X-PLORE OFFROAD BOS — digitales Lagebild und Geländenavigation für Einsatzkräfte
X-PLORE OFFROAD BOS ist eine Lage- und Navigationsplattform für Einsätze abseits befestigter Straßen — Vegetationsbrände, Hochwasser, Sturmschäden, Vermisstensuche, Übungs- und Dienstbetrieb.
Sie beantwortet zwei Fragen, die im Gelände über den Einsatzerfolg entscheiden: Kommt dieses Fahrzeug dort wirklich durch? Und wo stehen gerade alle anderen?
Live-Lagebild statt Funkbild.
Positionen aller Kräfte, Suchzonen mit Track-Abdeckung, Gefahrenstellen, POIs, SOS und Chat laufen auf Smartphone, Tablet und am Desktop in der Leitstelle zusammen. Taktische Zeichen nach DV 102 und APP-6/MIL-STD-2525 sind hinterlegt. Ein Team wird über einen sechsstelligen Beitrittscode oder QR-Code geöffnet — ohne IT-Projekt, ohne Rollout, auf den Geräten, die die Einheit bereits besitzt.
Navigation abseits der Straße.
Grundlage ist ein eigenes Wegenetz mit 14,2 Millionen bewerteten Wegsegmenten, für die Befahrbarkeit, Rechtsstatus, Breite, Tragfähigkeit und Untergrund hinterlegt sind. Geroutet wird fahrzeugspezifisch über acht Fahrzeugprofile, vom Mannschaftstransportwagen über das 26-Tonnen-Löschfahrzeug bis zum 40-Tonnen-THW-Fahrzeug, mit Gewicht, Breite, Höhe und Achslast als Routing-Parameter. Dazu Offline-3D-Gelände, UTM/MGRS und 66.676 forstliche Rettungspunkte offline an Bord.
Geländebewertung aus Satellitendaten statt Felderhebung.
Fünfzehn produktive Datenpipelines verarbeiten Sentinel-1/-2, Copernicus DEM, SoilGrids, NASA GEDI/ICESat-2 und Wetterdaten zu einer täglich aktualisierten Einschätzung von Bodenfeuchte, Tragfähigkeit, Vegetation, Schneelage und Windwurf — bei 10 Metern Auflösung. Die Tragfähigkeitsrechnung folgt dem NATO-Referenzmodell der Terramechanik (RCI/VCI). Wo eine klassische Wegekataster-Erhebung alle drei bis sechs Monate einen statischen Wert liefert, entsteht hier eine Befahrbarkeitsprognose über sieben Tage, bezogen auf das konkrete Fahrzeug.
SAR-Analytics für die Lagebeurteilung.
Aktive Feuer aus NASA-FIRMS-Satellitendaten, Waldbrand-Ausbreitungsprognose nach Wind, Gelände und Vegetation, Löschwasser- und Pendelverkehrsrechnung für Förderstrecken, automatischer Vorschlag geeigneter Hubschrauberlandezonen, Sicht- und Funkschattenanalyse mit Erdkrümmung sowie eine Abschätzung von CBRN-Gefahrstoff-Fahnen nach Wetterlage. Vier KI-Modelle laufen direkt auf dem Gerät (171 MB im App-Paket), ebenso ein Sprachmodell im Browser — ohne Datenabfluss.
Offline-first, einschließlich Kommunikation.
Karten, Routing und Analyse funktionieren ohne Mobilfunk. Fällt zusätzlich das lokale Netz aus, verbinden sich die Geräte über ein selbst entwickeltes Bluetooth-Mesh direkt miteinander — herstellerübergreifend zwischen iOS und Android — und reichen Positionen, Chat und Wegpunkte von Fahrzeug zu Fahrzeug weiter. Ohne Zusatzhardware, ohne Funkgerät, ohne Router. Ein Comms-Manager wählt automatisch den jeweils breitesten verfügbaren Weg: Internet, lokales Netz oder Mesh.
Anschlussfähig statt abgeschlossen.
Vollständiger CoT-Builder einschließlich CASEVAC, mTLS-TAK-Client mit automatischem Reconnect und Data-Package-Import, Export nach ATAK, iTAK und WinTAK sowie GPX, KML und GeoPackage. Bestehende taktische Systeme einer Leitstelle oder eines Kreises bleiben nutzbar; X-PLORE tritt daneben, nicht an ihre Stelle.
Herkunft und Reifegrad.
Die Plattform wird von der eviit GmbH entwickelt, einem Software- und Datenhaus für Routing, Geodatenanalyse und Planungsrechnung. Technische Basis sind 19 Engine-Module mit 277 automatisierten Tests. Die Consumer-Variante der App (X-PLORE OFFROAD) ist im App Store und bei Google Play veröffentlicht und wird von zahlenden Nutzern täglich im Gelände eingesetzt — jede Fahrt liefert Bodenwahrheit zurück in die Wegedaten. Die BOS-Variante teilt sich mit ihr denselben Kern; das Tablet-Cockpit ist im Löschfahrzeug erprobt, das Web-Lagebild ist gebaut, Gespräche und Tests mit Feuerwehren, THW-Ortsverbänden und Hilfsorganisationen laufen.
