P+M - DiCo Förderportal
Die P+M Business Solutions GmbH ist ein deutsches Softwareunternehmen mit rund 20 Mitarbeitenden und vereint Softwareentwicklung, Hosting und IT-Infrastruktur unter einem Dach. Wir sind spezialisiert auf digitale Förder- und Verwaltungsportale für die öffentliche Hand und gemeinnützige Strukturen (Sport, Ehrenamt, Jugend) und verfügen über langjährige Erfahrung in der OZG-Umsetzung.
Über alle Produktlinien hinweg betreiben wir derzeit 16 Portale mit 27 Modulen und rund 120.000 Benutzerkonten; über diese Portale werden insgesamt Fördervolumina von ca. 150–200 Mio. € pro Jahr abgewickelt (2015-2025 gesamt ca.: 2 Mrd. Euro). Der Betrieb erfolgt im eigenen Rechenzentrumsbetrieb in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland.
Die hier vorgestellte Lösung ist das DiCo Förderportal aus unserer Produktfamilie DiCo (Digital Cooperation). Es ist aktuell produktiv im Einsatz für:
OZG-Sportförderung des Landes NRW - Förderung der Übungsleiterarbeit, inkl. ELSTER-Postkorb-Integration und Förderung des Baus von Sportstätten und Sportanlagen, inkl. NEZO-Login; zudem Projektleitung und Hosting für die Themenfeldfederführung „Engagement und Hobby“ sowie Aufbau der zugehörigen Nachnutzungsallianz
Ehrenamtsförderung der Bingo! Ehrenamtsstiftung NRW (in Zusammenarbeit mit WestLotto) - vollständiger Prozess von Antrag über Bewilligung und Bescheid bis SEPA-Auszahlung und Verwendungsnachweisprüfung
Laufende Migration des älteren LSB NRW Förderportals mit mehreren Fördermodulen auf das DiCo Förderportal (laufend, Landessportbund NRW)
Weitere Fördermanagement-Referenzen der P+M (auf Basis weiterer Produktlinien):
Förderportale für Jugendorganisationen:
Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in NRW (AEJ NRW)
Bund der Deutschen Katholischen Jugend NRW (BDKJ NRW)
Deutsche Sportjugend (DSJ)
Förderportal des Landessportbunds NRW mit diversen Fördermodulen.
Gleichzeitig betreibt die P+M auch die Bestandserhebung für den Landessportbund Bremen und entwickelt Fördersoftware auf Basis der DiCo Produktfamilie für das Land Hessen.
Die Kombination aus Zuwendungs-Fachlichkeit (Antrag, Bewilligung, Mittelverwendung, Verbands- und Zentralstellenstrukturen), OZG-Erfahrung und dem Fokus auf ehrenamtlich geprägte, verbandlich organisierte Antragstellergruppen entspricht dem Anforderungsprofil der beteiligten Jugendwerke in besonderer Weise.
Das DiCo Förderportal ist eine browserbasierte All-in-One-Lösung: Online-Dienst für Antragstellende und Fachverfahren für die Sachbearbeitung arbeiten in einem Webportal auf einem Datenbestand - ohne Medienbrüche und ohne separate Fachverfahrens-Software.
Für Antragstellende: Manuelle Registrierung oder Nutzung eines beliebigen OIDC oder SAML LoginProviders wie ELSTER (mehrere Personen je Träger möglich), einmalige Hinterlegung wiederverwendbarer Stammdaten (Bankverbindung, Registerauszug, Gemeinnützigkeitsnachweis) mit konfigurierbarer Pflichtdatenprüfung vor Antragstellung; geführte Antragsformulare mit fachlicher Validierung, Datei-Uploads mit konfigurierbaren Dokumentkategorien, Statusverfolgung mit vollständiger Nachrichtenhistorie am Antrag, Aufgabenlisten auf dem Dashboard und automatischen Fristerinnerungen.
