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Lösung

Stoffstrom as a Service von Mineral Minds

Mike Kübler (Mineral Minds)
Unternehmensprofil

Mineral Minds ist ein branchen-unabhängiges Technologieunternehmen mit Fokus auf digitale Softwarelösungen für Stoffstrommanagement mineralischer Abfälle, Ersatzbaustoffe und Produkte. Ziel des Unternehmens ist es, Stoffströme entlang der gesamten Wertschöpfungskette transparent, steuerbar und rechtssicher digital abzubilden. Das Unternehmen entwickelt eine webbasierte Plattform zur digitalen Planung, Steuerung, Dokumentation und Auswertung komplexer Stoffstrom-, Versorgungs- und Entsorgungsprozesse. Die Lösung richtet sich insbesondere an Standortbetreiber, Bauherren, Bauunternehmen sowie Akteure der Ver- und Entsorgungswirtschaft in den Bereichen Tiefbau, Erdbau, Straßenbau, Infrastrukturbau und Abbruch. 

Die Plattform umfasst unter anderem:

  • KI-basierte, digitale Stoffstromerfassung

  • OCR-gestützte Dokumentenverarbeitung inkl. Auslesen von Abfallanalysen

  • EBV-konforme Dokumentation über den gesamten Prozess hinweg

  • CO₂- und Abfallbilanzen inkl. standort- und projektspezifische  KPI- und Dashboardfunktionen mit Analyse- und Reportingfunktionen als Basis für weitere Zertifizierungen

  • Rollen- und Rechteverwaltung zur Abbildung kundenspezifischer Prozesse & Workflows

  • Agnostische, systemübergreifende Schnittstellen- und Integrationsmöglichkeiten

Die Lösung ermöglicht dadurch eine KI-basierte Steuerung von Stoffströmen mit dem Ziel:

  • Stoffströme am eigenen Standort/Baustelle zu optimieren 

  • Transportwege zu reduzieren

  • CO₂-Emissionen zu senken

  • Primärrohstoffe einzusparen

  • Kreislaufwirtschaft operativ umzusetzen

  • Dokumentations- und Nachweispflichten rechtssicher abzubilden

Mineral Minds unterstützt bereits heute mehrere tausend Bau- und Infrastrukturprojekte pro Jahr und arbeitet mit Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Bau-, Ver- und Entsorgungsbranche zusammen. Dazu gehören beispielsweise über 45 der Top 50 Bauunternehmen in Deutschland und über 90 der 100 führenden Entsorgungs- und Versorgungsbetriebe. Dabei arbeitet Mineral Minds mit einem internen Entwicklungsteam für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Softwarelösung sowie mit einem deutschlandweiten Team aus Branchenexperten mit praktischer Erfahrung aus der Bau-, Ver- und Entsorgungswirtschaft.

Darüber hinaus ist Mineral Minds in Forschungs- und Innovationsprojekte im Bereich digitale Kreislaufwirtschaft, KI-gestützte Stoffstromsteuerung und nachhaltige Baustofflogistik involviert. Hierzu zählt unter anderem die Beteiligung am Forschungsprojekt KomZi (Kommunales Zirkuläres Ökosystem im Bauwesen), gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen und zwei europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE und JTF), das sich mit zirkulären Wertschöpfungsprozessen und digitalen Lösungen im Bau- und Infrastrukturbereich beschäftigt. 

Zusätzlich ist Mineral Minds am Förderprogramm Invest BW des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg beteiligt. Im Rahmen des Projekts liefert Mineral Minds in Zusammenarbeit mit Drees & Sommer und der Universität Stuttgart die Plattform-Infrastruktur für KI-basiertes Baustoff-Matchmaking — von der Erfassung über die KI-gestützte Vermittlung bis zur lückenlosen Dokumentation. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer KI-basierten Systematik zur Einstufung und Vermittlung mineralischer Baustoffe zur Förderung digitaler Kreislaufwirtschaftsprozesse innerhalb der Branche. 


