Interaktive, digitale Touch App für Dialog und Präsentation
Der digitale Tisch dient als Gesprächseinstieg für Beratungssituationen, Messen und Events und wird typischerweise von mehreren Personen gleichzeitig genutzt. Da unterschiedliche Besucher:innen oft unterschiedliche Interessensgebiete auf der Stadtkarte verfolgen möchten, haben wir ein Konzept entwickelt, das genau darauf einzahlt: Mehrere Nutzer:innen können parallel und ohne gegenseitige Behinderung mit der Anwendung interagieren – sei es durch geteilte Bildschirmbereiche (Split Screen), durch überlagerte Pop-up-Screens oder durch gemeinsames Arbeiten auf einem Kartenausschnitt.
Ergänzend kann die Interaktion über mobile Endgeräte (Smartphones/Tablets) erweitert werden, sodass Einzelpersonen ihr Interessensgebiet individuell selektieren können, während der Tisch als gemeinsame Diskussionsgrundlage erhalten bleibt. So entsteht ein Erlebnis, das sowohl Einzelgespräche als auch Gruppendiskussionen gleichermaßen unterstützt.
Für ein intuitives, schulungsfreies Bedienkonzept setzen wir auf ein vierseitiges Navigationskonzept: Navigationsleisten an jeder Seite des Tisches ermöglichen mindestens vier Personen gleichzeitig, sich eigenständig in der Anwendung zu bewegen – wahlweise dauerhaft sichtbar oder erst bei Bedarf per Tippgeste eingeblendet. Alternativ ist eine mittige, runde Navigation denkbar, die von allen Seiten aus lesbar und bedienbar ist.
Damit die Bedienung auch ohne Einweisung gelingt, verbinden wir dieses Navigationskonzept mit einer klaren, kontrastreichen Kartendarstellung: Starke Farbkontraste, große Farbflächen und zusätzliche Ebenen sorgen dafür, dass Nutzer:innen ihr Interessensgebiet schnell erkennen und ohne Frust erkunden können. Wir verstehen, dass gerade bei einem öffentlich zugänglichen Exponat die Einstiegshürde so niedrig wie möglich sein muss – deshalb ist unser Interaktionskonzept bewusst niedrigschwellig und einladend statt komplex gestaltet.
Inhalte werden in zwei Ebenen gedacht: Eine vereinfachte Übersichtskarte bietet den schnellen Einstieg, während Detailinformationen – etwa zu Gebäuden, Grundstücksgrenzen oder Bebauungsplänen – gezielt per Antippen nachgeladen werden, ohne die Gesamtübersicht zu überladen. Dieser Wechsel zwischen Überblick und Detail lässt sich sowohl direkt auf dem Tisch als auch über ergänzende Endgeräte (Tablets/Smartphones per AR) abbilden, sodass einzelne Personen vertiefen können, ohne andere in ihrer Nutzung zu stören.
Die Sprachumschaltung zwischen Deutsch und Englisch integrieren wir als festen Bestandteil der Navigationsleiste bzw. eines Sprachreglers, der jederzeit sichtbar und mit einem Klick erreichbar ist – so bleibt die Anwendung auch für internationale Besucher:innen der HafenCity ohne Umwege zugänglich.
Als zentrale Datenquelle nutzen wir frei verfügbare, kommerziell uneingeschränkt nutzbare Datensätze aus OpenStreetMap, dem Geoportal Hamburg und dem Transparenzportal Hamburg – bei entsprechender Quellenangabe im Impressum. Darauf aufbauend lässt sich das bestehende digitale 3D-Stadtmodell Hamburgs (LoD2/LoD3) einbinden, ergänzt um Grundstücksgrenzen und Gebäudeumringe (ALKIS), Luftbilder sowie Bebauungspläne mit ihren jeweiligen Entwicklungsstufen. Damit schaffen wir eine echte "Single Source of Truth": Alle Ansichten – ob auf dem Tisch, auf mobilen Endgeräten oder in AR – greifen live auf dieselbe, aktuelle Datengrundlage zu.
Bestehende Schnittstellen (APIs, GeoServer, JSON) werden genutzt, um die Anwendung technisch sauber an vorhandene fachliche Strukturen anzubinden, statt eine isolierte Insellösung zu schaffen. Dieser ganzheitliche Blick auf die Dateninfrastruktur ist uns wichtig, weil er die Basis für alle drei vorgeschlagenen Erweiterungen (AR, haptische Objekte, digitale Zeichenfunktion) gleichermaßen trägt.
Uns ist wichtig, dass die HafenCity Hamburg GmbH die Inhalte eigenständig und ohne technisches Vorwissen pflegen kann. Da die zugrunde liegenden Kartendaten live aus öffentlichen Quellen bezogen werden, aktualisieren sich viele Informationen automatisch.
Für redaktionelle Inhalte (z. B. Projektbeschreibungen, Point-of-Interest-Texte oder neue Filterkategorien) setzen wir auf ein Headless CMS: Inhalte werden über eine einfache, browserbasierte Oberfläche gepflegt und automatisch an alle Ausgabekanäle – Tisch, mobile Endgeräte, AR-App – ausgespielt, ohne dass an mehreren Stellen parallel gepflegt werden muss. So können kurzfristige Anpassungen selbstständig und ohne unsere Beteiligung vorgenommen werden. Als erfahrener Partner begleiten wir die Einführung eng, damit das Team von Anfang an sicher im Umgang mit dem System ist.
Siehe geschützte Angaben.