Für die Sachbearbeitung: Arbeitslisten mit serverseitiger Filterung und Sortierung, mehrstufige Prüf- und Freigabeworkflows mit dokumentierten Prüfvermerken (inkl. rollenbeschränkter interner Vermerke), Rückgabe zur Überarbeitung mit Kommentarpflicht, automatische Bescheiderzeugung (Bewilligung, Ablehnung, Rückforderung) aus fachlich pflegbaren Word-Vorlagen als PDF, interne Notizen, Auswertungen mit Diagrammen und Excel-Exporte.
Projektabrechnung: Finanzierungs-/Kostenpläne mit Soll/Ist-Abgleich zwischen Antrag und Verwendungsnachweis, Belegerfassung, Mittelabruf, Buchungsläufe mit Freigabeschritt, SEPA-Zahlungsdateien (pain.001/ISO 20022) samt Zahlungsjournal, Budgetverwaltung und Quoten je Förderjahr sowie Rückforderungsprozesse.
Nutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit: Der Workflow wird als Statusstrahl visualisiert; sichtbar und bedienbar ist nur, was in der jeweiligen Rolle und Phase relevant ist. Alle erläuternden Texte sind durch die Fachadministration per WYSIWYG pflegbar. Die Entwicklung erfolgt gegen WCAG 2.1 AA mit einem fest in den Entwicklungsprozess integrierten automatischen Prüfwerkzeug (axe-core); einen förmlichen BITV-Konformitätsnachweis erbringen wir im Rahmen der Projektumsetzung.
Formulare: Das DiCo Förderportal kann mit und ohne anpassbare Formulare (DynamicForms) verwendet werden. Gerne besprechen wir die Details für die dynamisch anpassbaren Formulare in einem gemeinsamen Austausch.
Technologie und Qualität: .NET/Blazor WebAssembly, Microsoft SQL Server, Keycloak (OIDC). Jede Auslieferung durchläuft über 2000 automatisierte Unit- und End-to-End-Tests.
Optionale Funktionen: Optional ist eine KI-gestützte Unterstützung in den Förderprozessen möglich (automatische Dokumentenerkennung, Vorprüfung von fachlichen Angaben).
Unser Modell lautet: ein Produkt, je Institution eine eigene Instanz. Jede Einrichtung erhält eine eigene Portalinstanz mit eigener Datenbank, eigener Domain und eigenem Erscheinungsbild (Logo, Farben, Texte, aktivierte Förderprogramme). Organisatorische Eigenständigkeit und Datentrennung sind damit architektonisch garantiert - nicht nur über Berechtigungen. Das ist gerade im Verbund rechtlich eigenständiger Träger der datenschutzfreundlichste Zuschnitt (getrennte Verantwortlichkeiten, getrennte Auftragsverarbeitung).
Gleichzeitig basieren alle Instanzen auf demselben Produktkern: Mandantenspezifisches Customizing erfolgt über definierte Ebenen (Texte, Design, Konfiguration, Modulauswahl) ohne Code-Abspaltung. Produktweiterentwicklungen kommen allen Instanzen zugute; Auslieferungen laufen automatisiert je Instanz aus einer gemeinsamen Build-Pipeline - jede Instanz wird dabei mit ihrer eigenen Konfiguration automatisiert getestet und vor jeder Aktualisierung gesichert.
Dieses Modell passt unmittelbar zum geplanten Rahmenvereinbarungs-Ansatz: Jede Institution ruft eigenständig ab (eigene Instanz, eigene Module, eigenes Tempo) und profitiert dennoch von einem gemeinsamen Produkt-Backlog. Genau dieses Kooperationsmodell praktizieren wir bereits in der OZG-Nachnutzungsallianz des Themenfelds „Engagement und Hobby“.
Ergänzend sind zwei Varianten möglich: Eine gemeinsame Instanz mit getrennten Förderprogrammen und getrennten Rollen je Einrichtung (geringere Betriebskosten, gemeinsame Benutzerverwaltung) sowie ein föderierter Datenaustausch zwischen Instanzen über die DiCo API - ein Broker-Modell ohne zentrale Datenhaltung, bei dem jede Organisation die Hoheit über ihre Daten behält. Die Abwägung zwischen den Zuschnitten treffen wir gern gemeinsam anhand von Datenschutz-, Governance- und Kostenkriterien.
