KI-gestützte Klassifizierung und automatische Vektorisierung von 3D-Punktwolken
Pointly entwickelt KI-basierte Lösungen zur automatisierten Klassifizierung und Vektorisierung von 3D-Punktwolken. Die Technologie ermöglicht es, große Mengen dreidimensionaler Geodaten effizient auszuwerten und daraus strukturierte, direkt weiterverwendbare Informationen für Planung, Betrieb, Dokumentation und Digitalisierung zu gewinnen.
3D-Punktwolken entstehen beispielsweise durch Laserscanning aus der Luft (ALS), vom Boden (TLS), von mobilen Plattformen (MLS), durch Photogrammetrie oder durch sonarbasierte Vermessung. Sie bilden die geometrische Realität von Städten, Verkehrswegen, Gebäuden, Infrastrukturen und Landschaften mit hoher Detailgenauigkeit ab. Die manuelle Auswertung dieser Daten ist jedoch zeitaufwendig und bindet erhebliche personelle Ressourcen.
Pointly automatisiert diesen Prozess in zwei wesentlichen Schritten:
1. KI-gestützte Klassifizierung: Die Software erkennt und klassifiziert einzelne Punkte anhand ihrer geometrischen und räumlichen Eigenschaften sowie optional anhand von Intensitäts- und Farbinformationen. Je nach Anwendungsfall können beispielsweise Boden, Vegetation, Gebäude, Straßen, Gleise, Fahrleitungsanlagen, Masten, Leitungen oder technische Gebäudeausrüstung unterschieden werden.
2. Automatische Vektorisierung und Objektextraktion: Auf Grundlage der klassifizierten Punktwolken werden geometrische Objekte und relevante Merkmale automatisch extrahiert. Dazu gehören beispielsweise Leitungstrassen, Masten, Gebäudeelemente, Vegetationsstrukturen oder weitere anwendungsspezifische Objekte. So entstehen strukturierte Vektordaten, die sich in bestehende GIS-, CAD- und BIM-Prozesse integrieren lassen.
Die Lösung verbindet vortrainierte KI-Modelle mit anwendungsspezifischer Anpassung und regelbasierter Nachverarbeitung. Dadurch können Modelle auf die jeweiligen Daten, Objektklassen und fachlichen Anforderungen zugeschnitten werden. Eine webbasierte Plattform unterstützt die Datenverwaltung, Visualisierung, manuelle Nachbearbeitung, Qualitätskontrolle und Zusammenarbeit. Über Schnittstellen lassen sich die Ergebnisse in bestehende IT-Systeme und automatisierte Verarbeitungsketten integrieren.
Pointly bietet unterschiedliche Betriebsmodelle: eine cloudbasierte Plattform sowie lokale Verarbeitung mit der Pointly Box für Organisationen mit besonderen Anforderungen an Datenhoheit, IT-Sicherheit und den Betrieb in abgeschotteten IT-Umgebungen.
Die Technologie eignet sich insbesondere für öffentliche Auftraggeber, Behörden und kommunale Unternehmen, die große Mengen an 3D-Geodaten effizient erschließen und für digitale Bestandsmodelle, Infrastrukturmanagement und datenbasierte Entscheidungen nutzbar machen möchten.
Pointly ermöglicht es öffentlichen Auftraggebern, umfangreiche 3D-Punktwolken automatisiert in strukturierte, nutzbare Informationen zu überführen. Der besondere Mehrwert liegt in der Kombination aus KI-gestützter Punktklassifizierung und automatischer Vektorisierung: Statt lediglich einzelne Punkte zu kategorisieren, können relevante Objekte und geometrische Merkmale direkt aus den Daten abgeleitet werden.
Wirtschaftlichkeit und Ressourceneffizienz: Die automatisierte Verarbeitung reduziert den manuellen Aufwand bei der Auswertung großer Datenbestände. Mitarbeitende können sich stärker auf fachliche Prüfung, Planung und Entscheidungen konzentrieren, anstatt Objekte zeitaufwendig manuell zu klassifizieren und zu erfassen.
Skalierbarkeit und Wiederverwendbarkeit: Einmal etablierte Verarbeitungsketten lassen sich auf große Datenmengen und wiederkehrende Aufgaben anwenden. Individuell angepasste KI-Modelle ermöglichen es, spezifische Anforderungen unterschiedlicher Fachbereiche und Infrastrukturen abzubilden.
Verbesserte Datenverfügbarkeit: Die automatisierte Extraktion strukturierter Geometrien erleichtert die Integration von 3D-Bestandsdaten in GIS-, CAD- und BIM-Systeme. Dadurch können Geodaten besser für digitale Zwillinge, Bestandsdokumentation, Infrastrukturplanung und langfristiges Asset Management genutzt werden.
Flexibilität und Datenhoheit: Durch die Wahl zwischen Cloud-Verarbeitung und lokaler Bereitstellung können öffentliche Einrichtungen die Lösung an ihre technischen, organisatorischen und sicherheitsbezogenen Anforderungen anpassen. Die Pointly Box ermöglicht eine lokale Verarbeitung, bei der die Punktwolken nicht in eine externe Cloud hochgeladen werden müssen.
Anpassbarkeit an konkrete Anwendungsfälle: Neben bestehenden KI-Modellen können kundenspezifische Modelle für bestimmte Objektklassen, Sensortypen und Datencharakteristika trainiert werden. Die Kombination aus KI, fachlichen Regeln und optionaler manueller Qualitätskontrolle ermöglicht eine gezielte Ausrichtung auf die Anforderungen des jeweiligen Projekts.
Beitrag zur Digitalisierung des öffentlichen Sektors: Die Technologie unterstützt Behörden, Kommunen und öffentliche Infrastrukturbetreiber dabei, digitale Bestandsdaten effizienter aufzubauen und aktuell zu halten. Mögliche Einsatzbereiche sind kommunale 3D-Stadtmodelle, Straßen- und Schieneninfrastruktur, Energieversorgung, Vegetationsmanagement sowie die digitale Erfassung und Verwaltung von Gebäuden und technischen Anlagen.
Im Unterschied zu Ansätzen, die ausschließlich eine Punktklassifizierung oder eine Visualisierung der Punktwolke bieten, verbindet Pointly die automatische Klassifizierung mit der Extraktion strukturierter Vektorgeometrien und der Integration in bestehende Arbeitsabläufe. Damit wird aus einer umfangreichen 3D-Messdatengrundlage eine effizient nutzbare Informationsbasis für operative und strategische Aufgaben.