Mineral Minds versteht sich als technologieorientierter Enabler für die digitale Transformation der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen und entwickelt seine Plattform kontinuierlich im Hinblick auf Skalierbarkeit, Interoperabilität, Prozesssicherheit und regulatorische Anforderungen weiter.

Im Gegensatz zu klassischen Entsorgungslogistik-, Vermittlungs- oder Einzellösungen verfolgt Mineral Minds einen integrierten Plattformansatz zur durchgängigen digitalen Steuerung mineralischer Stoffströme über sämtliche Projektphasen hinweg. Der Fokus liegt dabei nicht ausschließlich auf der operativen Abwicklung, sondern auf der digitalen Gesamtsteuerung komplexer Stoffstrom- und Dokumentationsprozesse.


Damit adressiert Mineral Minds die steigenden Anforderungen an Transparenz, Nachhaltigkeit, Nachweisbarkeit und Prozesssicherheit im Umgang mit mineralischen Stoffströmen und Ersatzbaustoffen. Besonders im Umfeld großer Infrastruktur- und Bauprojekte gewinnt die digitale Steuerung von Stoffströmen zunehmend an Bedeutung. Regulatorische Anforderungen wie die Ersatzbaustoffverordnung, steigende Nachhaltigkeitsanforderungen sowie hohe Dokumentations- und Reportingpflichten erfordern integrierte und skalierbare Softwarelösungen.

Durch die Kombination aus modularer Softwarearchitektur, KI-gestützten Prozessen, revisionssicherer Datenhaltung und interoperablen Schnittstellen positioniert sich Mineral Minds als innovativer Lösungsanbieter für die digitale Transformation ressourcenintensiver Infrastruktur- und Bauprozesse.

Lösungsbeschreibung

Mineral Minds bietet eine modulare Softwareplattform zur digitalen Steuerung, Dokumentation und Analyse von Stoffstrom- und Entsorgungsprozessen im Bau- und Infrastruktursektor. Die Lösung adressiert insbesondere komplexe Anforderungen im Umgang mit mineralischen Stoffströmen, Ersatzbaustoffen sowie regulatorischen Nachweis- und Dokumentationspflichten.

Die Plattform bildet zentrale Use Cases eines digitalen Stoffstrom- und Entsorgungsmanagementsystems durchgängig ab. Dazu zählen insbesondere:

  • Digitale Erfassung und Verwaltung von Stoffströmen

  • Georeferenzierte Baustellen- und Projektverwaltung

  • Operative Steuerung von Materialbewegungen

  • OCR-gestützte Dokumentenverarbeitung

  • Analysetool für KI-unterstützte Auswertung projektspezifischer Abfallanalysen

  • Digitale Dokumentation nach EBV

  • Rollen- und Rechteverwaltung

  • Monitoring- und KPI-Dashboards

  • Kosten- und Mengencontrolling

  • CO₂-Bilanzen

  • Versionierung und Audit-Trails

  • Organisatorische Stammdatenpflege

  • Schnittstellenmanagement und Systemintegration

Die Plattform verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz über sämtliche Projektphasen hinweg – von der Planungs- und Kalkulationsphase über die operative Bauausführung bis hin zur abschließenden Auswertung und Bilanzierung. Dadurch kann die Plattform sowohl schrittweise eingeführt als auch langfristig erweitert werden.

Bestehende Unternehmens- und Systemlandschaften lassen sich über standardisierte Schnittstellen integrieren. Außerdem ist die Plattform auf hohe Verfügbarkeit, Skalierbarkeit sowie sichere Datenverarbeitung ausgelegt und wird derzeit als webbasierte Cloud-Lösung betrieben.