Ohne Entwicklung durch Fachadministration/Poweruser pflegbar (je Förderprogramm und Förderjahr):
alle erläuternden Texte in Formularen und Portalseiten (WYSIWYG-Editor),
E-Mail-Vorlagen inklusive Gesamtlayout, mit Vorschau und Testversand,
Bescheid- und Dokumentvorlagen als Word-Dateien mit Platzhaltern - versioniert, mit Platzhalterliste und Vorschau (Bewilligung, Ablehnung, Rückforderung, Verwendungsnachweis, Zahlungsjournal),
Antrags- und Bearbeitungszeiträume je Workflow-Schritt (Zeitensteuerung) sowie Fristen mit automatischen Erinnerungen,
Budgets, Mindest-/Höchstbeträge, Antragsanzahl-Limits inklusive Einzelfall-Ausnahmen, Quoten,
Dokumentkategorien für Uploads, FAQ-Inhalte (rollenbasiert sichtbar), SEPA-Parameter,
Benutzer-, Rollen- und Organisationsverwaltung inklusive Freigabeprozesse,
Aktivierung/Deaktivierung ganzer Fördermodule per Konfiguration,
Übernahme der kompletten Jahreskonfiguration in den Folgezeitraum per Knopfdruck.
Ein Aufgabenboard für die Fachadministration prüft die Konfiguration automatisch auf Vollständigkeit (fehlende Vorlagen, Fristen, Budgets etc.) und verlinkt direkt auf die zuständige Verwaltungsseite.
Dynamische Formulare sind über DynamicForms, ein Bestandteil der DiCo Produktfamilie abbildbar. Diese Formulare können durch Poweruser selbst gestaltet werden.
Individualentwicklung ist typischerweise erforderlich für: Neue Fördermodule (ggf. komplexere Formularstrukturen, fachliche Validierungen, Workflow-Zuschnitt), Schnittstellen zu Drittsystemen sowie stark abweichende Workflow-Muster. Neue Module entstehen dabei nicht auf der grünen Wiese, sondern aus einem Baukasten von über 20 wiederverwendbaren Fachbausteinen (u.a. Finanzierungsplan, Belege, Dokumentencontainer, Prüfungen, Auszahlungen/SEPA, Fristen, Historie, Mailing) - mit entsprechend planbarem, überschaubarem Aufwand.
Das Projekt wird mit einem Workshop zur Anforderungsanalyse und anschließender Projektplanung eingeleitet. Im Anschluss wird das Projekt inklusive Projektmeilensteine aufgegleist und nach erfolgter Abnahme wahlweise gebündelt oder getrennt ausgerollt. Getrennte Stufen sind durch die Aufteilung in Meilensteine abbildbar (Rollout erfolgt je Meilenstein/Projektphase nach Abnahme). Innerhalb der Meilensteine bauen wir Projekte mit agilem Charakter auf (siehe Anhang "Agiles Verfahren").
Betriebsmodelle: Bevorzugt betreiben wir die Portale als Managed Service im eigenen Rechenzentrumsbetrieb in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland - inklusive Monitoring, Updates, Backups und Support aus einer Hand. Das Modell ist SaaS-vergleichbar, jedoch mit dedizierter Instanz und dedizierter Datenbank je Institution statt geteilter Datenhaltung. Alternativ ist der Betrieb in einer von Ihnen gestellten Umgebung (On-Premises oder Cloud; Windows Server/IIS mit Microsoft SQL Server) möglich - unsere Auslieferungsprozesse sind vollständig automatisiert und beim Kunden reproduzierbar.
Datenschutz: Datenhaltung ausschließlich in Deutschland; Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO; vollständige Trennung der Institutionen durch dedizierte Instanzen und Datenbanken; Registrierungs-Freigabeworkflows; rollenbasierte Zugriffe mit serverseitiger, datensatz- und dateigenauer Prüfung; vollständige Änderungshistorie (Audit-Trail) für Förderprozesse.
