Digitale Erfassung von Gebäudebeständen und Energieinfrastruktur in Städten und Gemeinden
Beschreibung
Wir, die Städte Radebeul, Coswig, Radeburg und die Gemeinde Moritzburg, verstehen uns als leistungsstarke und lebenswerte Region im direkten Umfeld zur sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Unsere Kommunen umfassen insgesamt ca. 70.400 Einwohner. Wir vereinen wirtschaftliche Dynamik, touristische Attraktivität und eine hohe Lebensqualität mit naturnahen Räumen und gewachsenen Strukturen.
Durch unsere enge interkommunale Zusammenarbeit bündeln wir Kompetenzen und Ressourcen, um gemeinsame Herausforderungen effizient zu bewältigen und innovative Lösungen für eine zukunftsfähige, ressourcen- und klimaschonende Entwicklung unserer Region voranzutreiben.
Die Stadt Radebeul plant in Zusammenarbeit mit den Kommunen Coswig, Radeburg und Moritzburg im Rahmen ihrer strategischen Kommunalentwicklungen sowie zur perspektivischen Unterstützung der kommunalen Wärmeplanung die großflächige Erfassung von Gebäudebeständen und Energieinfrastrukturen (z. B. Fernwärmeleitungen, Wärmeerzeuger, Wärmeinseln).
Ziel ist es, eine konsistente Datengrundlage zu schaffen, die direkt in unsere kommunalen GIS-Systeme (CAIGOS und Archikart) und den Bildviewer STRADIVARI integriert werden kann.
Vor einer möglichen Ausschreibung möchten wir im Rahmen der Markterkundung über den KOINNOvationsplatz zunächst ein besseres Verständnis für bestehende Lösungsansätze, technische Möglichkeiten sowie marktübliche Leistungsumfänge und Umsetzungsoptionen gewinnen. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen dazu, die weiteren Schritte bedarfsgerecht und zukunftsorientiert zu gestalten.
Im Fokus stehen folgende Fragestellungen:
1. Sensorik & Methodik:
Welche Vorgehensweisen und technischen Verfahren empfehlen Sie zur Erfassung von Gebäudeparametern (z. B. Dachgeometrien) und energetischen Zuständen? Welche Rahmenbedingungen (z. B. Wetter, Jahreszeit) sind dabei zu berücksichtigen?
Welche Genauigkeiten sind mit Ihren Verfahren realistisch erreichbar und welche Flächenleistungen (z. B. pro Tag) können typischerweise erzielt werden?
Inwiefern können Gebäudetypologien automatisiert abgeleitet werden und welche Modelle zur Wärmebedarfsabschätzung kommen dabei zum Einsatz?
Wie können relevante Energieinfrastrukturen (z. B. Wärmeerzeugungsanlagen, Netze, Wärmequellen und -verluste) erfasst und aufbereitet werden?
Inwieweit können Energieinfrastrukturen aus Bild- oder LiDAR-Daten abgeleitet werden und welche zusätzlichen Datenquellen sind hierfür ggf. Erforderlich?
2. Datenformate und GIS-/Bildviewer-Integration:
Können die Geodaten in den Formaten Shape, GeoTIFF geliefert werden?
Wie werden die Ergebnisse ohne manuellen Nachbearbeitungsaufwand in die kommunalen GIS CAIGOS/Archikart (Fachschale Gebäude) sowie in den Bildviewer STRADIVARI übernommen?
Welche Schnittstellen zu kommunalen GIS-Systemen stehen zur Verfügung?
3. Referenzen:
Verfügen Sie über Erfahrungen in der automatisierten Auswertung (KI) und Klassifizierung dieser Daten für kommunale Auftraggeber?
4. Kalkulationsgrundlage:
Welche Abrechnungsmodelle oder -logiken haben sich aus Ihrer Sicht für vergleichbare Kombinationsprojekte bewährt?
Welche Erfahrungswerte können Sie hinsichtlich der wirtschaftlichen Dimension vergleichbarer Projekte teilen (z. B. in Abhängigkeit von Umfang, Skalierung oder Leistungsinhalten)?
Welche Kostentreiber sind besonders relevant?
Welche Herausforderungen und Aufwandsunterschiede sehen Sie bei der Umsetzung eines solchen Projekts in mehreren Kommunen (z. B. Radebeul, Coswig, Moritzburg, Radeburg)?
5. Projektlaufzeiten:
Mit welchen Bearbeitungszeiträumen ist zu rechnen?
6. Risiken:
Gibt es spezielle Risiken, die Sie bei dem Projekt sehen?
7. Genehmigungen:
Welche Genehmigungen (Luftfahrt, Datenschutz) übernehmen Sie?
8. Optionen:
Welche optionalen Leistungen sind aus Ihrer Sicht sinnvoll?
Wir laden Sie herzlich ein, uns bis zum 26.04.2026 eine kurze Projektbeschreibung oder eine Leistungsübersicht Ihrer Lösungen zu übermitteln. Gerne können Sie dabei auch Referenzen vergleichbarer Projekte mit einbeziehen, um Ihre Erfahrungen und Kompetenzen sichtbar zu machen.
Wir freuen uns darauf, mehr über Ihre Ansätze zu erfahren und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!
Die Ergebnisse der Markterkundung dienen als Grundlage dafür, ob und in welcher Form im Anschluss eine Ausschreibung erfolgen wird. Alle Teilnehmenden werden über den weiteren Verlauf gleichermaßen informiert.
Noch nicht veröffentlicht
Aufruf zum Einreichen von Lösungsvorschlägen
23.03.2026 - 26.04.2026
1 Monat 4 Tage verbleibend
Prüfung der Lösungen
27.04.2026 - 10.05.2026
Bewertung der Lösungen durch die Fachjury
11.05.2026 - 31.05.2026
Bekanntgabe des Gewinners
Ab 01.06.2026


