monamu Multimediaguides
Mit monamu haben wir eine bereits produktiv eingesetzte Plattform für die digitale Vermittlung komplexer Inhalte entwickelt. Sie ergänzt den Digitalen Tisch um eine mobil nutzbare Vermittlungsebene, kann aber ebenso eigenständig eingesetzt werden.
Die Plattform besteht aus einer nativen App für iOS und Android, einer Webversion für den direkten Zugriff auf Inhalte mittels QR Code oder Link, sowie dem monamu-Workspace – unserem eigens entwickelten, browserbasierten Content-Management-System. Im Workspace werden multimediale Inhalte wie Texte, Bilder, Audios, Videos oder 360°-Ansichten zentral erstellt und verwaltet und über die App oder die Webversion ausgespielt.
monamu wurde für Museen, Ausstellungen und andere Kulturorte entwickelt und wird in verschiedenen Institutionen bereits produktiv eingesetzt. Die Plattform ist bewusst so gestaltet, dass die Inhalte im Mittelpunkt stehen und die digitale Anwendung selbst möglichst zurückhaltend, verständlich und intuitiv bleibt.
Besonders wichtig ist uns die redaktionelle Unabhängigkeit der Anwender:innen: Die HCH kann sämtliche Inhalte eigenständig erstellen, bestehende Informationen kurzfristig aktualisiert und verschiedene Sprachfassungen zentral gepflegt werden – innerhalb von Minuten, ohne erneuten App-Release.
Grundidee
monamu ergänzt den Digitalen Tisch um eine persönliche, mobile Vermittlungs- und Vertiefungsebene. Die Anwendung wird nicht auf dem Tisch installiert, sondern auf mobilen Endgeräten genutzt. Für die Nutzung bestehen zwei flexible Möglichkeiten:
Teilnehmende öffnen über einen (ggfs. auf dem Tisch bereitgestellten) QR-Code schnell und unkompliziert die passende Inhaltsseite (bei monamu als “Station” bezeichnet) auf ihrem eigenen Smartphone.
Die native monamu-App wird auf Tablets vor Ort installiert. Diese Geräte können den Teilnehmenden bei Bedarf für die Dauer des Gesprächs, Rundgangs oder Veranstaltungsbesuchs zur Verfügung gestellt werden.
monamu funktioniert eigenständig, ohne direkte technische Verbindung zum Digitalen Tisch und kann deshalb auch unabhängig davon flexibel eingesetzt werden.
Moderierte Fach- und Vertriebsgespräche
In Gesprächen mit Vertreter:innen aus Immobilienwirtschaft, Politik, o.ä. schafft der Digitale Tisch zunächst einen gemeinsamen visuellen Bezugspunkt. Die moderierende Person kann von einer Übersicht der Stadtentwicklungsgebiete zu einem konkreten Quartier oder Baufeld wechseln und Lage, Entwicklungsstand oder Rahmenbedingungen erläutern. Ergänzende Inhalte werden parallel über monamu bereitgestellt. Die Teilnehmenden können einzelne Aspekte auf dem eigenen Gerät vertiefen, ohne die gemeinsame Darstellung am Tisch für alle verändern zu müssen.
Unser Szenario: Mehrere Personen interagieren parallel und selbstbestimmt mit den Inhalten:
Eine Person(engruppe) betrachtet Informationen zu Mobilität und Infrastruktur.
Eine andere beschäftigt sich mit städtebaulichen Freiräumen im entsprechenden Quartier.
Die individuell gewonnenen Erkenntnisse können unmittelbar in das gemeinsame Gespräch zurückgeführt werden.
Der Digitale Tisch kann der zentrale Ort des Dialogs bleiben. monamu ergänzt um individuelle Zugänge, unterschiedliche Detailtiefen und multimediale Inhalte wie Text, Bild, Audio, Video oder 360°-Ansichten.
Messen, Veranstaltungen und Ausstellungen
Auf Messen unterstützt monamu sowohl den moderierten Gesprächseinstieg als auch die selbstständige Exploration. Interessierte können Inhalte während eines Gesprächs aufrufen, weiter erkunden oder unabhängig von einer Präsentation eine Tour beginnen. Ebenso kann der Link, wenn gewünscht, im Nachgang der Veranstaltung verfügbar bleiben und von den Besuchenden sozusagen “mitgenommen”, erneut aufgerufen und geteilt werden. Wenn das nicht gewünscht wird, kann die Tour nach der Messe offline genommen werden.
