Räume zur Entscheidungfindung
MESO verbindet Strategie, Kommunikation, Raum und Technologie zu einem einzigen integrierten System.
MESO entwickelt Räume und Systeme, in denen Menschen lernen, gemeinsam entscheiden, Innovation erleben und komplexe Planungsprozesse verstehen.
Wir verstehen digitale Tische nicht primär als Informationsdisplay, sondern als gemeinsames Gesprächswerkzeug. Wir gehen davon aus, dass hier unterschiedliche Situationen unterstützt werden müssen: den spontanen Einstieg auf einer Messe, ein minutiös vorbereitetes Investorengespräch, eine Bürgerbeteiligung, die gemeinsame Exploration eines Stadtentwicklungsprojekts, den Vergleich mehrerer Standorte oder Planungsvarianten sowie interne Arbeits- und Abstimmungsrunden.
Entscheidend für den Erfolg ist meist ein digitales ein "Big Picture" auf das sich in allen Gesprächen bezogen werden kann, etwa eine Karte, ein Quartier, ein Zeitstrahl oder eine übergeordnete Fragestellung. Dies sollte durchgängig zu sehen sein. Von hieraus können Vertiefungsebenen aktiviert werden um konkrete Projektbeispiele illustrieren zu können.Entscheidend ist, dass parallele Aktionen die visuelle Wahrnehmung möglichst wenig stören, um komplexe Inhalte kommunizieren zu können. Hilfreich ist oft eine haptische Ebene z.b. über Karten oder haptische Objekte. Diese Karten oder Objekte können ausgestellt und von Presentern oder Besuchern gesammelt werden. Das Auflegen der Karte auf den Screen aktiviert eine bestimmte Funktion. Damit unterstützt die Anwendung unterschiedliche soziale Situationen: Eine Person kann moderieren, mehrere Personen können gemeinsam explorieren oder einzelne Teilnehmende können parallel Informationen aufrufen, mehrere Expert:innen können elegant nacheinander präsentieren. Ob die Wirkung von Tischen (Gemeinschaftsgefühl) oder Wänden (Fernwirkung) relevanter sind, wird von uns meist in einer Vorplanungsphase ermittelt.
Die Konzeption von sozialen Lern- und Entscheidungssituationen unter Einbezug aller technischen Möglichkeiten hat MESO umfangreiche Erfahrung. Für die Mondi FlexStudios in Steinfeld wurde beispielsweise ein System entwickelt, bei dem Gruppen mit unterschiedlichen Rollen und Wissensständen gemeinsam zwischen Überblick, Produkten und Detailinformationen wechseln können. Das System wurde ausdrücklich für Kleingruppen, größere Präsentationen und Workshops ausgelegt. Beim Deutschen Romantik-Museum in Frankfurt entwickelte MESO u.A. einen großformatigen interaktiven Tisch, auf dem mehrere Personen komplexe geografische und biografische Informationen gemeinsam untersuchen können. Für den Kassenärztlichen Verband Westfalen Lippe und die Kassenärztliche Vereinigung Berlin entwickelte MESO interaktive Lernräume in denen Tablets als flexible Lern-, Notiz-, Frage- und Unterstützungswerkzeuge eingesetzt werden.
Weitere Informationen auf meso.design
https://meso.design/de/projects/kvwl-kooperativer-lernraum-fuer-e-health-workshops
https://meso.design/de/projects/basf-multifunktionsraum-fuer-material-innovationszentrum
https://meso.design/en/projects/deutsches-romantik-museum-multifaceted-media-parcours-for-cultural-history-museum
https://meso.design/de/projects/kv-berlin-e-health-zeigen-erklaeren-und-testen-im-interaktiven-showroom
https://meso.design/de/projects/bildungsstaette-anne-frank-partizipatives-mediensystem-fuer-lernlabor
Das Interaktionskonzept wird von MESO entlang der Anforderungen kundenspezifisch zugeschnitten:
Meist ist es sinnvoll, bekannte physische und digitalen Gesten zu nutzen: Inhalte auswählen, verschieben, drehen, vergrößern, vergleichen oder zurücklegen. Physische Elemente wie Räder, Schieber oder Karten machen Navigation einfach und spielerisch. Gelegentlich sind innovative Elemente wie Industieroboter, 3d-Displays oder AR-Brillen attraktiv. Funktionen erscheinen nur dann, wenn sie benötigt werden; komplexe Menüstrukturen werden vermieden. Mobilgeräte für Gäste und Presenter können versteckte komplexe Navigationsebenen tragen.
