brixxbox Circular Hub – MehrwegTal als digitale Infrastruktur für zirkuläre Logistiksysteme
Die Lösung überführt bewährte Prinzipien etablierter B2C-Mehrwegsysteme konsequent in einen skalierbaren B2B-Kontext und erweitert diese um eine sektorübergreifende, kommunal nutzbare Plattformlogik.
Zentraler Mehrwert entsteht durch die durchgängige Digitalisierung und Transparenz von Mehrwegkreisläufen entlang komplexer Lieferketten. Während B2C-Systeme bereits erfolgreich standardisierte Rücknahmelogiken (z. B. Pfand, Pooling, einfache Trackingmechanismen) etabliert haben, fehlt im B2B-Bereich bislang eine interoperable Lösung für Großgebinde und komplexe Mehrweglogistik über Organisationsgrenzen hinweg.
Die Lösung adressiert diese Lücke durch:
lückenlose Nachverfolgbarkeit von Mehrweggebinden über Unternehmensgrenzen hinweg
signifikante Erhöhung von Rücklauf- und Umlaufquoten durch Echtzeittransparenz
Reduktion von Prozesskosten durch automatisierte Bestands- und Pfandlogiken
Optimierung der Ressourcennutzung durch jederzeit verfügbare Bestandsinformationen
Steigerung der Nutzerakzeptanz durch einfache, systemintegrierte Prozesse
Der CO₂-Impact wird direkt aus realen Umlaufdaten abgeleitet und ermöglicht erstmals eine belastbare, datenbasierte Bewertung von Mehrwegsystemen auf kommunaler und unternehmerischer Ebene.
Die Plattform ist so konzipiert, dass sie auf weitere Kommunen und Branchen übertragbar ist und als Referenzmodell für zirkuläre Logistiksysteme dienen kann.
Die technische Architektur basiert auf einem API-first-Ansatz mit einer zentralen REST-Schnittstellenschicht als Integrationshub für heterogene Systemlandschaften.
Bestehende Warenwirtschafts-, Kassen- und Pooling-Systeme werden über standardisierte APIs sowie ergänzende Schnittstellenmechanismen (Webhooks, EDI, CSV/XML oder Messaging-Strukturen) angebunden. Dadurch entsteht eine entkoppelte, skalierbare Integrationsarchitektur.
Zur flexiblen Orchestrierung von Datenflüssen und Prozesslogiken kann eine Middleware-Schicht eingesetzt werden, beispielsweise über Workflow- und Automatisierungsplattformen wie n8n oder vergleichbare Lösungen. Diese ermöglichen die schnelle Transformation von Daten, die Automatisierung von Prozessen sowie die flexible Kopplung unterschiedlicher Systeme. Dadurch können neue Partner mit geringem Integrationsaufwand eingebunden werden.
Der konkrete Integrationsweg wird im Detail im Rahmen der technischen Konzeption und Umsetzung gemeinsam mit den jeweiligen Systemanbietern festgelegt und ist insbesondere von den technischen Möglichkeiten der angebundenen Systeme abhängig.
Die Plattform selbst – insbesondere brixxbox – stellt dabei ausdrücklich keinen Engpass dar, sondern ist so konzipiert, dass sie flexibel an unterschiedliche Integrations- und Reifegrade externer Systeme anschlussfähig ist.
Das Tracking-Konzept basiert auf eindeutig identifizierbaren Mehrweggebinden (z. B. QR-Code, Barcode oder RFID) und bildet sämtliche Bewegungen entlang der Lieferkette in nahezu Echtzeit ab. Bestände, Umläufe und Statusinformationen sind jederzeit transparent verfügbar.
Die CO₂-Berechnung ist vollständig in die Prozesskette integriert und erfolgt automatisiert pro Umlauf auf Basis definierter Parameter wie Material, Transportwege, Umlaufanzahl und Reinigungsprozesse. Die Emissionsmodelle werden durch den wissenschaftlichen Partner bereitgestellt und im System parametrisiert abgebildet.
Die Lösung wird vollständig als eigenständige, modulare Plattform entwickelt. Sie ist nicht auf bestehende Open-Source-Software aufgesetzt, sondern basiert auf einer proprietären Systemarchitektur, die gezielt für die Anforderungen des kommunalen Mehrweg- und Kreislaufwirtschaftsmodells konzipiert wird.
Gleichzeitig ist die Architektur so ausgelegt, dass sie langfristig erweiterbar, interoperabel und unabhängig von einzelnen Technologieanbietern bleibt.
