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Lösung

Re-Fresh Global

Re-Fresh Global
Kurzvorstellung der Lösungsanbieterinnen und Lösungsanbieter (max. 500 Wörter)

Re-Fresh Global ist ein deutsch-israelisches Greentech-Startup mit Sitz in Berlin, das sich auf innovative, biochemische Verfahren zur Verwertung von Textilabfällen spezialisiert hat. Unser interdisziplinäres Team vereint Expertise aus Biotechnologie, Materialwissenschaft, urbaner Produktion und Kreislaufwirtschaft.

Das Unternehmen wurde von Viktoria Kanar und Revital Nadiv gegründet, die mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung in der Textilproduktion, Lieferkettenentwicklung und nachhaltiger Industrieinnovation mitbringen. Unterstützt werden sie von unserem CTO, Dr. Itzhak Shalev, einem weltweit anerkannten Experten für Faserchemie und enzymbasierte Recyclingprozesse.

Wir arbeiten seit mehreren Jahren mit führenden Industriepartnern wie der Volkswagen Group, der Mercedes-Benz Group und LVMH zusammen und haben zahlreiche Pilotprojekte in Europa und Israel umgesetzt. Diese Zusammenarbeit hat uns nicht nur technologisch vorangebracht, sondern auch ein tiefes Verständnis für praxisnahe Anforderungen in Produktion, Materialentwicklung und dezentralen Wertschöpfungsmodellen vermittelt. Als junges, wachstumsorientiertes Unternehmen zeichnet uns vor allem die Fähigkeit aus, komplexe biochemische Prozesse so weiterzuentwickeln, dass sie lokal, ressourceneffizient und realitätsnah angewendet werden können – ohne großindustrielle Infrastruktur.

Kurzbeschreibung der Lösung (max. 1500 Wörter)

Unsere Leitidee ist die Entwicklung einer urbanen, kleinskaligen Recycling- und Materialinnovationsstation, die als „Re-Fresh MicroLab“ in das Reallabor integriert werden kann. Im Unterschied zu einem kompletten Microfactory-Modul, das eine deutlich größere Investition erfordert, konzentriert sich dieses MicroLab auf realistisch umsetzbare Elemente: eine transparente Demonstration unserer biochemischen Prozesse im kleinen Maßstab, die Vorverarbeitung definierter Abfallströme, die Präsentation unserer drei recycelten Materialtypen (Re-SanPulp™, Re-Nano™ und Re-Thanol™) sowie die Durchführung von Workshops und Materialtests mit lokalen Akteur:innen.

Die Besonderheit unserer Lösung liegt in der Fähigkeit, Textilmischungen – insbesondere Baumwolle-Polyester – effizient zu trennen und in hochwertige Ausgangsstoffe umzuwandeln. Das Verfahren wird bereits industriell getestet und ist technologisch soweit fortgeschritten, dass zentrale Prozessschritte im Reallabor sichtbar, begreifbar und didaktisch sinnvoll demonstriert werden können. Unser Fokus im Reallabor liegt daher weniger auf der Produktionsmenge, sondern auf Wissensvermittlung, Materialentwicklung, lokaler Aktivierung und der praktischen Einführung in biobasierte Kreislaufsysteme.

Der Entwicklungsstand unserer Technologien ist unterschiedlich weit, was uns erlaubt, verschiedene Reifegrade anschaulich einzubinden: Re-SanPulp™ wird bereits industriell genutzt und kann im MicroLab als fertiges Produkt präsentiert und getestet werden. Re-Thanol™ befindet sich auf TRL 5 und eignet sich für Labormaßstab-Demonstrationen. Re-Nano™ befindet sich derzeit im Scale-up und kann im Reallabor vor allem als Materialinnovation vorgestellt werden. Im Reallabor setzen wir bewusst auf ein reduziert skaliertes, modular aufgebautes Format, das mit vorhandenen Ressourcen realistisch realisierbar ist.

Im Reallabor „100 Meter Zukunft“ soll das MicroLab in einem Raum von etwa 20–40 m² installiert werden. Dieser Bereich ermöglicht die Einrichtung eines kompakten Labortisches für Prozessdemonstrationen, eine Materialgalerie, partizipative Workshopflächen und ein kleines Versuchsmodul zur Vorverarbeitung von Textilabfällen. Das MicroLab zeigt so, wie urbane Kreislaufwirtschaft konkret funktionieren kann, ohne dass eine vollständige Produktionslinie aufgebaut werden muss. Besucher:innen können Materialien anfassen, ihren Entstehungsprozess nachvollziehen und erleben, wie Recycling lokal funktioniert – von der Sammlung bis zum neuen Material.