Gerne verfolgen wir bei Ausstellungen den Ansatz der "Navigation mit den Füßen" d.h. über eine integrale Softwarestruktur werden Inhalte auf mehrere nebeneinanderliegende Bildschirme verteilt, an Stelle sie auf einem Bildschirm über komplexe Menüstrukturen auszuwählen.
Für Tische ist entscheidend, dass es keinen eindeutigen „oben“- und „unten“-Bereich gibt. Inhalte müssen deshalb abhängig von ihrer Position für die jeweilige Tischseite ausgerichtet werden können.
Eine leicht verständliche Informationsarchitektur folgt wenigen, wiederkehrenden Prinzipien. Ein Thema funktioniert immer ähnlich, unabhängig davon, ob z.B. gerade ein Quartier, ein Bauprojekt, ein Mobilitätsthema oder eine Kennzahl betrachtet wird.
MESO entwickelt solche Interaktionskonzepte grundsätzlich aus Nutzungssituation, Inhalt und Raum heraus und unterscheidet ausdrücklich zwischen Single-User-, Multi-User-, Guided-Access- und Präsentationsszenarien. Interaktive Prototypen werden früh eingesetzt, um die Bedienung unter realen Bedingungen zu testen.
Beim Mondi-Projekt wurde dasselbe Prinzip auf ein komplexes B2B-Thema angewandt: Transparente Navigation und unterschiedliche Informationstiefen ermöglichen es einer Gruppe, gleichzeitig auf verschiedenen Wissensständen in ein Gespräch einzusteigen.
In der ersten Projektphase ist die entwicklung eines einfachen, transparentes und gut erweiterbares Datenmodells zentral. Ziel ist nicht, zu Beginn eine möglichst umfassende neue Datenbank aufzubauen, sondern vorhandene Informationen schnell nutzbar zu machen und eine belastbare Struktur zu schaffen, die später schrittweise erweitert werden kann.
Das Datenmodell basiert auf wenigen grundlegenden Inhaltstypen, beispielsweise Ort, Gebiet, Projekt, Thema, Akteur, Termin und Medium. Diese Elemente werden über einfache Beziehungen miteinander verknüpft. Ein Projekt kann dadurch beispielsweise einem Quartier, mehreren Themen, beteiligten Akteuren und entsprechenden Bildern, Dokumenten oder Kennzahlen zugeordnet werden.
Bereits in der ersten Phase können bestehende Datenbestände der HafenCity sowie externe und offene Datenquellen integriert werden. Dazu gehören beispielsweise vorhandene Projekt- und Geodaten, GeoServer- oder JSON-Daten sowie offene Quellen wie OpenStreetMap. Wo sinnvoll, werden Informationen nicht dupliziert, sondern über Schnittstellen oder automatisierte Importe eingebunden. Das System ergänzt diese Daten um die speziell für Kommunikation und Präsentation benötigten Inhalte.
Deutsch und Englisch, weitere Sprachen werden im Datenmodell als gleichwertige Sprachvarianten geführt. Der Sprachwechsel kann zentral für die gesamte Anwendung oder – falls dies für internationale Gesprächssituationen sinnvoll ist – für einzelne geöffnete Inhalte erfolgen. Position und Zustand der Anwendung bleiben beim Umschalten erhalten; lediglich die sprachabhängigen Inhalte ändern sich. MESO entwickelt mehrsprachige CMS- und Exponatsysteme ausdrücklich für international eingesetzte Installationen. Alle Anforderungen an Barrierefreiheit können im Prozess optimal integriert werden.
Für vergleichbare Aufgaben verfügt MESO über konkrete Projekterfahrung. Beim Deutschen Romantik-Museum wurde eine umfangreiche Forschungsdatenbank mit Orts- und Zeitinformationen in eine interaktive Kartenanwendung überführt. QGIS, individuell gestaltete Kartenkacheln, TileServerGL, Leaflet und eine webbasierte Anwendung wurden dort zu einer speziell für die Ausstellung entwickelten Lösung verbunden.
Diese Fähigkeit, vorhandene Datenquellen, Software, Medientechnik und individuelle Hardware zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu verbinden, gehört zum Kern des MESO-Angebots. MESO entwickelt ausdrücklich kundenspezifische Software- und Hardwarelösungen auch dort, wo Systeme standardmäßig nicht miteinander kompatibel sind.