Ein zentraler Funktionsbereich der Plattform ist das digitale Projekt- und Stoffstrommanagement auf dem eigenen Standort/Baustelle und darüber hinaus. Projekte können auf Basis von Leistungsverzeichnissen strukturiert digital abgebildet und sämtliche Versorgungs-, Entsorgungs- und Frachtpositionen zentral geplant, koordiniert und dokumentiert werden. Gleichzeitig entsteht eine transparente Projektdatenbank als Grundlage für datenbasierte Steuerung, Auswertung und Optimierung. Ergänzend unterstützt die Software die Erstellung digitaler Projektmappen zur revisionssicheren und rechtssicheren Dokumentation sämtlicher projektbezogener Prozesse.

Die Plattform ermöglicht die schnelle und strukturierte digitale Abbildung komplexer Projekte auf Basis von Leistungsverzeichnissen. Versorgungs-, Entsorgungs- und Frachtpositionen können zentral geplant, koordiniert und dokumentiert werden. Gleichzeitig entsteht eine transparente Projektdatenbank als Grundlage für datenbasierte Steuerung, Optimierung und Auswertung.

Ergänzend unterstützt die Software die Erstellung digitaler Projektmappen zur revisionssicheren und rechtssicheren Dokumentation sämtlicher projektbezogener Prozesse. Mineral Minds unterstützt Unternehmen bei der datenbasierten Kalkulation lokaler, saisonaler und materialspezifischer Ver- und Entsorgungspreise. Angebote von Partnern und Lieferanten können zentral angefragt, verglichen und projektspezifisch dokumentiert werden.

Zusätzlich ermöglicht das System die Nutzung von Richtwerten, Benchmarks und Erfahrungswerten aus dem Mineral Minds Netzwerk, um Preisentwicklungen und Marktbedingungen transparenter bewerten zu können. Durch die Verknüpfung von Kalkulationen mit bereits geplanten oder laufenden Baustellen können Synergieeffekte identifiziert sowie Transport-, Verwertungs- und Beschaffungsprozesse wirtschaftlicher gesteuert werden.

Eine weitere Besonderheit ist die digitale Anbindung und Auswertung projektspezifischer Abfallanalysen über Schnittstellen zu Partnerlaboren. Mittels KI-gestützter Analysefunktionen können Untersuchungsergebnisse per OCR-Technologie automatisiert ausgewertet, klassifiziert und projektspezifisch verarbeitet werden. Gleichzeitig unterstützt die Software den Vergleich deutschlandweiter Standards sowie regionaler Ausnahme- und Sonderregelungen. Annahmeparameter können standort- und projektbezogen zentral hinterlegt und verwaltet werden.

Auf Basis dieser Daten ermöglicht die Plattform die KI-gestützte Verknüpfung und Koordination projektspezifischer Stoffströme unter Berücksichtigung logistischer, materialspezifischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Ver- und Entsorgungswege können datenbasiert analysiert, bewertet und direkt über die Plattform angefragt werden. Dabei unterstützt ein kartenbasierter Matching-Ansatz die Identifikation geeigneter regionaler Annahme- und Verwertungswege sowie die materialspezifische Zuordnung zu passenden Annahmestellen.

Technische Architektur

Unser System basiert auf einem private Cloud Modell gehostet bei einem deutschen Anbieter für Rechenzentren. Die wesentlichen Bestandteile der Anwendung sind containerisiert und damit schnell und einfach auf neue Infrastrukturen umziehbar. Die komplette Infrastruktur ist virtualisiert und durch Infrastructure-As-Code beschrieben und automatisierbar. Das stellt sicher, dass im Falle eines Incidents schnell reagiert werden kann und im worst-case eine neue Instanz in kurzer Zeit auch auf komplett neuer Hardware gestartet werden kann. Hierfür ist außerdem ein Backup-Konzept implementiert mit georedundanter und anbieterunabhängiger Speicherung der Backups. Ein Backup wird täglich erstellt und mit gängiger Retention nach Stand der Technik gespeichert.