Die Neuartigkeit unseres Ansatzes liegt in der Kombination aus biochemischer Technologie, materialorientierter Innovationsentwicklung und unmittelbarer lokaler Interaktivität. Während klassische Recyclingprozesse für Bürger:innen unsichtbar bleiben, macht unser Ansatz die Wertschöpfungskette transparent und trägt zur Bewusstseinsbildung bei. Gleichzeitig eröffnet das MicroLab Designer:innen, Handwerksbetrieben und lokalen Unternehmen die Möglichkeit, mit biobasierten Materialien zu experimentieren und neue Anwendungen zu entwickeln.

Damit stärkt das Projekt den Standort nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und kulturell: Es schafft einen Raum für Bildung, Innovation und Kollaboration und zeigt, wie Kreislaufwirtschaft auf kleiner Fläche sichtbar gemacht werden kann.

Wirkung der Lösung

Die Integration des Re-Fresh MicroLab in das Stadtquartier schafft einen neuen Begegnungsraum für nachhaltige Innovation. Das Projekt ermöglicht es der Bevölkerung, textile Abfallströme und deren Potenzial erstmals unmittelbar zu erleben. Durch Workshops, offene Labortage und Materialstudien entsteht eine niedrigschwellige Möglichkeit, sich mit Kreislaufwirtschaft auseinanderzusetzen und nachhaltiges Verhalten praktisch einzuüben.

Ökologisch trägt die Lösung dazu bei, die Wertschöpfung aus Textilabfällen lokal sichtbar zu machen und Alternativen zu Deponie und Verbrennung aufzuzeigen. Auch wenn im MicroLab nicht im industriellen Maßstab produziert wird, vermittelt das Projekt, wie Mischfasern nahezu vollständig verwertet werden können und welches Potenzial biobasierte Materialien für die Zukunft urbaner Produktion bieten.

Sozial stärkt das MicroLab die Quartiersgemeinschaft, da Bürger:innen, Schulen, Sozialträger und lokale Initiativen aktiv eingebunden werden. Der offene Charakter erleichtert Beteiligung, Austausch und Bildung. Für junge Menschen entsteht ein Zugang zu neuen Kompetenzfeldern wie Biotechnologie, Materialforschung und Kreislaufwirtschaft.

Ökonomisch trägt das Projekt dazu bei, lokale Wirtschaftspartner an neue Materiallösungen heranzuführen und erste Anwendungen gemeinsam zu entwickeln. Designer:innen und Gewerbetreibende können mit Re-SanPulp™, Re-Nano™ oder Re-Thanol™ experimentieren, wodurch neue lokale Wertschöpfungspotenziale entstehen.

Finanzierungs- und Realisierungsperspektiven

Für die Umsetzung des MicroLab wird ein realistisches Budget angesetzt, das im Rahmen der Challenge-Förderung umsetzbar ist. Bereits vorhandene Geräte aus unserem R&D-Umfeld können eingebracht werden, wodurch Kosten reduziert werden. Der Aufbau umfasst vor allem Laborausstattung im kleinen Maßstab, Materialausstellungen, Workshopformate und den Transport von Demonstrationsmodulen.

Der Betrieb kann durch unsere bestehenden F&E-Kapazitäten unterstützt werden, ergänzt durch partizipative Formate im Quartier. Eine Realisierung ist innerhalb von drei bis vier Monaten möglich, da die Module leicht zu installieren und flexibel anpassbar sind.

Optional: Auswahl möglicher Flächen für die Umsetzung

Bevorzugt wird ein kleiner, gut zugänglicher Raum innerhalb der Flächenkulisse, idealerweise eine Pop-up-Innovationsfläche oder ein leerstehender Gewerberaum. Entscheidend ist die Nähe zu Bürger:innen und lokalen Akteuren, da das MicroLab stark auf Interaktion, Bildung und Transparenz ausgerichtet ist. Die kompakte Installation ermöglich eine schnelle Aktivierung und hohe Sichtbarkeit im Quartier.

Challenge
Abfall- und Ressourcenmanagement
Lösungsgeber
REFNOW SMART-UP Microfactories GmbH
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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