UrbanFoodDemand
Wir sind UrbanFoodDemand, eine frisch gegründete UG mit Sitz in Berlin. Unser kleines Team kombiniert berufliche Erfahrung im Data-Science-Bereich mit akademischem Hintergrund und praktischen Projekten zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen und zur Verbesserung lokaler Lieferketten.
Das Kernteam besteht aus:
Candra — Gründerin & Lead Data Scientist. Mehr als 5 Jahre Berufserfahrung als Data Scientist, unter anderem bei Credit Suisse und Imperial Brands. Derzeit Master-Studium Data Science an der Freien Universität Berlin (Endphase).
Angeline Thomas — Mitgründerin, Studentin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, verantwortlich für Nutzerforschung und Pilotkoordination.
Relevante Projekte und Erfahrung
Wir bringen direkte Erfahrung aus zwei praktischen Projekten gegen Food Waste:
Mahijau — Ein digitales Bestellsystem und KI-Prognose für Krankenhausverpflegung. Mahijau sagt Patientenbedarf genauer voraus und verringert Überproduktion und Lebensmittelentsorgung. Das spart Kosten und reduziert CO₂-Emissionen. Projektaufgaben: Datenpipelines, Prognosemodelle, Integration in Bestellprozesse.
Invensmart — Ein smartes Inventar-Tool für Restaurants und Cafés. Invensmart nutzt Verkaufsdaten und Kurzfristprognosen zur Bestellempfehlung. Ziel: weniger Überbestand, keine Ausverkäufe, Kostenreduktion und einfachere Abläufe.
Diese Erfahrungen beweisen, dass wir praxistaugliche Lösungen bauen und deren Wirkung messen können (Abfallreduktion, Kosteneinsparung, Prognosegenauigkeit).
Was uns auszeichnet
Technische Kompetenz: langfristige Erfahrung in Data Science mit Anwendung im operativen Umfeld.
Fokus auf Ernährungssysteme: reale Projekte zur Reduktion von Lebensmittelabfällen.
Bereitschaft für Pilot: Prototypen (Spreadsheet-Workflows, mobile Mockups) und Gespräche mit lokalen Partnern. Wir führen Gespräche mit Uni Klinikum Brandenburg zur Anwendung von Mahijau (kein LOI bisher).
Firma & Einsatzbereitschaft
Unsere UG ist in Berlin registriert. Wir sind bereit für einen fokussierten Pilot im Reallabor Fasanenstraße. Die Methodik nutzt menschliche Kontrolle (Ops) und minimale Infrastruktur, um schnelle, risikoarme Tests zu ermöglichen.
LinkedIn:
UrbanFoodDemand ist eine mobile-first SaaS-Lösung zur kurzfristigen, hyperlokalen Nachfrageprognose und Bestellempfehlung für Frischwaren. Leitprinzip: „Predict-to-Order“ — wir erstellen 7-Tage-Forecasts auf Händler×SKU×Lieferfenster-Ebene und liefern praktische Bestellvorschläge, die von einem kleinen Ops-Team geprüft und per App/WhatsApp an Händler gesendet werden. Ziel: Reduktion von Lebensmittelabfall, Stabilisierung lokaler Versorgung und Stärkung urbaner Produzenten.
Ziele (Pilot):
Pilot in Fasanenstraße mit ≥5 Händlern und ≥2 Produzenten.
Forecast-Ziel: MAPE ≤ 20 % für Top-10 SKUs (7 Tage).
Wirkung: ≥15 % weniger unverkäufliche Frischware pro teilnehmendem Händler im Pilot.
Stand der Entwicklung:
Konzept validiert, Nutzerinterviews durchgeführt, Spreadsheet-Workflow und mobile Mockups vorhanden. MVP-Plan: Mobile Händleransicht, Ops-Dashboard, nächtliche Forecast-Jobs, WhatsApp-Integration.
Einzigartigkeit & Innovation:
Hyperlokale Prognosen für datenarme Kleinhändler.
Human-in-the-loop: Algorithmus + Ops-Prüfung macht Lösung praktisch und vertrauenswürdig.
Fokus auf Nährstoffpriorisierung (Input Oecotrophologin) — nicht nur Umsatzoptimierung.