Für ein KRITIS-ähnliches Umfeld empfehlen wir ein Private-Cloud-Betriebsmodell auf EU-Rechenzentrumsinfrastruktur:

  • Die Datensouveränität wird dadurch gewährleistet, dass der Betrieb ausschließlich in EU-Rechenzentren erfolgt.

  • Ein Vendor Lock-in wird vermieden, indem containerisierte Deployment-Einheiten auf Basis von Docker und Kubernetes eingesetzt werden, die betreiberunabhängig genutzt werden können.

  • Die Betriebskontinuität wird durch hochverfügbare Datenbankcluster sowie redundante Applikationsinstanzen hinter einem Load Balancer sichergestellt.

  • Die Auditierbarkeit wird durch eine unveränderliche Audit-Log-Infrastruktur innerhalb der Applikationsschicht gewährleistet.

  • Die Netzisolation wird dadurch erreicht, dass keine Öffnung nach außen erfolgt, mit Ausnahme definierter API-Gateways.

Begründung: Ein rein öffentliches Cloud-Modell (AWS, Azure, GCP) ist für KRITIS-ähnliche Anforderungen problematisch durch Datensouveränität, Latenzen und fehlende physische Kontrolle. Ein reines On-Prem-Modell erhöht Betriebsaufwand und Kapitalkosten erheblich. Private Cloud (Dedicated Hosting in EU) bietet den besten Kompromiss.


Das Rollen- und Rechtemodell ermöglicht eine granulare Steuerung und Verwaltung einzelner Nutzer, Rollen und Berechtigungen. Durch den Einsatz des Industriestandards Keycloak unterstützt die Plattform sichere Authentifizierungs- und Autorisierungsprozesse sowie flexible Anbindungsmöglichkeiten an bestehende Identitäts- und Unternehmenssysteme. Dadurch können differenzierte Zugriffsrechte, sichere Benutzerverwaltung und skalierbare Sicherheitsstrukturen effizient umgesetzt werden.


Versionierung wird über separate journal Einträge pro Datenbankzeile mit den jeweiligen Änderungen sichergestellt. Diese Versionseinträge landen in einer separaten Datenbank, die dadurch auch schärfere Zugriffskontrolle und Berechtigungsvergabe unterstützt.

Gewisse Teile der ISO-27001 vorgegebenen Audit-Events werden bereits getracked. Für die bisher fehlenden Events ist eine nachträgliche Integration möglich. 

Laut ISO müssen folgende Ereignisse aufgezeichnet werden:

  • Login-Erfolg / Login-Fehler / Logout

  • Berechtigungsverweigerungen

  • Session-Erstellung / -Ablauf

  • Impersonation-Aktionen (wer hat wen übernommen, wann)

  • Datenexporte (CSV, Excel-Downloads)

  • Konfigurationsänderungen

  • READ-Zugriffe auf sensitive Entitäten

  • API-Key-Nutzung

Das Logging der Anwendung ist zentralisiert und durch Automationen überwacht. Alle relevanten Log Einträge werden von einer zentralen Kibana Instanz gesammelt und aufbereitet. Neben dem Logging existiert ein Monitoring auf allen Ebenen von Hardware bis Applikation. In bereits bestehenden Grafana Dashboards sind Alarme und Automationen eingerichtet, um Probleme und Ressourcen-Engpässe frühzeitig zu erkennen. 


Für die Kommunikation mit externen Schnittstellen können Authentifizierungsmaßnahmen nach Stand der Technik verwendet werden. Je nach Sicherheitsbedürfnis der entsprechenden Schnittstelle kann das von einfachen API-Keys bis hin zu Service-basierten OAuth2 Workflows reichen. Schnittstellen können technologieagnostisch aufgesetzt werden.


Die Daten innerhalb der Anwendung werden in der o.g. privaten Cloud in einem EU-Rechenzentrum gespeichert. Die Dokumente sind in einem S3 kompatiblen Speicher abgelegt, der ebenfalls auf EU-Rechenzentren verteilt ist.


