Innovation

InfraCarbon – CO₂-Bilanz für Tiefbau und Infrastruktur

Gouzal Mozafari / S+M Engineering GmbH
Beschreibung des innovativen Ansatzes

InfraCarbon - KI-gestützte CO₂-Bilanzierung und Variantenvergleich für den Tiefbau

InfraCarbon ist eine webbasierte Anwendung für öffentliche Bauherren, Tiefbauämter, Versorger, Netzbetreiber und Planungsbüros. Sie berechnet die Treibhausgasemissionen von Straßen- und Leitungsbauprojekten und unterstützt dabei, emissionsärmere Planungsvarianten zu erkennen und nachvollziehbar zu vergleichen.

Erfasst werden Straßenoberbau, Randabschlüsse, Wasser- und Abwasserleitungen, Fernwärmeleitungen sowie Strom- und Telekommunikationskabel einschließlich Glasfaser, jeweils mit den zugehörigen Gräben und Schächten. Projekte lassen sich aus hinterlegten Profilen oder frei aufgebauten Querschnitten modellieren. Aus der Geometrie werden unter anderem Mengen für Aushub, Bettung, Rohrumhüllung, Verfüllung und Straßenaufbau abgeleitet.

Vorhandene Pläne und Leistungsverzeichnisse werden KI-gestützt analysiert. Die daraus gewonnenen Vorschläge werden vor der Übernahme durch die Anwender geprüft und bestätigt. Die Bilanzierung verknüpft Mengen mit dokumentierten Emissionsfaktoren. Herstellung, Transport, Rückbau und Entsorgung werden getrennt dargestellt.

Varianten mit unterschiedlichen Materialien oder Bauweisen können gegenübergestellt werden. Dabei lassen sich auch Ansätze der Kreislaufwirtschaft, etwa der Einsatz von Recyclingmaterialien, hinsichtlich ihrer Treibhausgasemissionen vergleichen. Ein PDF-Bericht dokumentiert Mengen, verwendete Faktoren und Quellen. Fehlende Angaben und unvollständige Ergebnisse werden kenntlich gemacht.

Entwicklungsstand: lauffähige Webanwendung, erprobt an einem realen Kanalbauprojekt.

Einen kurzen Einblick in InfraCarbon bietet unser Teaser-Video.

https://youtu.be/SUC8i_Mhgv0?si=1Gx1PTIyoTu8xbq-

Mehrwert des Ansatzes

Mehrwert / Innovationsgehalt

InfraCarbon verbindet die geometrische Modellierung von Tiefbauprojekten mit einer nachvollziehbaren CO₂-Bilanzierung und dem direkten Vergleich von Planungsvarianten.

Tiefbauspezifische Mengenermittlung:
Gräben, Leitungen und Straßenaufbauten werden anhand ihrer Geometrie abgebildet. Dabei werden unter anderem Rohrverdrängung, Bettung, Umhüllung und Verfüllung berücksichtigt. So lassen sich die Auswirkungen konkreter Planungsänderungen untersuchen.

Entscheidungen früh unterstützen:
Unterschiedliche Rohrwerkstoffe, Recyclinganteile oder Verfüllmaterialien können bereits während der Planung verglichen werden. Das hilft, emissionsärmere Lösungen zu erkennen, solange Materialwahl und Bauweise noch beeinflussbar sind.

Ergebnisse nachvollziehen:
Der Bericht dokumentiert Mengen, Emissionsfaktoren und Quellen. Datenlücken werden sichtbar gemacht. Dadurch können Planungsbeteiligte Ergebnisse besser prüfen und die Grundlagen ihrer Variantenentscheidung erläutern.

Vorhandene Unterlagen nutzen:
Importfunktionen und eine KI-gestützte Plan- und Leistungsverzeichnisanalyse unterstützen die Datenerfassung. Die fachliche Kontrolle der übernommenen Angaben bleibt bei den Anwendern.

Nutzen für öffentliche Auftraggeber:
Kommunen, Tiefbauämter und Versorger erhalten eine dokumentierte Grundlage, um die Klimawirkung ihrer Projekte zu untersuchen, Varianten begründet auszuwählen und klimabezogene Planungsziele mit den Beteiligten abzustimmen.

Vorgestellt am
20.10.2026
Vorgestellt von
S+M Engineering GmbH
Website
Kontaktperson
Gouzal Mozafari
Schlagwörter
Bauwesen
Nachhaltigkeit
Künstliche Intelligenz (KI)
Anhänge
PDF
Infracarbon praesentation verkehrsinfrastruktur 102026