Einsatzfähigkeit genau dort, wo bestehende Systeme aussteigen.
Straßennavigation kennt weder Waldwege noch Tragfähigkeit oder Furten; Papierkarte und Funk liefern kein gemeinsames Lagebild. Professionelle Führungssysteme schließen diese Lücke, setzen aber Netzverfügbarkeit, Serverinfrastruktur und Schulung voraus und sind für ehrenamtlich getragene Einheiten in der Regel unerreichbar. X-PLORE BOS besetzt genau diesen Zwischenraum: Lagebild und Geländenavigation in der Qualität eines Fachsystems, bedienbar und bezahlbar auf der Ebene einer Ortswehr oder eines Ortsverbands.
Besondere Eignung für den öffentlichen Sektor
Beschaffbar ohne Systemwechsel. Keine Server, keine Client-Installation, kein Rollout-Projekt. Die Anwendung läuft auf den dienstlichen oder privaten Endgeräten, die die Einheit bereits nutzt. Inbetriebnahme über Beitrittscode, Einweisung in rund 60 Minuten.
Kalkulierbare Haushaltsposition. Organisationslizenz als Jahresbetrag mit Rechnung an den Träger statt Kreditkartenzahlung: Team 490 €/Jahr (10 Aktiv-Lizenzen, Ortsgruppe oder Hundestaffel), Org 1.990 €/Jahr (40 Aktiv-Lizenzen, Kreisfeuerwehr oder THW-Ortsverband, inkl. SAR-Analytics und ATAK-Export), Enterprise individuell für Landkreis und Leitstelle mit TAK-Server, SSO und SLA. Für rein ehrenamtlich getragene Organisationen 50 Prozent Nachlass.
Viewer sind unbegrenzt und kostenfrei. Leitstelle, Einsatzleitung, Verwaltung und Stabsfunktionen schauen ohne Lizenzkosten mit. Bezahlt werden nur aktive Nutzer im Feld. Damit skaliert die Lage, nicht die Rechnung — ein Unterschied zu Pro-Kopf-Modellen, der gerade bei großen Lagen mit vielen Mitlesenden durchschlägt.
Datenschutz und Souveränität sind Bestandteil des Produkts, nicht Beiwerk. Hosting in der EU, DSGVO-konform. Auftragsverarbeitungsvertrag, TOM-Dokumentation und eine Muster-Dienstvereinbarung zur Ortung liegen als Vorlage bei. Die Positionsfreigabe ist jederzeit abschaltbar, die Viewer-Rolle kommt vollständig ohne Ortung aus. Keine ITAR-Grauzone, keine Abhängigkeit von außereuropäischen Anbietern — ein Kriterium, das Behörden seit der Debatte um ausländische Analyseplattformen regelmäßig prüfen.
Keine Herstellerbindung. Offene Austauschformate (CoT, ATAK/iTAK/WinTAK, GPX, KML, GeoPackage) und benennbare, öffentlich nachlesbare Verfahren. Vorhandene Systeme bleiben anschlussfähig, ein späterer Wechsel bleibt möglich.
Unterschied zu anderen am Markt verfügbaren Ansätzen.
Consumer-Outdoor-Apps bieten Karten, aber kein Lagebild, keine Fahrzeugprofile und keine Befahrbarkeitsbewertung. Taktische Open-Source-Werkzeuge bieten ein Lagebild, aber keine fahrzeugspezifische Geländebewertung und keine netzunabhängige Trupp-Kommunikation ohne Zusatzhardware. Führungs- und Verteidigungssysteme bieten beides, sind jedoch für Stabsarbeit ausgelegt, kostenintensiv und für das Ehrenamt nicht beschaffbar. Die Kombination aus fahrzeugspezifischer Befahrbarkeit aus Satellitendaten, Lagebild mit taktischen Zeichen, vollständiger Offline-Fähigkeit einschließlich Analyse und Bluetooth-Mesh sowie ehrenamtstauglicher Preisstruktur ist in einem Vergleich von zwölf Produkten bei keinem anderen Anbieter vollständig vorhanden.
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Die Geländedaten entstehen aus offenen, kostenfreien Erdbeobachtungsdaten europäischer und US-amerikanischer Programme statt aus Befahrungen und Vor-Ort-Erhebungen — das spart Erhebungsfahrten und hält den Datenbestand tagesaktuell statt im Mehrmonatszyklus. Die Anwendung läuft auf vorhandenen Endgeräten, es entsteht keine zusätzliche Hardwarebeschaffung und kein Elektronikschrott durch Speziallösungen. Kürzere Anfahrten über tatsächlich befahrbare Wege, vermiedene Fehlanfahrten und Festfahrsituationen wirken unmittelbar auf Einsatzzeit, Kraftstoffverbrauch und Materialbelastung.
Belegbarkeit.
Die Technologie wird im Consumer-Markt täglich produktiv eingesetzt und dadurch unabhängig vom Einsatzgeschehen erprobt und finanziert. Für Behörden heißt das: Sie beschaffen kein Pilotprojekt, sondern eine Anwendung, die im Alltag bereits läuft — und deren Weiterentwicklung nicht von einer einzelnen Beschaffung abhängt.


