisationen und weitere lokale Akteure sind ein wichtiger Teil des kommunalen Lebens. Über HeimatInfo können sie Veranstaltungen, Neuigkeiten und Angebote veröffentlichen und die Menschen in ihrem direkten Umfeld erreichen.

Davon profitieren beide Seiten: Bürgerinnen und Bürger erfahren leichter, was vor Ort stattfindet, während Vereine und Organisationen mehr Sichtbarkeit für ihre Arbeit erhalten. Das digitale Heimat-Ökosystem unterstützt damit nicht nur Verwaltungsprozesse, sondern stärkt auch das gesellschaftliche Leben in der Kommune.

Digitalisierung auch für kleinere Kommunen

Moderne digitale Kommunikation darf nicht von der Größe einer Kommune oder den verfügbaren IT-Ressourcen abhängen. Gerade kleinere Gemeinden können nicht für jedes neue Angebot eigene Systeme, Schnittstellen und Zuständigkeiten aufbauen.

Durch standardisierte technische Grundlagen und wiederverwendbare Lösungen können auch kleinere Kommunen digitale Angebote nutzen und entsprechend ihrem Bedarf ausbauen. Eine Kommune muss dabei nicht alle Bausteine gleichzeitig einführen, sondern kann mit der aktuell wichtigsten Lösung beginnen und das Ökosystem schrittweise erweitern.

Entwicklung aus der kommunalen Praxis

Durch die Partnerschaft von Cosmema und LINUS WITTICH bestehen Verbindungen zu mehr als 4.000 Kommunen in Deutschland. Anforderungen aus unterschiedlichen Regionen und Kommunengrößen können dadurch in die Weiterentwicklung der Lösungen einfließen.

Der entscheidende Vorteil liegt nicht in einer möglichst großen Zahl einzelner Funktionen. Er liegt darin, vorhandene Informationen besser zu nutzen, digitale Angebote leichter auffindbar zu machen und Technologien so miteinander zu verbinden, dass im kommunalen Alltag tatsächlich weniger Aufwand entsteht.

Das digitale Heimat-Ökosystem digitalisiert deshalb nicht nur einzel

Für Kommunen bedeutet dies eine effizientere Bereitstellung von Informationen und Services bei gleichzeitig geringerem Verwaltungsaufwand. Bürgerinnen und Bürger profitieren von einem zentralen Zugang zu relevanten Informationen, Veranstaltungen, Anmeldungen und digitalen Angeboten ihrer Heimatkommune. Vereine und Organisationen erhalten mehr Sichtbarkeit und können ihre Angebote leichter bekannt machen.

Ein besonderer Mehrwert entsteht durch die Bündelung bisher getrennter Prozesse. Statt verschiedene Anwendungen und Kommunikationswege verwalten zu müssen, können Kommunen zahlreiche Aufgaben innerhalb eines zusammenhängenden Systems abbilden. Dies verbessert die Nutzerfreundlichkeit, erhöht die Reichweite kommunaler Angebote und stärkt die digitale Teilhabe aller Beteiligten.

Mit der Integration von künstlicher Intelligenz werden zusätzlich neue Möglichkeiten geschaffen, Inhalte effizienter zu erstellen, Prozesse zu unterstützen und Mitarbeitende zu entlasten. Dadurch können vorhandene Ressourcen gezielter eingesetzt und die Servicequalität weiter verbessert werden.


Das digitale Heimat-Ökosystem unterstützt Kommunen somit nicht nur bei der Digitalisierung einzelner Aufgaben, sondern beim Aufbau einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur für Kommunikation, Service, Beteiligung und Zusammenarbeit.

Vorgestellt am
05.10.2026
Vorgestellt von
Cosmema-Wittich GmbH
Website
Kontaktperson
Johannes Vollnhals
Schlagwörter
Digitalisierung
Künstliche Intelligenz (KI)
Bürgerbeteiligung & Partizipation