Im HafenCity Forum kann monamu Ausstellungen, Führungen und Informationsangebote für unterschiedliche Zielgruppen begleiten, was dem bisherigen Einsatzgebiet von monamu genau entspricht. Ebenso ist eine Nutzung zur Vor- und Nachbereitung von Investoren-, Vertriebs- oder Fachgesprächen denkbar indem monamu auch hier zur Strukturierung und Bereitstellung von Inhalten genutzt werden kann.
Ergänzende Interaktionsmöglichkeiten
An geeigneten Stellen kann der Digitale Tisch einen QR-Code anzeigen, der unmittelbar zur passenden monamu-Station führt. So wird der Wechsel vom gemeinsamen Überblick zur individuellen Vertiefung erleichtert. Inhalte können ebenso über eine Suche, Identifikationsnummer oder die freie Exploration erreicht werden.
Unsere Inhaltsebene “Quiz” kann punktuell als interaktive Station eingesetzt werden. Besucher:innen testen mit dieser Funktion üblicherweise ihr Wissen und erhalten eine persönliche Zusammenfassung der richtig beantworteten Fragen. Als projektspezifische Weiterentwicklung ist vorstellbar, Antworten zusammenzuführen und statistisch darzustellen. So könnte die Inhaltsebene als Abstimmungstool verwendet werden oder ein Meinungsbild aller Besuchenden abgefragt werden.
monamu unterstützt den Dialog, ohne selbst in den Vordergrund zu treten. Die Benutzeroberfläche ist freundlich, ruhig und unaufdringlich gestaltet. Große Stationsbilder, gut lesbare Texte, klar erkennbare Schaltflächen und vertraute Bedienmuster ermöglichen einen unmittelbaren Einstieg.
Intuitive Nutzung ohne Schulung
Beim ersten Start erklärt ein visuelles Onboarding die wichtigsten Funktionen der Apps in einfachen Worten und Bildern. Anschließend können Besuchende:
einer vorgegebenen Tour folgen,
Stationen bzw. Inhalte frei erkunden und abspeichern,
nach Begriffen suchen.
Vom Wesentlichen zur Vertiefung
Eine Station zeigt zunächst die wichtigsten Informationen zu einem Thema. Zusätzliche Inhalte kann die HCH über Vertiefungsebenen vermitteln, die erst bei Interesse von den Benutzenden geöffnet werden. Dadurch bleibt die Einstiegsansicht verständlich und übersichtlich, während Fachzielgruppen gezielt auf weiterführende Inhalte zugreifen können.
Innerhalb dieses konsistenten Bedienkonzepts lassen sich unterschiedliche Medien nutzen:
Texte und Bilder,
Bildergalerien,
Audios und Videos,
360°-Ansichten,
Quiz-Funktion.
Falls im Nutzungskontext der HCH Audiospuren verwendet werden, oder die Inhalte in Textform auch als vertonte Option bereitgestellt werden soll, kann für dafür im Workspace eine Text-to-Speech Funktion eingesetzt werden. Damit lassen sich aus Texten Audiodateien erzeugen, ohne professionelle Studioaufnahmen produzieren zu müssen. Diese Funktion eignet sich besonders für Inhalte mit häufigen Änderungen.
Interaktion in der Gruppe
In Gruppensituationen erfolgt die Nutzung parallel auf den persönlichen Geräten der Beteiligten. Jede Person bestimmt selbst:
welche Inhalte sie öffnet,
wie tief sie einsteigt,
welche Sprache sie nutzt,
in welchem Tempo sie die Inhalte exploriert.
Dadurch entsteht kein Gedränge um eine einzige Bedienoberfläche. Zugleich bleibt das gemeinsame Gespräch erhalten, da individuelle Beobachtungen jederzeit mit der Gruppe geteilt und eingeordnet werden können.
Stabilität und Barrierefreiheit
Bereits geladene Touren können in der nativen App vollständig offline genutzt werden. Das unterstützt einen stabilen Einsatz an Messeständen, in Ausstellungen oder bei Veranstaltungen mit schwankender Netzqualität.
monamu ist mit den systemeigenen Barrierefreiheitstools von iOS und Android nutzbar. Alternativtexte sind im Workspace zu hinterlegen und senken zusätzliche Nutzungshürden für Screenreader Nutzende. Die Kombination aus konsistenter Navigation, Onboarding, klarer Informationshierarchie und bekannten Interaktionsmustern ermöglicht eine Nutzung ohne vorherige Schulung oder Anleitung von Moderator:innen.