Die Revisionssicherheit der Ursprungsdateien selbst wird durch einen S3-kompatiblen WORM Speicher sichergestellt. Die Dateien werden in einem EU Rechenzentrum gespeichert und durch S3 Object Lock vor Veränderung gesichert. Die Hashes der Originaldateien werden zusammen mit den Metadaten und einem Änderungsprotokoll in der Anwendungsdatenbank gespeichert, wodurch alle Revisionen nachverfolgbar bleiben.

Mehrwert für die HPA

Mineral Minds ermöglicht der Hamburg Port Authority die durchgängige Digitalisierung und Steuerung komplexer Stoffstrom- und Entsorgungsprozesse in einem infrastrukturell und regulatorisch anspruchsvollen Umfeld auf dem eigenen Standort und darüber hinaus.

Die Plattform verbindet operative Prozesssteuerung, digitale Dokumentation, Analysefunktionen und regulatorische Nachweisführung in einer zentralen Softwarelösung. Für die HPA entsteht dadurch insbesondere ein Mehrwert hinsichtlich der Reduktion manueller und verteilter Prozesse, der Verbesserung von Datenqualität und Nachvollziehbarkeit sowie der revisionssicheren Dokumentation sämtlicher relevanter Stoffstrom- und Entsorgungsprozesse.

Gleichzeitig ermöglicht die Plattform eine effizientere Stoffstromsteuerung, höhere Transparenz über Materialbewegungen, vereinfachte Nachweisführung sowie zentrales Monitoring und Reporting auf dem Gelände der HPA und darüber hinaus.

Die Plattform ermöglicht zudem die operative Projektabwicklung gemeinsam mit ausgewählten Partnern der HPA und regional und überregional angeschlossenen Netzwerkpartnern direkt über die Plattform. Dadurch können Stoffströme nicht nur dokumentiert und analysiert, sondern aktiv gesteuert und operativ über den gesamten Prozess systemgestützt begleitet werden. Transportwege, Verwertungsoptionen und Materialbewegungen lassen sich datenbasiert koordinieren und hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Verfügbarkeit und logistischer Effizienz optimieren. 

Durch KI-gestützte Analyse- und Matchingfunktionen können Baumaßnahmen auf dem Standort sowohl in der Planungsphase als auch in der operativen Abwicklung in Einklang gebracht werden, regionale Verwertungs- und Entsorgungswege identifiziert sowie Transportkosten, Leerfahrten und CO₂-Emissionen reduziert werden. Gleichzeitig unterstützt die Plattform die Erstellung strukturierter Auswertungen und Dashboards für Monitoring-, Steuerungs- und Reportingzwecke und liefert die Basis für weitere Zertifizierungen.

Darauf aufbauend unterstützt die Lösung die HPA bei der digitalen und nachvollziehbaren Umsetzung regulatorischer Dokumentations- und Nachweispflichten. Die DigDok-Funktion (Digitale Dokumentenerfassung) ermöglicht die automatisierte Erfassung, Analyse und Verarbeitung projektrelevanter Dokumente mittels OCR- und KI-Technologien.

Dokumente wie Abfallanalysen, Prüfberichte oder Nachweise können digital ausgelesen, ausgewertet und strukturiert verarbeitet werden. Dadurch können relevante Materialparameter automatisiert ausgelesen, bewertet und entsprechend geltender Anforderungen klassifiziert werden. Dabei berücksichtigt die Software unter anderem material- und parameterspezifische Grenzwerte, regionale Regelungen sowie projektspezifische Annahmekriterien.

Ergänzend unterstützt die Plattform digitale Prüf- und Freigabeprozesse für eigene Anlagen und technische Bauwerke. Dadurch werden manuelle Aufwände, Medienbrüche und potenzielle Fehlerquellen deutlich reduziert. Gleichzeitig verbessert die Lösung die Nachvollziehbarkeit, Prozesssicherheit und Geschwindigkeit dokumentationsrelevanter Abläufe. Die digitale Analyse- und Freigabelogik schafft zusätzlich eine transparente und revisionssichere Grundlage für regulatorische Nachweise, interne Prüfprozesse sowie die operative Steuerung komplexer Infrastruktur- und Stoffstromprojekte. 

