
First-Responder-Ausbildung Bundeswehrfeuerwehr
Die Kurszeit GmbH ist ein auf Aus- und Weiterbildung spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Duisburg. Seit 2004 beschäftigen wir uns mit den Themen Arbeitsschutz, Erste Hilfe, betriebliche Prävention, Gesundheit, Lifeskills und der Qualifizierung von Multiplikatoren. Seit 2005 sind wir für die betriebliche Ersthelferausbildung und für die Lehrkräfteschulung DGUV-anerkannt. Seit 2018 zusätzlich für den betrieblichen Sanitätsdienst; heute für alle Gruppen, die durch die Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe geprüft werden.
Wir verbinden didaktische Kompetenz mit solider Projektorganisation: Unsere Ausbildungen sind modular aufgebaut, auf bundesweite Durchführung ausgelegt und auf Zielgruppen mit Schichtdienst und operativer Tätigkeit zugeschnitten. Wo immer sinnvoll, verankern wir Qualifikationen nachhaltig in der Organisation – durch Multiplikatoren-Konzepte, die externe Abhängigkeiten schrittweise reduzieren.
Zahlreiche Feuerwehren schätzen unsere Qualifizierungskompetenz in der Aus- und Fortbildung der Multiplikatoren.
Unser Lösungsansatz: Qualifizierung von innen heraus
Die Bundeswehrfeuerwehr verfügt über ein erhebliches Potenzial an bereits qualifiziertem Personal: Notfallsanitäter, Rettungsassistenten und Rettungssanitäter, die über die nötige medizinische Fachkenntnis verfügen. Unser Ansatz setzt genau hier an: Kurszeit qualifiziert dieses vorhandene Personal zu zertifizierten First-Responder-Ausbildern (Multiplikatoren), die die Ausbildung dann dezentral auf ihren jeweiligen Wachen eigenständig durchführen können.
Das Ergebnis: Ein bundesweit skalierungsfähiges Ausbildungssystem, das mit dem externen Partner wächst – und am Ende ohne ihn auskommt. Kurszeit übernimmt die Initialqualifizierung, die Standardisierung und die Qualitätssicherung. Die operative Durchführung der Folgeausbildungen verbleibt in der Organisation.
Wir orientieren uns an den Rahmenbedingungen der Bundeswehrfeuerwehr – nicht umgekehrt.
Format und Dauer:
Wir führen die Erstausbildung als kompaktes Präsenzformat in zwei aufeinanderfolgenden Ausbildungswochen durch (80 Unterrichtsstunden). Einer optionalen digitalen Vorlernphase (ca. 4–6 Stunden, über eine Lernplattform abrufbar) kann der Präsenzteil inhaltlich entlastet und durch mehr praktische Übungszeit ersetzt werden. Ob dieses hybride Format gewünscht ist, stimmen wir mit dem Auftraggeber ab.
Gruppengrößen:
Wir schulen in Gruppen von bis zu 30 Teilnehmenden. Für praktisch intensive Einheiten (CPR, Atemwegsmanagement, Einsatzszenarien) setzen wir bei Gruppen über 16 TN zwei Ausbilder gleichzeitig ein, um den Hands-on-Anteil aufrechtzuerhalten.
Terminplanung:
Kurse können werktags, in Blockformaten oder auch in standortindividuell angepassten Rhythmen durchgeführt werden. Auf Schichtstrukturen und lokale Besonderheiten (Ausbildungsplan der Standorte, Kursplanung für Laufbahn- vs. Bestandspersonal) gehen wir systematisch ein. Wir planen mit einem zentralen Projektmanagement und koordinieren Standorte, Trainer und Termine über ein gemeinsames Planungssystem.
Integration in die Laufbahnausbildung:
Wo möglich, empfehlen wir die Einbindung der First-Responder-Ausbildung direkt im Anschluss an die feuerwehrtechnische Grundausbildung – so dass Einsatztaktik und medizinisches Grundwissen aufeinander aufbauen.
Ja – bundesweite Durchführung ist Kern unseres Konzepts, nicht eine Ausnahme.
Zentrale mit dezentralem Ausbilder-Netz:
Neben unserem Kernteam setzen wir auf regionale Ausbilder mit rettungsdienstlicher Qualifikation, die wir gezielt für das Curriculum der Bundeswehrfeuerwehr qualifizieren und zertifizieren.