Mobile-first + Low-Tech-Fallback (WhatsApp) für hohe Akzeptanz.
Umsetzung im Reallabor (kurz):
Partnerrekrutierung: 5 Händler, 2 Produzenten; Unterstützung durch IHK/Bezirk erbeten.
Baseline: 2 Wochen Verkaufsdaten + Waste-Baseline (Self-report, Foto).
Rollout MVP: tägliche Forecasts, Ops überprüft Vorschläge, Händler bestätigt/ändert. Picklists für Produzenten, Lieferung/Pickup über bestehende Wege.
Laufzeit Pilot: 4–6 Wochen, tägliche Erfassung, wöchentliche Reviews.
Evaluation: MAPE, Annahmequote der Empfehlungen, kg Waste-Reduktion, Produzenten-Umsatz, geschätzte CO₂-Einsparung.
Integration in den Stadtraum:
Keine baulichen Eingriffe. Nutzung vorhandener Ladenflächen oder temporärer Sammelpunkte (IHK-Außenfläche). Sichtbarkeit durch „local produce“ Kennzeichnung und kleine Poster/Reports.
Ökologische, soziale & ökonomische Effekte:
Ökologisch: weniger Food-Waste, weniger Lieferfahrten → CO₂-Reduktion.
Sozial: besserer Zugang zu frischen, nährstoffreichen Lebensmitteln; Community-Events stärken Nachbarschaft.
Ökonomisch: geringere Abschreibungen bei Händlern, stabile Einnahmen für Produzenten, lokale Wertschöpfung.
Messbarkeit & Skalierbarkeit:
KPI-Set (MAPE, Waste kg, On-time %, Umsatzänderung) ermöglicht klare Evaluation. Nach positivem Pilot skaliert das SaaS-Modell schnell auf weitere Straßen/Bezirke; Betriebskosten pro zusätzlichem Cluster sind gering.
Risiken & Gegenmaßnahmen:
Datenknappheit → Start mit Top-10 SKUs und human-in-the-loop; geringe Akzeptanz → einfache UI, Training, WhatsApp-Fallback; öffentliche Nutzung → keine permanenten Eingriffe, Abstimmung mit Bezirk.
UrbanFoodDemand ist ein praxisnaher, schnell testbarer Beitrag zu resilienten, nachhaltigen urbanen Ernährungssystemen — ideal für das Reallabor Fasanenstraße.
UrbanFoodDemand trägt konkret zur Stärkung, Diversifizierung und Belebung des Straßenraums bei, indem die lokale Lebensmittelversorgung effizienter, transparenter und sozialer gestaltet wird. Die Lösung verknüpft kleine Händler, urbane Produzenten und Bewohner über einfache, mobile Abläufe und messbare Zielgrößen.
Stärkung, Diversifizierung und Revitalisierung des Standorts
Robustere Einzelhandelsangebote: Händler reduzieren Verderb und vermeiden Leerregale durch verlässliche Bestellempfehlungen. Stabilere Sortimente machen die Straße attraktiver für Kundinnen und Kunden.
Mehr lokale Vielfalt: Regelmäßige Einbindung urbaner Produzenten bringt saisonale, regionale Produkte (z. B. Microgreens, Kräuter) in Laden- und Gastro-Angebote. Das erweitert die Produktpalette und das gastronomische Profil der Straße.
Öffentliche Sichtbarkeit & Attraktionen: Kleine Formate wie „Meet the Farmer“-Tage, Verkostungen oder ein Wochenposter („Diese Woche: X kg weniger Waste“) schaffen Begegnungsorte und erhöhen die Aufenthaltsqualität.
Integration in den Stadtraum & Interaktion
Niedrige Eingriffshürden: Es sind keine baulichen Maßnahmen nötig. Pickup über Ladenlokale, temporäre Sammelpunkte (z. B. IHK-Außengelände) oder bestehende Lieferwege reichen.
Digitale & analoge Interaktion: Händler und Produzenten nutzen eine mobile App oder WhatsApp-Links zur Bestätigung; Ops koordiniert im Hintergrund. Bürgerinnen sehen einfache Hinweise im Schaufenster oder auf kleinen Info-Displays.