monamu organisiert Inhalte in einer klaren Hierarchie:
Tour (im Kontext der Challenge kann das eine Veranstaltung oder ein Einsatzort sein)
Station bzw. Inhalt
Vertiefungsebene
Eine Tour verbindet ausgewählte Stationen zu einem nachvollziehbaren inhaltlichen oder räumlichen Zusammenhang. Die Anwendungsfälle können ganz unterschiedlich sein: so können beispielsweise unterschiedliche “Touren” für Fachmessenbesuche, Investorentreffen, Projektmeetings oder auch Besucher einer Ausstellung entstehen. Die Inhalte zu entsprechenden Themen oder Projekten werden als “Stationen” dargestellt, die mittels Vertiefungsebenen einen fließenden Wechsel vom Überblick zum Detail ermöglichen.
Darstellung der Inhalte
Die Station ist die zentrale Einheit der Vermittlung. Sie bündelt die wichtigsten Informationen zu einem konkreten Thema. Dabei können abhängig vom Kommunikationsziel unterschiedliche Medien kombiniert werden:
Text,
Bild und Bildergalerie,
Audio,
Video,
360°-Ansicht,
Quiz.
Die Editor:innen entscheiden, welche Darstellungsform für den jeweiligen Inhalt sinnvoll ist. Dadurch können sowohl kompakte Erläuterungen als auch anschauliche, multimediale Darstellungen umgesetzt werden.
Touren können neben der linearen Darstellungsform der Stationen auch als koodinatenbasierte Karte dargestellt werden. In dieser Darstellungsform werden Stationen anhand ihrer hinterlegten Koordinaten auf einer Satellitenkarte verortet. Diese Variante macht räumliche Zusammenhänge sichtbar und ermöglicht eine freie, standortbezogene Exploration. Für die HCH können damit beispielsweise Quartiere, Baufelder, Infrastrukturprojekte oder Freiräume unmittelbar in ihrem räumlichen Zusammenhang vermittelt werden.
Multi-Language-Management
Verschiedene Sprachversionen werden im monamu Workspace in dem selben Textfeld gepflegt, in dem der Standardtext eingegeben wurde. Ein einfacher Wechsel zwischen Sprachversionen ist mittels Dropdown innerhalb jeder Station möglich. Es müssen somit keine vollständig getrennten Touren für jede Sprachfassung erstellt werden. Ist die auf dem Smartphone eingestellte Sprache verfügbar, wird sie automatisch angezeigt – sowohl in der App, als auch in der Web Version. Andernfalls greift monamu auf eine durch die HCH im Workspace festgelegte Standardsprache zurück.
Besucher können die gewünschte Sprache außerdem jederzeit selbst ändern. Die Verwaltung der Sprachfassungen erfolgt zentral im monamu-Workspace. Eine Übersetzungsübersicht gibt außerdem Auskunft über vollständig, teilweise, oder nicht eingepflegte Sprachversionen. Neben Deutsch und Englisch verfügt der Workspace aktuell über folgende Sprachen: Französisch, Niederländisch, Italienisch, Spanisch. Eine integrierte Übersetzungsfunktion von Inhalten implementieren wir aktuell.
Zentrale Datenquellen und Datenverantwortung
Für die Integration in die Datenlandschaft der HafenCity Hamburg GmbH unterscheiden wir zwischen zwei Datenebenen:
Fachliche Primärdaten: beispielsweise Planungsstände, Flächeninformationen und weitere Fachdaten.
Vermittlungsinhalte: redaktionell aufbereitete Informationen für Besucher:innen und Gesprächspartner:innen.
Die fachlichen Primärdaten können weiterhin in den bestehenden Systemen der HCH geführt werden. Diese bleiben die führende Datenquelle für die jeweiligen Fachdaten. Der monamu-Workspace bildet dagegen die zentrale Redaktionsumgebung und verbindliche Quelle für alle über monamu veröffentlichten Vermittlungsinhalte. Im aktuellen Plattformstand werden die für die Kommunikation relevanten Informationen redaktionell in den Workspace übertragen und dort zielgruppengerecht aufbereitet.
Datenaustausch und bestehende Schnittstellen
Ein Datenaustausch, über den Inhalte aus bestehenden Datenbanken in den monamu-Workspace importiert werden können, wurde bereits konzeptionell erarbeitet, ist aber noch nicht technisch integriert. Daher besteht derzeit keine automatisierte Synchronisation mit externen Datenbanken oder Fachsystemen.