Informationssicherheit: Authentifizierung über Keycloak (OIDC) mit optionaler Zwei-Faktor-Authentifizierung; verschlüsselte Übertragung (TLS, HSTS); Schutzmechanismen gegen automatisierten Missbrauch anonymer Endpunkte; automatisierte Datenbanksicherungen mit ausgelagerter Aufbewahrung, zusätzlich vor jeder Aktualisierung; kontinuierliche Schwachstellenprüfung der Software-Abhängigkeiten im Build-Prozess; über 2000 automatisierte Tests je Auslieferung sowie statische Codeanalyse mit strikter Fehlerbehandlung im Entwicklungsprozess. Zusätzliche Einbindung eines Security Operation Center (SOC) für durchgängige Überwachung des Rechenzentrums.
Wir bieten Schulungen, Onboarding und technischen Support für das DiCo Förderportal an. Die Details werden individuell mit dem Kunden besprochen und an die persönlichen Bedarfe angepasst.
Genau dieses Szenario setzen wir aktuell um: Für den Landessportbund NRW migrieren wir ein historisch gewachsenes Förderportal mit mehreren Fördermodulen auf das DiCo Förderportal - inklusive Überführung der Bestandsdaten und geordnetem Übergang im laufenden Förderbetrieb. Darüber hinaus haben unsere OZG-Projekte wiederholt papierbasierte bzw. Altverfahren abgelöst, mit Parallelbetrieb, Stichtagsumstellung und Übergangsregelungen für laufende Vorgänge.
Bewährtes Vorgehen: Analyse des Altdatenbestands → Datenmapping und Bereinigungsregeln → automatisierte Testmigration mit Validierungs- und Fehlerreports → fachliche Abnahme durch Ihre Sachbearbeitung → produktive Übernahme zum Stichtag.
Technisch nutzen wir validierende Massenimporte (transaktional: vollständige Übernahme oder nachvollziehbare Fehlerliste je Datensatz), REST-Importe aus Quellsystemen sowie datenbankseitige Migrationswerkzeuge. Den Umfang der Übernahme (Stammdaten, abgeschlossene Vorgänge als Archivbestand, laufende Vorgänge mit Status) definieren wir gemeinsam je Altsystem.
Das Produkt selbst ist auf kontinuierliche Datenfortführung ausgelegt: Versionierte, automatisch ausgeführte Datenbankmigrationen (bislang über 120 im Produktlebenszyklus) stellen sicher, dass Bestandsdaten bei jeder Produktaktualisierung verlustfrei weitergeführt werden.
Unser Modell besteht typischerweise aus drei Bausteinen (entsprechend Ihrer Bitte ohne verbindliche Preisangaben):
Einmalige Einrichtung und Individualisierung: Aufbau der Instanz(en), Erscheinungsbild, Konfiguration der Förderprogramme, ggf. modulare Individualentwicklung, Schnittstellen und Datenmigration.
Laufender Betrieb: Pauschale für Hosting im deutschen Rechenzentrum, Wartung, Produktupdates, Monitoring, Backups und Support. Die Produktnutzung wird üblicherweise als Nutzungsrecht im Rahmen des Betriebsvertrags abgebildet (Mietmodell); Details stimmen wir im Vergabeverfahren ab.
Weiterentwicklung: nach Aufwand oder über regelmäßige agile Kontingente, gemeinsam priorisiert.
Besonderheit für Ihren Verbund: Da alle Institutionen auf demselben Produktkern arbeiten, werden übergreifende Anforderungen (z.B. gemeinsame Fachbausteine) nur einmal entwickelt und stehen allen Instanzen bei Bedarf zur Verfügung. Eine gemeinschaftliche Beauftragung solcher Querschnittsthemen senkt die Kosten je Institution. Das geplante Rahmenvereinbarungsmodell mit Einzelabrufen der Institutionen ab 2027 passt unmittelbar zu diesem Ansatz: gemeinsamer Produktfortschritt, eigenständige Instanzen und Abrufe je Einrichtung.