Partizipation: Bewohner werden durch Events, Informationsmaterial und Transparenzberichte (z. B. wöchentliche Einsparungen) aktiv eingebunden.
Ökologische Effekte
Reduktion von Lebensmittelabfällen: Durch bedarfsgerechte Bestellmengen werden Überproduktionen reduziert — Ziel im Pilot: ≥ 15 % weniger unverkäufliche Frischware pro teilnehmendem Betrieb.
Verringerung von CO₂-Emissionen: Weniger unnötige Lieferfahrten und kürzere Transportwege (lokale Produzenten) senken Emissionen; konsolidierte Abholungen reduzieren Verkehr.
Förderung lokaler Produktion: Stabilere Absatzmöglichkeiten für urbane Gärtner fördern den Ausbau innerstädtischer Anbauflächen und damit urbane Biodiversität.
Soziale Effekte
Zugang zu frischer, nahrhafter Kost: Händler können häufiger nährstoffreiche Produkte anbieten — positiv für Gesundheit und Lebensqualität der Nachbarschaft.
Stärkung sozialer Netzwerke: Gemeinsame Events, Marktformate und direkte Produzenten-Kunden-Kontakte fördern Gemeinschaft und Vertrauen.
Inklusion: Mobile-first-Design plus WhatsApp-Fallback ermöglicht Teilhabe auch für technisch weniger versierte Nutzer*innen.
Ökonomische Effekte
Kostenersparnis für Händler: Weniger Abschreibungen auf verdorbene Ware, bessere Plansicherheit und Zeitersparnis bei Bestellprozessen.
Umsatz- und Einkommensstabilisierung für Produzenten: Regelmäßigere Abnahme reduziert Ernteverluste und planbare Einnahmen.
Lokaler Multiplikatoreffekt: Ausgaben für lokale Produkte verbleiben in der Nachbarschaft und stärken das wirtschaftliche Ökosystem.
Messbarkeit und Monitoring
Für die Evaluation werden klare KPIs erhoben: MAPE (7-Tage-Forecast), Annahmequote der Empfehlungen, Anzahl verarbeiteter Bestellungen, kg an eingespartem Food-Waste (Vorher/Nachher), geschätzte CO₂-Einsparung und Produzenten-Umsatzveränderung. Diese Indikatoren erlauben transparente, kurzzyklische Auswertung im Reallabor.
Risiken & Gegenmaßnahmen
Datenknappheit: Start mit Top-10 SKUs, human-in-the-loop Anpassungen; sukzessive Modellverbesserung.
Geringe Akzeptanz: Intensives Onboarding, einfache UI, WhatsApp-Fallback, kleine Pilotanreize.
Öffentlicher Raum: Keine dauerhaften Eingriffe; Abstimmung mit Bezirk/IHK für temporäre Sammelpunkte.
Fazit
UrbanFoodDemand liefert eine pragmatische, skalierbare Lösung: niedrigschwellige Technik gekoppelt mit operativer Unterstützung führt zu messbaren ökologischen, sozialen und ökonomischen Verbesserungen im Straßenraum. Das Reallabor Fasanenstraße eignet sich ideal, um Effekte schnell und sichtbar zu demonstrieren und die Lösung in weiteren Stadträumen auszurollen.
Wir sind eine neu gegründete UG (Berlin). Aktueller Status: kein Umsatz, begrenzte Eigenmittel der Gründer/innen zur Deckung erster Konzept- und Prototypkosten. Die technische Basis (Spreadsheet-Workflows, mobile Mockups) ist vorhanden; Gründerzeit und Fachwissen werden bereits als „in-kind“-Ressource eingebracht.
Verfügbare Ressourcen (aktuell)
Gründerzeit und persönliche Ersparnisse zur Vorfinanzierung kleinerer Tasks.
Prototyp-Assets: Mockups, Spreadsheet-Flow, Testdaten.
In Kürze geplante Unterstützungsanfragen an IHK / Bezirk für lokale Vernetzung und ggf. Flächennutzung.
Erste Interessensbekundungen von Händlern (Informal). Konkrete LOIs sind noch in Vorbereitung.