Das Multiplikatoren-Prinzip als Kernstrategie:
Parallel zur dezentralen Erstausbildung qualifizieren wir in einem eigenen Track die internen Multiplikatoren der Bundeswehrfeuerwehr: Notfallsanitäter und erfahrene Rettungsassistenten, die nach Abschluss ihrer Trainer-Qualifikation die Ausbildung auf ihrer jeweiligen Wache selbstständig weiterzuführen können. Pro regionale Koordinierungsstelle werden mindestens zwei qualifizierte Multiplikatoren angestrebt.
Zentrale Steuerung, lokale Durchführung:
Ein dediziertes Projektmanagement bei uns steuert die Gesamtkoordination bundesweit: Standortplanung, Trainer-Einsatz, Teilnehmer-Logistik, Qualitätssicherung und Reporting. Der Auftraggeber hat einen einzigen Ansprechpartner für den gesamten Bundesrollout.
Infrastruktur-neutral:
Unsere Ausbilder kommen zu den Standorten. Wir bringen die notwendigen Trainingsmaterialien mit und schulen in vorhandenen Räumlichkeiten – Standorte müssen nicht umgebaut oder speziell ausgestattet werden.
Wir liefern ein vollständiges Ausbildungspaket – abgestimmt auf die spezifischen Inhalte der Bundeswehrfeuerwehr-Ausbildung.
Curriculum und Lehrmaterialien:
Das Ausbildungscurriculum orientiert sich an den definierten Ausbildungsinhalten für First Responder der Bundeswehrfeuerwehr: Rechtsgrundlagen und Dokumentation, FR-Taktik, C-ABCDE-Schema, Anatomie und Physiologie, internistische und traumatische Notfallbilder, Hängetrauma, Lagerungsarten, Wundversorgung und Blutstillung (einschl. Tourniquet), Atemwegsmanagement (Guedeltubus, Larynxtubus, Sauerstoffversorgung), Kardio-pulmonale Reanimation (BLS, AED), technische Rettung und Transport, Rettung aus Kraftfahrzeugen sowie Massenanfall von Verletzten und Erkrankten (MANV/E, m-START-Triage).
Teilnehmerhandbuch (print + digital):
Strukturierte Dokumentation aller Lerninhalte, dauerhaft als Nachschlagewerk nutzbar.
Quick-Reference-Karten (laminiert, taschenformat):
Die wichtigsten Handlungsalgorithmen kompakt – für den Einsatz direkt auf der Wache.
Digitale Lernplattform:
Wenn gewünscht: Zugang zu E-Learning-Modulen, Lehrvideos, Refresher-Übungen und Wissenstests – auch nach Kursende weiterhin verfügbar, für regelmäßige Kompetenzauffrischung.
Trainingsausrüstung (Leihstellung für Präsenzkurse):
Wir bringen alle notwendigen Übungsmaterialien mit: Reanimationssimulatoren, AED-Trainer, Airway-Management-Equipment (Guedeltubus, Larynxtubus), Verbandmaterial-Sets für Blutstillungs- und Wundversorgungsübungen (Tourniquet, Druckverbände, Verbandpäckchen), Übungsszenarien-Kits sowie grundlegendes Monitoring-Equipment für Lehrdemonstration (RR, Pulsoxymetrie). Fahrzeuggebundenes Equipment (Spineboard, KED-System) nutzen wir falls vorhanden am Standort – oder stellen es als Leihmaterial bereit.
Multiplikatoren-Paket:
Zusätzlich erhalten zertifizierte Multiplikatoren: Curriculum mit Ausbilder-Handbuch, Bewertungsbögen für die praktische Lernerfolgskontrolle sowie einen standardisierten Kursplan, den sie eigenständig durchführen können.
Unsere Anforderungen an den Auftraggeber sind auf das Notwendige begrenzt.
Räumlichkeiten:
Ein geeigneter Unterrichtsraum für Theoriephasen (Tische, Stühle, Beamer oder Bildschirm, Whiteboard/Flipchart) sowie eine ausreichend große Fläche für praktische Übungen (Indoorfläche oder Außenbereich, ca. 50 m² aufwärts, TN abhängig) – entsprechend der Infrastruktur, wie sie an Bundeswehr-Standorten üblicherweise vorhanden ist.