Neben Analysen können auch Lieferscheine automatisiert digital verarbeitet und ausgewertet werden. Relevante Informationen wie Materialarten, Mengen, Herkunfts- und Zielorte, Transportdaten sowie projektspezifische Zuordnungen können automatisiert aus Dokumenten ausgelesen, strukturiert verarbeitet und digital weiterverwendet werden. Auf Basis dieser digitalen Lieferscheinverarbeitung entsteht eine belastbare und nachvollziehbare Datengrundlage für die Erstellung von Abfall-Mengen- und Stoffstrombilanzen. Materialbewegungen können dadurch projektübergreifend transparent dokumentiert, ausgewertet und bilanziert werden.

Ein weiterer Mehrwert liegt in der Kombination aus technologischer Plattformkompetenz und operativer Branchenexpertise. Die Ansprechpartner von Mineral Minds begleiten Projekte operativ über sämtliche Projektphasen hinweg und unterstützen die HPA aktiv bei Stoffstrom- und Entsorgungsprozessen, regulatorischen Fragestellungen, EBV-konformer Dokumentation sowie operativen Prozessanpassungen.

Ein zentraler Anwendungsfall der Plattform, der die Umwelt nachhaltig fördert, ist der sogenannte „Hügel-Loch“-Ansatz im Stoffstrommanagement: Während bei einem Bauprojekt überschüssiges Boden- oder Aushubmaterial entsteht („Hügel“), besteht an anderer Stelle gleichzeitig Bedarf an geeignetem Material zur Auffüllung ("Loch"). Mineral Minds identifiziert solche Potenziale datenbasiert und verknüpft Projekte materialspezifisch sowie regional miteinander. Dieser Ansatz leistet einen wesentlichen Beitrag zur operativen Umsetzung von Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz im Bauwesen.

Integration in bestehende Systeme

Schnittstellen zu den genannten Systemen sind aktuell nicht vorhanden. Es wird vorgeschlagen, diese nach der ersten Einführung als Projekt nach Bedarf als Projekt zu implementieren. Die SSO Schnittstelle ist von uns bereits vorgesehen, allerdings aktuell nicht implementiert.

Zeitplan & Projektvorgehen

Mineral Minds sieht ein schlankes, operativ ausgerichtetes Vorgehen über 12 Monate vor. Der Fokus liegt auf dem Aufsetzen der Plattform, der Einführung der Kernfunktionen im laufenden Betrieb, der intensiven Schulung der Mitarbeitenden sowie der strukturierten Übergabe an den Kunden.

Im ersten Schritt wird die technische Plattform aufgebaut und grundlegend eingerichtet. Hierzu zählen insbesondere die initiale Systemkonfiguration, die Einrichtung der Projekt- und Benutzerstrukturen sowie die technische Basisintegration. Für diese Phase ist ein Zeitraum von einem Monat vorgesehen.

Im zweiten Schritt erfolgt die Einführung der definierten Kernfunktionen inklusive Schulung der beteiligten Nutzer und Fachbereiche. Dabei werden zentrale Prozesse, Rollenmodelle sowie operative Funktionen schrittweise in den Arbeitsalltag integriert. Zusätzlich erfolgen erste Tests, Anpassungen und die begleitende Befähigung der Anwender. Für diese Phase wird ein Zeitraum von drei Monaten eingeplant.

Im dritten Schritt folgt die operative Begleitung des Echtbetriebs einschließlich Stabilisierung, Optimierung und Übergabe der Plattform in den regulären Betrieb. In dieser Phase werden Prozesse weiter angepasst, Erfahrungen aus dem operativen Einsatz integriert sowie die langfristige Nutzung und Skalierung vorbereitet. Gleichzeitig erfolgt die fortlaufende Unterstützung der beteiligten Projekt- und Fachbereiche. Für diese Phase ist ein Zeitraum von etwa acht Monaten vorgesehen.