Benötigtes Budget – Pilotvarianten
Wir schlagen zwei Pilot-Szenarien vor:
Kompakt-Pilot (Minimum): ca. €10.000
MVP-Entwicklung (Kernfunktionen, kleine Anpassungen) €4.000
Ops / Pilotkoordination (teilzeit) €3.000
Merchant / Farmer Anreiz €1.000
Tools / Hosting / Kommunikation €1.000
→ Ermöglicht Test mit 2 Händler/1 Produzent, kurze Laufzeit (4 Wochen).
Voll-Pilot (empfohlen): ca. €30.000
Entwickler-Kosten (Frontend/Backend, Integration) €10.000
Pilot-Operations & Personal €6.000
Kompensation / Incentives für 5 Händler & 2 Produzenten €3.000
Logistik-Kredite / Konsolidierung €6.000
Hosting, Tools, rechtl. Beratung, Workshops €5.000
Geplante Finanzierungswege
Kurzfristig (Nov–Jan): Einreichung von lokalen Förderanträgen (Berliner Innovationshilfen, KOINNO / 100m Zukunft-Programme), ggf. EU-Kleinförderungen.
Parallel: Ansprache impact-orientierter Angel-Investoren und Stiftungen (Q1).
In-kind / Partnerschaften: Nutzung studentischer Unterstützung (Freie Uni, Gießen), IHK-Vernetzung, mögliche Cloud-Credits von Hosting-Anbietern.
Alternative: Staffelweiser Pilot – Start mit Kompakt-Pilot bei geringem Budget; dann Skalierung bei Bewährung.
Umsetzungsrahmen & Zeitplan (bei Bewilligung)
Woche 0–2: Finale Partnervereinbarungen, Datensammlung Baseline.
Woche 3–6: MVP-Fertigstellung & Onboarding Händler.
Woche 7–10: Pilotbetrieb (4 Wochen).
Woche 11–12: Auswertung, Abschlussbericht, Folgeplanung.
Risikomanagement & Flexibilität
Wenn nur Teilfinanzierung eintrifft, skaliert das Projekt linear: mehr Fokus auf manuelle Abläufe (WhatsApp/Spreadsheet), weniger auf technische Integrationen.
Wir sind offen für kombinierte Fördermodelle (Teilförderung + In-Kind vom Programm).
Bei Bedarf liefern wir detailliertere Budgetpläne oder stimmen Ko-Finanzierungsoptionen mit dem Auswahlgremium ab. Wir sind flexibel und können mit kleinen Mitteln starten, um schnelle, messbare Ergebnisse zu liefern.
Wir schlagen die Platzierung des UrbanFoodDemand-Piloten entlang der Fasanenstraße unmittelbar vor dem Ludwig-Erhard-Haus (IHK) vor. Dieser Standort bietet hohe Sichtbarkeit, kurzen Fußweg zu lokalen Händlerbetrieben (Cafés, kleine Lebensmittelläden, Hotels) und direkte Anbindung an den ÖPNV (Tram). Zudem ermöglicht die Kooperation mit der IHK eine pragmatische und rechtlich unkomplizierte Nutzung der Außenflächen für temporäre Pickup-Punkte und Informationsstände.
Welche Chancen bietet der Standort?
Zugänglichkeit & Sichtbarkeit: Passanten und lokale Kunden werden direkt erreicht, was Akzeptanz und Teilnahme beschleunigt.
Niedrige Infrastrukturhürden: Nutzung vorhandener Ladenflächen und IHK-Außenbereiche vermeidet aufwändige Genehmigungsverfahren.
Pilotfunktionalitäten: Platz eignet sich für einen temporären Pick-up-Point (2×3 m Tisch), Picklist-Übergabe, Informations-Board („Local Produce Today“) und kleine Events („Meet the Farmer“).
Messbarkeit: Zentrale Lage erleichtert Erhebung von Pilotkennzahlen (Anzahl Bestellungen, on-time pickups, Reduktion von Lebensmittelabfällen, Besucherzahlen).
Wir laden das annotierte Lageplan-PDF hoch (Anlage: UrbanFoodDemand_Fasanenstraße_plan.pdf), das die genaue Fläche, Zu- und Abgangsbereiche sowie vorgeschlagene Positionen für Pickup und Info-Stand zeigt.