Die spätere Übertragung der Lösung an ein kommunales Betreiberkonsortium ist grundsätzlich möglich. Die konkrete Ausgestaltung der Rechteübertragung, der Lizenzierung sowie einer angemessenen Vergütung hierfür sollte jedoch im Rahmen der Projekt- und Vertragsverhandlungen gemeinsam festgelegt werden. Dabei sind insbesondere die zu übertragenden Nutzungs- und Verwertungsrechte sowie die zukünftige Governance und Weiterentwicklung der Plattform zu berücksichtigen.
Es besteht umfangreiche Erfahrung in der Lebensmittel-, Getränke- und Logistikbranche mit Fokus auf Mehrweg-, Pfand- und Umlaufsysteme in unterschiedlichen Ausprägungen.
Die Projekterfahrungen umfassen insbesondere:
Einführung und Optimierung von Mehrweg- und Pfandprozessen in Produktions- und Logistikumgebungen
Digitalisierung von Umlauf- und Behältermanagementsystemen
Integration von Mehrwegsystemen in bestehende ERP- und Warenwirtschaftslandschaften
Prozessoptimierung entlang komplexer Lieferketten mit mehreren beteiligten Akteuren
Ergebnisse dieser Projekte umfassen:
Reduktion von Verlust- und Schwundquoten
Verbesserung der Rücklaufgeschwindigkeit von Mehrweggebinden
Erhöhung der Transparenz über Bestände und Umläufe
Vereinfachung operativer Steuerungsprozesse durch digitale Systeme
Wesentliche Learnings liegen insbesondere in der Bedeutung klarer Datenstandards, niedriger Integrationshürden und durchgängiger Prozessdigitalisierung.
Die Umsetzung erfolgt in einem iterativ-agilen Vorgehensmodell mit klar strukturierten Phasen:
Konzept- und Analysephase
Stakeholder- und Prozessanalyse
Definition der Zielarchitektur
Daten- und Integrationsdesign
MVP- und Entwicklungsphase
Aufbau der Kernplattform
Implementierung von Tracking- und Umlauflogik
erste Systemintegrationen
Pilotphase im kommunalen Umfeld
Validierung im realen Betrieb
Optimierung der Prozesse
Aufbau CO₂-Datenmodell
Skalierungsphase
Erweiterung auf weitere Akteure und Kommunen
Ausbau der Plattformfunktionen
Vorbereitung des Regelbetriebs
B2B-Anforderungen werden priorisiert umgesetzt, während B2C-Szenarien bereits im Datenmodell berücksichtigt werden, um spätere Erweiterungen ohne Architekturbruch zu ermöglichen. Qualitätssicherung erfolgt durch kontinuierliche Tests, iterative Reviews und laufendes Monitoring der System- und Prozessdaten.
Die Lösung wird als modulare Plattform mit einem MVP-Ansatz entwickelt und im Förderzeitraum in einen pilotfähigen Produktivbetrieb überführt.
Die Roadmap umfasst:
Aufbau der Kernplattform (Tracking, Integration, Reporting)
Pilotbetrieb im kommunalen Umfeld
Erweiterung um CO₂-Analyse und Optimierungsfunktionen
Vorbereitung des Multi-Kommunen-Betriebs
Die Plattform ist mandantenfähig ausgelegt und ermöglicht den parallelen Betrieb mehrerer Kommunen mit vollständig getrennter Daten- und Prozesslogik.
Der spätere Betrieb soll durch ein kommunales Betreiberkonsortium erfolgen, inklusive technischer Dokumentation, Betriebskonzept und Wartungsfähigkeit.
Die Skalierung erfolgt sowohl horizontal (weitere Kommunen) als auch vertikal (weitere Prozess- und Branchenmodule).
Die Plattform wird unter konsequenter Berücksichtigung geltender Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen entwickelt und betrieben.
Zentrale Prinzipien:
Datenminimierung und Zweckbindung
rollenbasierte Zugriffskonzepte
klare Mandantentrennung
vollständige Protokollierung relevanter Systemaktionen
Besondere Aufmerksamkeit gilt der sauberen Trennung zwischen personenbezogenen Daten (z. B. Ansprechpartner in Lieferketten) und logistischen Prozessdaten.
Als Best Practices werden etablierte Sicherheitsrichtlinien für Web- und API-Systeme sowie organisatorische Sicherheitsprozesse berücksichtigt.
Hosting erfolgt ausschließlich in DSGVO-konformen Rechenzentrumsumgebungen innerhalb der EU.