Die gesamte Projektlaufzeit bis zur vollständigen Übergabe beträgt damit voraussichtlich rund zwölf Monate.

1. Plattform aufsetzen

Dauer: 1 Monat

Zu Projektbeginn wird die Mineral-Minds-Plattform kundenspezifisch eingerichtet. Dazu gehören die Anlage von Standorten, Projekten, Nutzerrollen, Berechtigungen, Dokumentationsstrukturen, Dashboards sowie die Abstimmung zentraler Daten- und Schnittstellenanforderungen.

Ergebnis: Die Plattform ist vorbereitet und einsatzbereit für die operative Einführung.

2. Einführung der Kernfunktionen inkl. Schulung

Dauer: 3 Monate

Anschließend werden die zentralen Funktionen im operativen Betrieb eingeführt. Dazu zählen digitale Stoffstromerfassung, OCR-gestützte Dokumentenverarbeitung, Auslesen von Abfallanalysen, EBV-konforme Dokumentation, Rollen- und Rechteprozesse sowie KPI- und Dashboardfunktionen.

Parallel erfolgt eine intensive, rollenbasierte Schulung der Mitarbeitenden für operative Nutzung, Key-User-Aufgaben und Administration.

Ergebnis: Die Kernfunktionen werden im Tagesgeschäft genutzt und die Mitarbeitenden sind geschult.

3. Operative Begleitung, Stabilisierung und Handover

Dauer: 8 Monate

Nach der Einführung begleitet Mineral Minds den operativen Betrieb, nimmt Nutzerfeedback auf, optimiert Workflows, Dashboards und Auswertungen und unterstützt bei Fragen aus der täglichen Anwendung. Bei Bedarf erfolgen Nachschulungen und Anpassungen.

Zum Ende des 12. Monats erfolgt das formale Handover an den Kunden inklusive Übergabe von Prozessdokumentation, Rollen- und Rechtekonzept, Schulungsunterlagen sowie Support- und Eskalationswegen.

Ergebnis: Die Plattform ist stabil im Betrieb etabliert und wird an den Kunden übergeben.

Begleitung nach Projektabschluss

Nach der Übergabe begleitet Mineral Minds den weiteren Betrieb durch monatliche Abstimmungscalls. Bei Bedarf erfolgen zusätzliche Support-Calls zur Klärung operativer Fragen, Weiterentwicklungen oder neuer Anforderungen.

Wirtschaftlichkeit / Kostenrahmen

Mineral Minds bietet ein skalierbares Lizenz- und Betriebsmodell, das sich am Umfang der Nutzung, der Anzahl der Standorte, Nutzerrollen, Stoffströme, Dokumente und gewünschten Integrationen orientiert. Die Plattform kann zunächst mit einem klar abgegrenzten Kernumfang eingeführt und anschließend bedarfsgerecht erweitert werden.

Details zum Kostenrahmen entnehmen Sie bitte den geschützten Angaben.

Referenzen / Produktdemos

Siehe Anhang. Ein Demo-Zugang kann bei Bedarf inkl. Schulung von Mineral Minds Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden.

Screencapturing Demo: https://youtu.be/kiKcGHBH_SU

Challenge
Digitales Abfallmanagementsystem für die Hamburg Port Authority
Lösungsgeber
Mineral Minds Deutschland GmbH
Anhänge
PDF
Mineral minds broschüre digital
PDF
Mineral minds produktfeatures
KOINNOvationsplatz
Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin
Der KOINNOvationsplatz orientiert sich an dem Konzept der www.ioeb-innovationsplattform.at der staatlichen IÖB-Initiative (www.ioeb.at) in Österreich.
Illustrationen: „Flat Line Illustrations“ copyright PureSolution via Creative Market
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