GIS-Daten behandeln wir dabei nicht als Sonderfall, sondern als integralen Bestandteil des Informationsmodells. Je nach bestehender Infrastruktur können beispielsweise GeoServer, GeoJSON sowie etablierte Karten- und Geodatendienste eingebunden werden. Welche Schnittstelle im konkreten Fall sinnvoll ist, würden wir nach Analyse der vorhandenen HafenCity-Infrastruktur festlegen.
Grundsätzlich legen wir wert darauf dass die Auftraggeber Inhalte selbstständig pflegen können, ohne für reguläre Änderungen MESO oder einen anderen Dienstleister beauftragen zu müssen. Dazu wird die Trennung zwischen Daten, Content, Darstellung und Anwendung von Beginn an in der Systemarchitektur berücksichtigt. Selbstverständlich kann MESO bei allen Phasen der Contenterstellung und Pflege unterstützen.
Redakteurinnen und Redakteure erhalten eine browserbasierte Pflegeoberfläche mit Previewfunktion. Dort können – abhängig vom später definierten Datenmodell – Projekte ergänzt, Texte und Übersetzungen geändert, Bilder oder Videos ausgetauscht, Zuordnungen angepasst und Inhalte veröffentlicht oder deaktiviert werden. Pflichtfelder, Vorschauen und definierte Inhaltstypen sorgen dafür, dass Änderungen konsistent bleiben. Programmierkenntnisse sind hierfür nicht erforderlich.
Daten, die bereits in führenden Systemen gepflegt werden, sollten dagegen möglichst nicht erneut manuell eingegeben werden. Hier erfolgt die Aktualisierung über die vereinbarten Schnittstellen. Das CMS ergänzt vor allem diejenigen Informationen, die speziell für Kommunikation, Präsentation und Gesprächsführung benötigt werden.
MESO setzt, wo technisch sinnvoll, auf etablierte Open-Source-Technologien und offene Standards. Dadurch werden proprietäre Abhängigkeiten und Lizenzbindungen grundsätzlich vermieden. Auch bei Datenformaten und Schnittstellen achten wir auf dokumentierte und verbreitete Standards, damit einzelne Komponenten später ausgetauscht oder durch Dritte weiterentwickelt werden können.
Der von MESO entwickelte Quellcode kann auf Wunsch in einem GitLab-Repository an die Auftraggeberin übergeben werden. Das Repository kann direkt im GitLab der Auftraggeberin geführt oder zum Projektabschluss dorthin übertragen werden. Neben dem Quellcode umfasst die Übergabe insbesondere Versionshistorie, Installations- und Build-Anweisungen, Konfigurationen, Datenbankschemata und Schnittstellendokumentationen sowie die für Betrieb und Weiterentwicklung erforderliche technische Dokumentation. Zugangsdaten und andere Secrets werden selbstverständlich getrennt vom Quellcode verwaltet.
Damit entsteht kein geschlossenes proprietäres System: Die Auftraggeberin kann den Betrieb selbst übernehmen, MESO weiterhin mit Pflege und Weiterentwicklung beauftragen oder zukünftig auch andere geeignete Dienstleister einbinden.
Dieses Prinzip ist bei MESO erprobt. Für Mondi wurde ein webbasiertes CMS entwickelt, mit dem umfangreiche miteinander verknüpfte Inhalte fortlaufend aktualisiert und auch an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden können. Beim Deutschen Romantik-Museum können Redakteurinnen und Redakteure über ein individuelles CMS langfristig selbst Änderungen und Ergänzungen vornehmen.
Über die reine Softwareentwicklung hinaus kann MESO den gesamten Lebenszyklus betreuen: technische Planung, Inbetriebnahme, Dokumentation und Schulung sowie optional Monitoring, Wartung, Remote-Service und 2nd-Level-Support. Damit kann die HafenCity den regulären Contentbetrieb selbst übernehmen und zugleich für technische Sonderfälle auf einen langfristig verfügbaren Ansprechpartner zurückgreifen.
MESO entwickelt kundenspezifische Software, für Projekte werden individelle Angebote gestellt. Für die langfristige Wirtschaftlichkeit ist entscheidend, dass Datenmodell, CMS und Software nicht an einen einzelnen Tisch gebunden werden. Wie bei den meisten MESO-Projekten kann dieselbe technische Basis später auch für Infocenter, weitere Messestände, Mobilanwendungen oder Webseiten genutzt werden. Beim Mondi-System liegt gerade in dieser Wiederverwendbarkeit ein wesentlicher konzeptioneller Vorteil: Die Erstinvestition fließt vor allem in Systematik und Software, während Inhalte und Anwendungen anschließend auf weitere Nutzungssituationen übertragen werden können.