Auch standardisierte Anbindungen über APIs, GeoServer oder JSON-Importe sind für diesen Anwendungsfall im aktuellen Plattformstand noch nicht integriert. Eine projektspezifische Schnittstelle ist grundsätzlich denkbar, müsste jedoch anhand der vorhandenen Systeme und Datenstrukturen der HCH konzipiert, umgesetzt und gesondert kalkuliert werden.
Umgang mit GIS-Daten und räumlichen Informationen
Eine umfangreiche Integration oder Bearbeitung von GIS-Daten ist im aktuellen Stand der Plattform noch nicht möglich. monamu verfügt jedoch bereits über koordinatenbasierte Touren: Stationen können anhand ihrer hinterlegten Koordinaten auf einer Satellitenkarte verortet werden. Damit lassen sich räumliche Bezüge zwischen Stadtentwicklungsgebieten, Baufeldern, Projekten und Themen anschaulich darstellen, kontextbezogener Einsatz dieser Funktion wären beispielsweise:
die räumliche Orientierung innerhalb eines Stadtentwicklungsgebiets,
die Darstellung von Zusammenhängen zwischen mehreren Projekten,
die Zuordnung von Stationen zu konkreten Standorten,
die GPS-gestützte Nutzung von Touren.
Eigene Karten und Grundrisse
Aktuell arbeiten wir daran, dass Grundrisse oder Karten als Bilddateien in den Workspace hochgeladen und innerhalb einer Tour zur Orientierung verwendet werden können. Stationen können damit künftig auch auf projektspezifischen Plänen verortet werden. Dies bietet sich beispielsweise für Quartierspläne, Ausstellungsbereiche, Gebäudegrundrisse oder vereinfachte städtebauliche Übersichtskarten an.
Bei Bedarf ist denkbar, auf vergleichbare Weise auch aus GIS-Systemen erzeugte Kartendarstellungen in den Workspace zu übernehmen. Diese Möglichkeit wurde bislang nicht näher evaluiert, da hierfür noch keine konkrete Anforderung bestand. Unterstützte Formate, Aktualisierungsprozesse und technische Grenzen müssten daher gemeinsam spezifiziert und erprobt werden.
Redaktionelle Unabhängigkeit als Kern von monamu
Die eigenständige Pflege ist kein ergänzendes Merkmal, sondern ein grundlegendes Prinzip von monamu. Die Editor:innen der HCH können alle Inhalte jederzeit im browserbasierten monamu-Workspace selbst erstellen, ändern, erweitern oder entfernen. Die redaktionelle Verantwortung bleibt vollständig bei der HafenCity Hamburg GmbH, ein externer Dienstleister ist für den laufenden Betrieb nicht erforderlich.
Befähigung der HCH
Der Workspace ist logisch, übersichtlich und konsequent auf eine selbstständige redaktionelle Nutzung ausgerichtet.
Browserbasierter Workspace: Es wird keine spezielle lokale Redaktionssoftware benötigt.
Intuitive Benutzeroberfläche: Die Bedienlogik ist übersichtlich und auf selbstständiges Arbeiten ausgerichtet.
Modulare Arbeitsweise: Die Inhalte werden in einzeln bearbeitbaren Einheiten gepflegt. Dadurch können Editor:innen gezielt eine Station oder einen Teilbereich aktualisieren, ohne eine komplette Tour neu aufbauen zu müssen. Diese modulare Arbeitsweise erleichtert kurzfristige Korrekturen ebenso wie die kontinuierliche Erweiterung des Angebots.
Einführungsworkshop: Falls gewünscht können den zuständigen Mitarbeiter:innen in einem Einführungsworkshop die zentralen Arbeitsabläufe, angepasst auf den Nutzungskontext der HCH, vermittelt werden.
monamu-Wiki: Anleitungen und Best Practices stehen jederzeit zum Nachschlagen zur Verfügung.
Support: das monamu-Team steht jederzeit, kurzfristig für persönlichen Support zur Verfügung.
points kann bei der initialen Einrichtung, der Konzeption oder besonderen Weiterentwicklungen, wie bspw. in Punkt 4 erläutert, unterstützen. Die laufende Pflege bleibt jedoch bewusst bei der HCH. Genau dafür ist monamu gemacht: Editor:innen zu befähigen, ihre Inhalte unabhängig und jederzeit aktuell zu halten. Die Aktualisierung ist weder von einem Entwicklungszyklus der App noch von der Verfügbarkeit eines externen Dienstleisters abhängig.
Siehe geschützte Angaben.