Organisatorische Unterstützung:
· Benennung eines lokalen Ansprechpartners je Standort für Koordination und Teilnehmerlogistik
· Bereitstellung von Teilnehmerlisten mindestens zwei Wochen vor Kursbeginn
· Unterstützung bei Zugangskoordination zu Liegenschaften (Sicherheitsfreigaben, Zufahrtsregelungen)
· Bei Standorten mit vorhandenem Rettungsdienstfahrzeug: kurzzeitige Nutzung für Demonstrationszwecke (Spineboard, KED-System), sofern dienstlich möglich
Inhaltliche Abstimmung:
· Benennung eines fachlichen Ansprechpartners seitens BAIUDBw für inhaltliche Fragen und Qualitätssicherung
· Bereitstellung standortspezifischer Einsatzszenarien oder -erfahrungen, sofern diese in Übungen eingebunden werden sollen
Was wir nicht erwarten:
· Bereitstellung von Übungsmaterialien (bringen wir mit)
· Aufbau einer eigenen digitalen Infrastruktur (läuft über unsere Plattform)
· Medizinisches Fachwissen der Teilnehmenden über Grundniveau hinaus
Ja – und wir zeigen transparent, wie wir das strukturell erreichen.
Kapazitätsrechnung:
4.000 TN in 36 Monaten entsprechen ca. 1.333 TN pro Jahr, also etwa 112 TN pro Monat. Bei Kursgruppen mit bis zu 30 TN sind das ca. 4 Kurse pro Monat – realistisch bei paralleler Durchführung an mehreren Standorten.
Phase Zeitraum Wer führt durch Ziel TN
Phase 1
Aufbau & Piloten Monate 1–6 Kurszeit-Ausbilder, ~600 TN
2–4 Pilotstandorte
Phase 2
Rollout & Multiplikatoren Monate 7–24 Kurszeit + ~2.400 TN
erste interne Multiplikatoren
Phase 3
Verselbstständigung Monate 25–36 Interne Multiplikatoren ~1.000 TN
(Kurszeit: QA + Begleitung)
Multiplikatoren als Schlüssel zur Skalierung:
Die Bundeswehrfeuerwehr verfügt über qualifiziertes rettungsdienstliches Personal (Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter), das nach didaktischer Qualifizierung durch Kurszeit als Ausbilder auf der eigenen Wache eingesetzt werden kann.
Wir empfehlen, pro regionalem Cluster mindestens zwei solcher Multiplikatoren auszubilden und mit einem vollständigen Ausbildungsset auszustatten. Dies entspricht dem dezentralen Modell, das für eine bundesweite BwF-Struktur logistisch am tragfähigsten ist.
Qualitätssicherung über alle Phasen:
· Standardisierte Lernerfolgskontrolle am Ende jeder Ausbildung: schriftlicher Leistungsnachweis (60 Min.) + praktische Prüfung (max. 20 Min.), Bewertung nach einheitlichen Bewertungsbögen
· Regelmäßiges Reporting an BAIUDBw: Standorte, TN-Zahlen, Bestehensquoten, Feedback
· Jährliche Ausbilder-Kalibrierung und Auffrischungsschulungen für Multiplikatoren zur Sicherung bundesweit einheitlicher Standards
Warum Kurszeit?
Drei Eigenschaften unterscheiden unseren Ansatz:
Einheitlichkeit trotz Dezentralität.
Bundesweite Rollouts scheitern oft daran, dass lokale Qualität divergiert. Wir lösen das durch ein zentrales Curriculum, standardisierte Bewertungsbögen und regelmäßige Ausbilder-Kalibrierungen – so liefert jeder Kurs in Flensburg dieselbe Qualität wie in München.
Kompetenzbasiert, nicht teilnahmebasiert.
Wir ersetzen die reine Anwesenheitsbestätigung durch eine strukturierte Lernerfolgskontrolle (schriftlich + praktisches Szenario). Die Bundeswehrfeuerwehr weiß damit nicht nur, wer an der Ausbildung teilgenommen hat – sondern wer handlungsfähig ist.
Nachhaltigkeit durch Multiplikator-Kaskade.
Unser Ziel ist, dass Kurszeit sich aus der operativen Durchführung planmäßig zurückzieht – und die Bundeswehrfeuerwehr die Ausbildung langfristig selbst trägt. Die Investition in externe Partner ist damit zeitlich begrenzt, die Wirkung dauerhaft.


